LaViVe ist komplett Schwach, schwächer, «Popstars»-Finale

LaViVe (Foto)
Vier gewinnt: Katrin wurde als letzte in die Popstars-Band gewählt. Bild: Pro7

Von news.de-Mitarbeiterin Annika Einsle
Die Würfel sind gefallen: Katrin hat als letzte ein Ticket für die neue Popstars-Band bekommen. LaViVe kann nun mit ihrer ersten Single durchstarten. Selten war ein Castingshow-Finale jedoch so langatmig und unspannend.

Entweder-Oder-Tag bei Popstars - Girls Forever: Vier Mädels auf der Bühne - und nur noch ein Platz in der Band. Die Misere des Finales war also perfekt. Drei Stunden Musikmarathon und drei lange Gesichter später war es amtlich: Katrin ist das letzte Bandmitglied von LaViVe. Die diesjährigen Popstars sind komplett.

Die Geburtsstunde der neuen Girlgroup schien die Menschen vor den Bildschirmen jedoch nicht sonderlich zu interessieren. Das Finale verfolgten gerade einmal 2,13 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag damit bei mauen 7,7 Prozent. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen bertrug er immerhin bei 14,5 Prozent. Damit lag er zwar über dem Senderschnitt von knapp zwölf Prozent, aber dennoch unter den Werten der Vorjahre.

Popstars - Girls Forever
LaViVe
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Die Zuschauer hatten das letzte Wort

Und das, obwohl ProSieben nach 108 Casting-Tagen und über 80 Performances im Finale noch mal ganz groß auffuhr. Gleich vier Topacts kündigte Moderatorin Charlotte Engelhardt für die Show an: Den Anfang machte Madcon, die mit ihrem Grand-Prix-Kracher Glow das gesamte Coloneum in Köln inklusive Starchoreograph Detlef D! Soost mitrissen - und den Juror noch vor Showbeginn zum Klamottenwechsel zwangen. Doch die Jury spielte an diesem Abend wieder einmal nur eine untergeordnete Rolle. Schließlich sollten auch beim großen Finale allein die Zuschauer zu Hause entscheiden.

Drei Votingrunden standen an, in denen je ein Mädchen sich von seinem Traum einer Popstars-Karriere verabschieden musste. Den Anfang machte Yonca, die mit ihrer Version von Shakiras Waka Waka wenig überzeugend war. Thomas Steins Reaktion nach den Auftritt: «Waka geschlagen, aber mit dem Gesang war es nicht so.» Und so hieß es für die 22-jährige Studentin direkt nach der ersten Runde: Und tschüss!

Im zweiten Durchlauf musste Pascaline hart einstecken. Bisher hatte sie immer auf hohem Niveau abgeliefert. Im Finale jedoch verließen sie die Nerven, ihre Performances von Bon Jovis Bed Of Roses und Alicia Keys‘ Empire State Of Mind überzeugten weder Jury noch Publikum, und so musste auch sie gehen.

Rothaarig versus blond

Das Finale sollte also zwischen dem frechen Rotschopf Esra und der langbeinigen Blondine Katrin ausgetragen werden. Doch so schnell sollte es nicht gehen. Schließlich mussten drei Stunden Show gefüllt werden - inklusive nerviger Kunstpausen, überstrapazierter Spannungsbögen und: Musik, Musik, Musik. Nena und Heppner präsentierten ihren neuen Song Haus der drei Sonnen, Monrose ihren letzten gemeinsamen Titel Breathe You In, und Ich + Ich gab Hilf mir zum Besten.

Hilf mir dachte sich wohl auch Finalistin Esra. Denn bereits von der ersten Runde an schien klar zu sein, wer es in die Band schaffen würde. Immer wieder betonte die Jury, dass Katrin die größte Stimme habe, am besten mit den anderen Mädels harmoniere und somit folglich in die Band gehöre. Warum also noch weitermachen, dachte sich wohl Esra, deren Laune von Auftritt zu Auftritt unübersehbar sank.

Nachdem die beiden Finalistinnen mit den bereits feststehenden Mitgliedern von LaViVe jeweils den Siegertital No Time For Sleeping gesungen hatten und die letzten Zuschauerstimmen gezählt und notarisch beglaubigt waren, stand um 23.14 Uhr dann auch endlich fest: Esra hat es nicht geschafft, Katrin komplettiert LaViVe. Und alle außer der kleinen Rothaarigen waren außer sich vor Freude. Charlotte Engelhardt räumte die Bühne und LaViVe präsentierte erneut ihren Song. Es wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein.

cvd/reu/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • tootsie
  • Kommentar 1
  • 11.12.2010 10:53

sehr amüsant! ...aber was ist "waka" geschlagen...? :-)

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