«GNTM» Damit konnte doch niemand rechnen

Schnipp schnapp, Matte ab: Einige Topmodel-Kandidatinnen mussten sich von ihrer Haarpracht verabschieden. Dabei flossen Bäche von Tränen. Danach wurde der Weg zum Kirchenaltar zum Catwalk, den die Frauen im erotischen Spitzenkleid zurücklegten.

GNTM (Foto)
Keine Angst: Das ist nur eine Fotomontage. Amelies Haare sind noch dran. Bild: news.de/Screenshot

Frauen hegen ein besonderes Verhältnis zu ihnen. Sie stecken Unmengen an Zeit in deren Pflege. Wenn damit nach dem Friseurbesuch etwas nicht stimmt, ist der Weltuntergang nicht mehr weit. Das weibliche Geschlecht pflegt das Haar, ein Leben lang. Gestern Abend war es bei Germany's Next Topmodel wieder so weit: Die Typveränderung der Kandidatinnen stand an und somit auch das große Haareschneiden. Dabei flossen - wie immer - reichlich Tränen.

Das Überraschende am Format: Auch nach fünf erfolgreichen Staffeln sind einige Kandidatinnen immer wieder aufs Neue irritiert, weil sie plötzlich Haare lassen müssen. Immerhin: Die Zuschauer haben Spaß, sei es aus Schadenfreude oder aus Neugierde auf das Ergebnis.

Die Jüngste will eine Glatze

Germany's Next Topmodel: Was machen die Gewinnerinnen heute?

Als Heidi Klum fragte, welche der Teilnehmerinnen bereit wäre, sich verändern zu lassen, meldete sich nur Amelie. Zur Überraschung aller hat die 16-Jährige kein Problem damit, sich eine Glatze schneiden zu lassen. Kurze Zeit später realisiert das junge Mädchen, dass sie schon am nächsten Tag als haarloses Model von Folge zu Folge catwalken könnte. Die Konsequenz: Sie rudert zurück und bricht auf dem Stuhl im Friseursalon in Tränen aus. Eine Fotomontage zeigt uns Zuschauern, wie Amelie mit Glatze aussehen könnte. Und tatsächlich: Schön ist das nicht. Heidi Klum hat Erbarmen und lässt der etwas naiven Träumerin ihr jahrelang gepflegtes Haar.

Sarah «schimpft wie ein Rohrspatz», wie Heidi Klum bemerkt. Auch ihre Haare sollen fallen, doch Sarah ist nicht bereit dazu. Und überhaupt fällt die kaltschnäuzige Kandidatin unangenehm auf und zieht bei einem Fotoshooting den Unmut ihrer Konkurrentinnen auf sich. Zu viert stehen sie in einer Telefonzelle, jede der jungen Frauen soll sich nach Möglichkeit einmal gut sichtbar in den Vordergrund kämpfen, damit der Fotograf ein Foto machen kann. Hier und da bricht Chaos aus, Heidis Mädchen zerren sich an den Haaren und kratzen sich. Die größte Aufmerksamkeit versucht Sarah auf sich zu ziehen. Immer wieder drückt sie sich an ihren Konkurrentinnen vorbei - ohne Rücksicht auf deren zarte Modelhaut.

Mit Spitzenkleid im Gotteshaus

Ob mit oder ohne Gottes Segen: Später kam es noch zu einem Fotoshooting in einer Kirche. Alle Möchtegern-Models trugen erotische Spitzenkleidchen. Nur eine wollte wieder nicht: Sarah. Weil sie von einer erzkatholischen Schule kommt und dort für Germany's Next Topmodel nur zu pausieren scheint, will sie nicht unangenehm auffallen. Die übrigen Kandidatinnen stellen sich der Aufgabe. Und Sarah? Die wird von ProSieben zur neuen Zicke aufgebaut. Das Potenzial dafür scheint die 19-Jährige zu haben.

Natürlich gab es beim Friseurbesuch zahlreiche optische Veränderungen: Die Auffälligste musste Sihe über sich ergehen lassen. Der Asiatin wurde das lange schwarze Haar gekürzt und blondiert. Am Ende erhielt die junge Frau einen Bob, der zwar gewöhnungsbedürftig aussieht, aber zumindest bei ihren Konkurrentinnen positives Erstaunen hervorrief: «Du bist ein Hinkucker!»

Kurz bevor die Nachwuchsmodels den Mittelgang der Kirche in einem Spitzenkleidchen ablaufen mussten, bekamen sie noch einmal ein Lauftraining von Jorge Gonzalez spendiert. In gebrochenem Deutsch urteilte dieser jedoch deutlich wütend in die Kamera: «Die Chicas sind gelaufen wie eine Beerdigung.»

Heidi und das Problem Pubertät

Die neuen Jury-Kollegen von Heidi Klum blieben erstaunlich blass. Den beiden Thomassen fehlen noch der Witz und die Lockerheit ihrer Vorgänger Peyman Amin und Rolf Scheider. Aber auch das kann sich noch ändern, die Staffel ist schließlich noch lang.

Und sonst? Eine Kandidatin, Jil, steckt gerade in einer der schlimmsten Phasen der Pubertät. Im Gesicht ein Wirrwarr von Pickeln, Heidi Klum jedenfalls ist entsetzt. Dass sie selbst auch mal welche hatte, sollte ihr vielleicht noch mal jemand ins Gedächtnis rufen. Nach Hause geschickt wurde immerhin eine Kandidatin. Nur die Begründung dürfte manchen Zuschauer überrascht haben: Mit ihren 16 Jahren war sie der Jury zu jung. Ginge es danach, hätten eigentlich noch einige andere potenzielle Nachwuchsmodels die Koffer packen müssen. 

Sehen Sie die ganze Germany's-Next-Topmodel-Folge auf ProSieben.de. 

kas/cvd/reu/news.de

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