Deutscher Filmpreis Kopf-an-Kopf-Rennen um die Lola

Deutscher Filmpreis (Foto)
Große Chancen auf den Deutschen Filmpreis 2011 haben (v.l.n.r.): Sophie Rois, Tom Tykwer und August Diehl. Bild: dpa/news.de (Montage)

Spannung vor der Lola-Gala: Bei der Verleihung des 61. Deutschen Filmpreises wird es spannend. Favorit mit sechs Nominierungen ist Tom Tykwers Liebesdrama Drei.  Drei andere Filme

Vor dem Berliner Friedrichstadtpalast wird heute Abend der Rote Teppich für die Goldene Lola ausgerollt. Mehr als 1800 prominente Gäste kommen zur Verleihung des Deutschen Filmpreises. Tom Tykwers Liebesdrama Drei gehört mit sechs Nominierungen zu den Favoriten. Mit je fünf Nominierungen gehen Andres Veiels RAF-Drama Wer wenn nicht wir, Ralf Huettners Tourette-Syndrom-Tragikomödie Vincent will Meer und Chris Kraus' Historiendrama Poll an den Start.

Jeweils vier Mal nominiert sind Philipp Stölzls poppige Schriftsteller-Biografie Goethe! mit Alexander Fehling in der Titelrolle und Florian Cossens Das Lied in mir mit Jessica Schwarz, die sich in dem Drama in Argentinien auf die Suche nach ihren Wurzeln begibt.

Deutscher Filmpreis
Gerangel um eine güldene Dame

Die Lola bringt auch Geld

Im vergangenen Jahr war die Sache klarer: Michael Hanekes Drama Das weiße Band war 13 Mal nominiert und heimste zehn Lolas inklusive Hauptpreis ein. Dieses Jahr sind neben Drei, Wer wenn nicht wir, Goethe! und Vincent will Meer für den besten Film nominiert. Ebenso die Einwanderer-Komödie Almanya - Willkommen in Deutschland von Yasemin Samdereli und der Fußballfilm Der ganz große Traum von Sebastian Grobler.

Mehr als 1800 Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Autoren, Produzenten, Cutter, Maskenbildner und Filmkomponisten werden sich in Champagner-Laune zur Gala im Friedrichstadtpalast versammeln. Anders als beim Oscar in Hollywood nehmen die Gewinner außer der Lola-Statuette auch Geld mit nach Hause. Der von Kulturstaatsminister Bernd Neumann finanzierte Filmpreis ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.

Ehrenpreis für Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase

Die in Berlin spielende Dreiecksgeschichte Drei könnte nicht nur die Goldene Lola für den besten Film (500.000 Euro inklusive Nominierungsprämie) abräumen. In der Kategorie beste Schauspielerin tritt Hauptdarstellerin Sophie Rois an gegen Lena Lauzemis als Gudrun Ensslin in Wer wenn nicht wir und Bernadette Heerwagen für ihre Rolle in Die kommenden Tage. Weitere Nominierungen gab es für Regie, Schnitt, Tongestaltung und Filmmusik von Drei.

In der Kategorie beste männliche Hauptrolle hat Lauzemis' Filmpartner August Diehl für seine Rolle als Bernward Vesper in Wer wenn nicht wir Chancen. Nominiert sind außerdem Florian David Fitz für Vincent will Meer und Alexander Fehling als Goethe im gleichnamigen Film.

Nachdem er mit Pina bereits das Berlinale-Publikum beeindruckt hat, geht Wim Wenders mit seinem 3D-Tanzfilm in der Kategorie bester Dokumentarfilm an den Start. Kandidaten für die besten Nebenrollen sind Meret Becker (Boxhagener Platz), Katharina Müller-Elmau (Vincent will Meer) und Beatriz Spelzini (Das Lied in mir) sowie Vedat Erincin (Shahada), Heino Ferch (Vincent will Meer) und Richy Müller (Poll).

Ein Gewinner steht schon fest: Der 80-jährige Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase wird mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Die Verleihung des Deutschen Filmpreises 2011, 8. April, 22.15 Uhr, im ZDF.

roj/boi/news.de/dpa

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