Dschungelcamp Tag 5
«Walter» √ľbernimmt das Kommando

Sarah h√§lt mal ihre Klappe, die ehemalige Hinter-Gittern-Insassin Katy wird «herrscherisch», Peer und Mathieu gucken zu, wie Jay und Indira zarte Bande kn√ľpfen. Am f√ľnften Tag des Camps hat RTL den Charme eines √∂ffentlich-rechtlichen Senders.

Ist «Walter» aus dem Frauenknast zur√ľck? Katy Karrenbauer ist Teamchefin und l√§sst das die anderen auch sp√ľren. Bild: RTL

Sarah Knappik hat seit drei Tagen einen eigenen Eintrag bei Wikipedia. Der hat wiederum bereits einen L√∂schantrag - wegen Irrelevanz. Und auch RTL scheint die Zuschauer vorerst mit Sarah verschonen zu wollen. War der Fokus der vergangenen Folgen auf die 24-J√§hrige gelegt, zeigten die Autoren der Sendung am f√ľnften Tag des Dschungelcamps auch die Erlebnisse der anderen.

«Die ersten Zuschauer rufen schon an und fragen, wann die anderen zehn Camper in den Dschungel einziehen», witzelt Moderatorin Sonja Zietlow, noch bevor Katy Karrenbauer, Ex-Hinter-Gittern-Darstellerin, Teamchefin wird. Kaum ein klein wenig mit Macht ausstaffiert, blitzt in Mimik und Tonfall die Reinkarnation ihrer Knastrolle «Walter» auf. Gerade hatte Katy noch Sarah und Thomas auf den Mund gek√ľsst und Gitta im Wasser schweben lassen, schon findet Eva, dass die Schauspielerin eher «der herrscherische und brutale Typ» sei.

FOTOS: Dschungelcamp Versöhnung im Urwald

Katy kann aber auch endlich ihre Pleitegeschichte loswerden. Peer hört sich an, wie die 48-Jährige zwei Millionen Mark durch die Investition in eine Halle versenkte. Im vergangenen Jahr sei sie sogar Hartz-IV-Empfängerin gewesen. Das größte Übel dabei? Von den anderen Armen auf dem Amt erkannt zu werden.

Die Moderatoren zelebrieren √úberlegenheit

Sonja Zietlow und Dirk Bach ulken auf einer Metaebene, die im Fernsehkosmos sonst nicht auffindbar ist. Sie machen sich auf clevere (andere m√∂gen sagen nervige) Art und Weise √ľber die Grundfesten ihres eigenen Produkts lustig und stellen damit auch die eigene Einladepraxis in den Dschungel in Frage.

Und so leitet Sonja Zietlow das z√§rtliche Gepl√§nkel zwischen den Castingband-Sternchen Indira und Jay mit den Worten ein: «Viele Zuschauer werden sich fragen: Woher kenne ich die nochmal nicht? Wo habe ich die bisher noch nie gesehen?» Als beide die ersten Nummer-eins-Hits ihrer jeweiligen Bands Bro'sis und US5 anstimmen, tun wenigsten Peer Kusmagk und Thomas Rupprath so, als h√§tten sie die Songs schonmal im Radio geh√∂rt.

VIDEO: Ab in den Dschungel!
Video: pfj/news.de/Unitec

«Indira kommt auch aus einer mediengesteuerten Band. Das verbindet», philosophiert Jay. Wenn Mediensteuerung das Kriterium ist, m√ľsste er sich mit allen Campinsassen blendend verstehen. «Wir haben hier Megastars im Camp», kommentiert Peer Jays Groupiegeschichten. Als nach dem gemeinsamen Planschen unterm campeigenen Wasserfall Indira Jay zus√§tzlich best√§tigt: «Du bist echt nicht so doof, wie du aussiehst», scheint die Dschungelwelt in Ordnung.

Rainer gönnt Sarah die Schlangen nicht

Pl√∂tzlich kommt doch wieder Sarah ins Spiel. Da war doch noch was … Ach ja, die Dschungelpr√ľfung. Bevor sie ins «Boot des Grauens» steigt, vers√∂hnt sie sich unspektakul√§r mit ihren Mitbewohnern. Danach steigt sie ohne viel Federlesens in ein Boot und sammelt ohne Ekelgeschrei Schlangen ein.

Am Ende stehen neun Sterne und ein unbefriedigter Rainer Langhans. «Es ist nicht befriedigend f√ľr uns gewesen, dass sie mit so einer leichten Pr√ľfung davonkommt», sagt der Ex-Kommunarde. Kein Wunder, dass er sich auch nicht f√ľr Sarahs spontanen Deutschrapauftritt interessiert. Darin verwurstet die M√∂chtegern-Hiphopperin √ľbrigens verbalgrafisch detailliert einen Einlauf, den sie von Camparzt Dr. Bob gegen die Verstopfung bekommen hat.

Trotzdem: Soweit, so langweilig. Es f√§llt einzig auf, dass RTL 50 Minuten wartet, bis der einzige kurze Werbeblock der Sendung geschaltet wird. Ansonsten war das Dschungelcamp am Tag f√ľnf sowohl werbe- wie spannungsfrei. Liebes RTL, den Job der √Ėffentlich-Rechtlichen machen die √Ėffentlich-Rechtlichen schon selbst!

Dass wir beim Privatfernsehen sind, merkt man sp√§testens beim Voting, wer in die n√§chste Dschungelpr√ľfung muss. So grausam k√∂nnen nur privatfernsehenkonditionierte Zuschauer sein: Sarah ist wieder dran, zum vierten Mal. Diesmal zusammen mit Katy. «Wie eine Schwester» sei Katy f√ľr sie, sagt Sarah. Hoffentlich meint sie damit eine b√∂se Stiefschwester, um den Zusehspa√üfaktor zu steigern. F√ľr die privatinsolvente Katy hat √ľbrigens Sonja Zietlow noch schnell was ausgerechnet: «39 Dschungelcamps und dann ist alles wieder drin.»

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cvd/ivb/news.de

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5 Kommentare
  • Einstein

    24.01.2011 12:13

    Antwort auf Kommentar 4

    eher unlustig bis fremdschämen...

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  • jaeand

    20.01.2011 13:28

    +++ In der 22. Staffel der Eurovisions-RTL Show Dschungel-Camp, im mittlerweile leider auch abgeholzten Wald, gibt die 60-J√§hrige Sonja Zietlow -einst Moderatorin der ersten Dschungel-Camp Staffeln und intelligenteste TV-Moderatorin Deutschlands jener Zeit- ihr Comeback im TV. Dirk Bach, ihr Moderatorenkollege aus jenen fr√ľhen Camptagen, verstarb bekanntlich in Staffel 20, w√§hrend einer mi√ügl√ľckten Dschungelpr√ľfung, als eine der Schlangen zur√ľckbiss +++

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  • tennisrastelli

    20.01.2011 07:41

    Antwort auf Kommentar 1 du schreibst schon so pseudointellektuell wie Roger Willemsen spricht. Wer zwingt dich √ľber DC zu lesen bzw. das zu sehen? Ob du es glaubst oder nicht, durch DC hat sich mein Bild von R. Langhans duetlich ge√§ndert.

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