Neue Serie Das Außerirdische lagert in Halle 13

Warehouse 13 (Foto)
Jagen kuriose Artefakte: Myka (Joanne Kelly) und Peter (Eddie McClintock). Bild: RTL2

Von news.de-Redakteur Cord Krüger
Warehouse 13 mischt geschickt Akte X mit Indiana Jones und Ghostbusters und gehört zu den interessantesten Serienneustarts der Saison. Der sehenswerte Mystery-Spaß startet heute Abend bei RTL2.

RTL2 ist wirklich nicht zu beneiden: Da haben die Münchner mit Warehouse 13 mal eine wirklich gescheite Akte-X-Variante aus dem Köcher gezogen, und nun muss sich gleich die erste Folge der Serie gegen die hauseigene Konkurrenz Let's Dance beim Hauptsender RTL beweisen. Dabei hätte Warehouse 13 viele Zuschauer verdient.

Das liegt vor allem an der reizvollen Grundidee der Serie: Bei Indiana Jones gibt es dieses Lagerhaus, in dem die US-Regierung allerhand obskure Artefakte hortet - von der Bundeslade bis zum außerirdischen Kristallschädel. Warehouse 13 handelt praktisch von diesem Lagerhaus. Es ist derart gigantisch, dass Zeppeline unter der Decke schweben. Hier werden nicht nur mythische Objekte wie die Büchse der Pandora verwahrt, sondern auch allerhand Erfindungen von Nikola Tesla und Thomas Edison, von denen die Öffentlichkeit aus unterschiedlichen Gründen nichts erfahren soll.

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Nervige Gaststars und brave Bettszenen

Zwei neue Agenten werden zum Start der Serie für das «Warehouse» rekrutiert: Myka Bering (Joanne Kelly) und Peter Lattimer (Eddie McClintock) werden vom Secret Service in die streng geheime Anlage versetzt, die von dem kauzigen Arthur «Artie» Nielsen (Saul Rubinek) verwaltet wird. Das Warehouse nennt er liebevoll «Amerikas Dachboden». In Arties Auftrag sollen die beiden fortan verloren gegangene Artefakte einsammeln, die mitunter gefährlicher sind, als es zunächst den Anschein hat. Myka und Peter sind jedoch wie Feuer und Wasser und müssen sich erst einmal zusammenraufen.

In den USA läuft bald die dritte Staffel

Warehouse 13 kann nicht mit einem riesigen Produktionsbudget oder besonders aufwendigen Spezialeffekten punkten, dafür mit viel Liebe zum Detail und Sinn fürs Kuriose. So benutzen die Agenten keine normalen Mobiltelefone, sondern Smartphones von 1920, die angeblich Philo Farnsworth entwickelt haben soll. Wer Spaß an solchen Was-wäre-wenn-Spielereien hat, wird Warehouse 13 lieben.

Etwas ausbaufähig wirkt hingegen das Personal. Die Hauptfiguren orientieren sich etwas plump an Mulder und Scully aus Akte X und Artie könnte mit Doc Brown aus Zurück in die Zukunft die Schulbank gedrückt haben. Die Charaktere haben aber noch viel Zeit, an Kontur zu gewinnen: In den USA startet im Sommer bereits die dritte Staffel. Hoffentlich findet die auch ihren Weg nach Deutschland und endet nicht wegen unglücklicher Sendeplätze in irgendeinem Lagerhaus.

Bestes Zitat: «Die Büchse der Pandora liegt übrigens drüben in Gang 989b. Sie ist leer - natürlich.» (Artie)

Warehouse 13 läuft in Doppelfolgen ab dem 27. April 2011 immer mittwochs um 20.15 Uhr bei RTL2.

sua/wie/reu/news.de

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