Talk im Ersten «Kannibalisierung» der ARD-Talkshows

Der ZDF-Chefredakteur Peter Frey kritisiert die ARD. Er sieht die Zunahme der Talkshows beim Konkurrenzsender skeptisch. Er glaube nicht an eine friedliche Koexistenz zwischen den einzelnen Sendungen.

Peter Frey kritisiert die ARD (Foto)
ZDF-Chefredakteur Peter Frey Bild: ddp

ZDF-Chefredakteur Peter Frey sieht die Zunahme von Talkshows bei der ARD kritisch. Es gebe das «Risiko einer Kannibalisierung»: «Ich glaube nicht, dass sich G├╝nther Jauch und Frank Plasberg auf eine friedliche Koexistenz verst├Ąndigen, nach dem Motto: Merkel kommt sonntags zu mir, Guttenberg geht montags zu dir», sagte Frey in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Talkshows geh├Ârten zu den Sendungen mit dem ├Ąltesten Zuschauerdurchschnitt, sagte Frey. «Und das an f├╝nf Abenden hintereinander? Das ist waghalsig und kein Schritt in die Zukunft», f├╝gte Frey mit Blick auf den ├Âffentlich-rechtlichen Konkurrenten hinzu. Das ZDF werde sich auf die Talkshow von Maybrit Illner am Donnerstagabend konzentrieren.

F├╝r den geplanten Sendeplatz f├╝r Dokumentationen am Dienstagabend wolle das ZDF ein Label finden - ├Ąhnlich wie Terra X am Sonntagabend. «Ich denke an eine Art «ZDF-Universum», eine «ZDF- Zeit». Ich stelle mir einen Dreiklang aus Rekonstruktion, Expedition und Investigation vor, zu Themen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft», sagte Frey. Das Magazin ZDF.reporter werde es zwar k├╝nftig nicht mehr geben; was in der Redaktion formal entwickelt worden sei, werde sich jedoch in den neuen Reportage- und Dokumentationsstrecken wiederfinden.

pfj/boi/news.de/dpa

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