Megan Fox Der Hingucker

Von news.de-Redakteur Cord Krüger
Wenn Pro7 heute Abend die Transformers entfesselt und verwandlungsfähige Riesenroboter ganze Städte in Schutt und Asche legen, gibt es auch abseits der fulminanten Action einen Grund zum Einschalten. Das Effektspektakel machte Megan Fox zum Star und zu einer der begehrtesten Frauen der Welt.

Es ist eine dieser Pointen, wie sie nur Hollywood erzählen kann. Ein Film über die Raufereien turmhoher Roboter macht zwei praktisch unbekannte Darsteller über Nacht weltberühmt. Mit Shia LaBeouf als etwas linkischem Sympathieträger konnte sich das Publikum von Transformers identifizieren, Megan Fox schmachtete es an. Diese Mischung spielte in zwei Filmen weltweit fast anderthalb Milliarden Dollar ein.

Die Materialschlachten zeigten kämpfende Maschinen, schwelgten in nie gesehenen Spezialeffekten und feierten die Liebe junger Männer zu ihren Autos. Doch die wahre Aufmerksamkeit von Michael Bays Kamera galt stets nur einer: Megan Fox. Kein Mensch kann sich auch nur an einen ihrer Rollennamen erinnern, das Bild hingegen, wie sie sich knapp bekleidet über eine geöffnete Motorhaube beugt, das ist bei allen hängen geblieben.

Das Phänomen Megan Fox

2010 war sie als schlechteste Darstellerin für Jennifer's Body und Transformers – die Rache für eine Goldene Himbeere nominiert – und gewann im gleichen Jahr für beide Filme Teen Choice Awards. Als Schauspielerin mag Megan ein Leichtgewicht sein, als rassige Südstaatenschönheit wurde sie zum Weltstar. Keine Liste der schönsten Frauen des Planeten kam in den letzten Jahren ohne sie aus; bei der Suchmaschine Yahoo war Fox 2010 der am siebthäufigsten eingetippte Suchbegriff.

Dass der Status eines weltweiten Sexsymbols auch seine Schattenseiten hat, musste Megan Fox in letzter Zeit erfahren. Ihre Position im Filmgeschäft bezeichnete sie 2009 als «Produkt mit Brüsten». Mit diesem Bild gebrochen hat sie bislang nicht, daraus in Hollywood Kapital zu schlagen, scheint ihr allerdings ebenfalls zunehmend schwer zu fallen.

Megan Fox
Immer eine Augenweide


Die Rolle als neue Lara Croft lehnte sie ab, ihr Comicwestern Jonah Hex war künstlerisch wie kommerziell ein Desaster und auch der Teeniehorrorstreifen Jennifer's Body blieb hinter den Erwartungen zurück. Man sieht sie gerne an, wegen ihr ins Kino geht man aber nicht unbedingt.

«Unfreundliche Zicke»

Auch im dritten Transformers-Spektakel wird Fox als Hingucker Mikaela Banes nicht mehr dabei sein. Unterwäschemodel Rosie Huntington-Whiteley übernimmt den Part an Shia LaBeoufs Seite. Ob Fox kündigte oder gefeuert wurde, ist unklar. Dass sie Regisseur Bay in einem Interview wegen dessen despotischer Arbeitsweise mit Hitler verglichen haben soll, dürfte ihrem erneuten Engagement in dem Blockbuster ebenso wenig zuträglich gewesen sein wie ein angeblicher offener Brief, in dem die Filmcrew Fox als «undankbare, klassenlose, schamlose und unglaublich unfreundliche Zicke» bezeichnete.

Als Liebling der Klatsch- und Modefotografen mag ihre Popularität ungebrochen sein. Als Schauspielerin steht sie womöglich gerade am Scheideweg. Gerade dreht sie die Komödie Friends With Kids mit Jon Hamm (Mad Men) und Edward Burns (27 Dresses). Es könnte ein entscheidender Film für Megan Fox werden.

Titel: Transformers
Regie: Michael Bay
Darsteller: Shia LaBeouf, Megan Fox, Josh Duhamel, Jon Voight, John Turturro und andere
Sendetermin: Sonntag, 6. März, 20.15 Uhr, Pro7

sua/news.de

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