Sarah Connor «Karriere ist nicht mehr das, was mich antreibt»

Um Deutschlands erfolgreichste S√§ngerin ist es ruhig geworden. Doch jetzt kommt Sarah Connor als Jurorin der Castingshow X Factor zur√ľck. Vor allem aber m√∂chte die zweifache Mutter zuk√ľnftig ihr Privatleben st√§rker sch√ľtzen. Warum, verr√§t sie im Interview mit news.de.

Sarah Connor ist Jurorin der Castingshow X Factor. Bild: dpa

Castingshows gibt es zuhauf. Deutschland sucht den Superstar (DSDS) ist hierzulande das Maß aller Dinge. International hat sich The X Factor zuletzt hervorgetan. Nun holt der DSDS-Sender RTL zusammen mit der kleineren Schwester Vox das Format nach Deutschland.

In der neuen Castingshow wird nach einem Gesangstalent gesucht. Diese Aufgabe √ľbernimmt die Jury, der Trompeter Till Br√∂nner, Produzent George Glueck und S√§ngerin Sarah Connor angeh√∂ren.

Was reizt Sie an X Factor?

Connor: Ich kann in meinem Kompetenzgebiet agieren. Meinen zugeteilten Talenten Erfahrungswerte vermitteln, ihnen Tipps und Tricks verraten und mich kreativ an ihrer k√ľnstlerischen Entwicklung und Performance beteiligen. Und dann mit dem Ergebnis mit meinen Co-Juroren in den Wettbewerb treten, und die Menschen drau√üen vor den Fernsehern √ľberraschen und hoffentlich √ľberzeugen, dass meine K√ľnstler die besten, spektakul√§rsten und individuellsten Performances bieten.

Schauen Sie selbst gerne Castingshows?

Connor: Ich schaue so gut wie nie Fernsehen. Daher kann ich mir gar keine Meinung erlauben. Der Lieblingssender meiner Kids ist National Geographic Wild. Den gucken wir manchmal am Wochenende nach der Badewanne alle zusammen. Ansonsten gibt's bei uns nur ausgewählte Filme.

X Factor ist eines der erfolgreichsten Musikformate der Welt Рist Deutschland nicht trotzdem langsam gesättigt von den vielen Castingshows?

Connor: Das wird sich zeigen, wenn X Factor auf Sendung geht. Ich bin mir sicher, dass es dieses Konzept so noch nicht gegeben hat und dass es die Menschen begeistern und mitreißen wird.

Castingstars erlangen h√§ufig schnellen Ruhm und verschwinden danach von der Bildfl√§che. Warum ist es trotzdem eine gute Chance f√ľr K√ľnstler, im Musikgesch√§ft Fu√ü zu fassen?

Connor: Davon war und bin ich pers√∂nlich √ľberzeugt. Zumindest von den Formaten, wie wir sie bisher gesehen haben. Auch die schnelle Verpuffung des Ruhmes ist kein Vorwurf, sondern vielmehr eine Tatsache. Die Kandidaten wurden zu durchsichtig gemacht. X Factor ist vom Konzept her ganz anders. Es geht um Musik und Gesang, um Entwicklung und Dokumentation verschiedenster K√ľnstler auf ihrem Weg nach oben. Auch um Erfolg und Niederlage. Aber uns, der Jury, geht es bei dem Coachinggedanken vor allem darum, die Talente nachhaltig aufzubauen und wir werden auch nach Ende der Show Ansprechpartner f√ľr den Gewinner oder die Gewinnerin bleiben.

Sie haben sich relativ jung in den Pophimmel gekämpft. Haben es junge Talente heutzutage einfacher, als Sie es hatten?

Connor: Nein. Ich glaube sogar, das Gegenteil ist der Fall.

Die Jury wird ganz gezielt K√ľnstler coachen. Was geben Sie Ihren Sch√§fchen mit auf den Weg?

Connor: Was man sich bewahren muss, ist Authentizit√§t und die Lust daran, anderen Menschen etwas von seiner Kunst zu schenken. Wenn man auf der B√ľhne vor Publikum steht, muss man seinem Publikum einen Teil der Seele √∂ffnen. Ich performe schlie√ülich nicht f√ľr mich, sondern f√ľr die Menschen, die mich performen sehen wollen.

Begreifen Ihre Kinder, was Mama beruflich macht und wie finden sie es?

Connor: Tyler und Summer wissen zwar ungefähr, was ich mache, aber ich glaube, sie finden das nicht so wahnsinnig spannend. Sie waren schon oft bei meinen Konzerten und sogar beinahe bei der ganzen letzten Tournee dabei. Aber zu Hause haben sie mich nun mal in Jeans und T-Shirt am liebsten. Da bin ich einfach nur ihre Mami.

Ist es f√ľr Sie als Mutter manchmal schwer, Beruf und Karriere unter einen Hut zu bekommen?

Connor: An erster Stelle stehen meine beiden Kinder und erst dann kommt der Beruf. Obwohl ich seit mehr als zehn Jahren diesen Beruf mache, ist er in Promotionphasen noch immer eine organisatorische Herausforderung. Besonders mit Kindern. Gl√ľcklicherweise kann ich mich aber auf eine Handvoll Menschen, die f√ľr meine Kinder und mich vertraute Bezugspersonen sind, tausendprozentig verlassen.

In der Vergangenheit haben wir Sie ständig im Fernsehen gesehen. Mittlerweile ist es um Sie und Ihr Privatleben ruhiger geworden. Warum?

Connor: Die wichtigste Lektion war wohl, mein Privatleben nie wieder so zu teilen, wie ich es in der Vergangenheit getan habe. Denn dadurch blieb kein Raum f√ľr Geheimnisse mehr. Und die sollte nicht nur jede K√ľnstlerin, sondern auch jede Frau haben.

Sie treten gerne inkognito in kleinen Kneipen auf. Was ist daran spannend?

Connor: Ich trete √∂fter heimlich in kleinen Klubs auf, gehe am liebsten im Ausland in Mini-L√§den, wo mich niemand kennt und singe vor einer Handvoll Leute. Das ist meine Schokolade, hier kann ich 100 Prozent Sarah sein, brauche keine k√ľnstlichen Wimpern und keine wilden Outfits.

Sie verhelfen bei X Factor jungen K√ľnstlern zum Erfolg. Was m√∂chten Sie karrieretechnisch noch erreichen?

Connor: Nichts. Karriere ist nicht mehr das, was mich antreibt. Ich bin zufrieden, auf dem Niveau, auf dem ich mich bewege. Ich tue es f√ľr die Musik. F√ľr den Spa√ü, f√ľr die Erfahrung und die Menschen, die es von mir erwarten. Meine Fans. Das Singen ist meine Gabe und ich liebe die Musik. Ich finde, ich bin ein richtiger Gl√ľckspilz. Man kann auch einfach mal nicht mehr wollen.

Die Casting-Show X Factor beginnt mit einem Doppelschlag am 20. und 21. August (jeweils 20.15 Uhr) auf RTL, um das Format vor m√∂glichst gro√üem Publikum einzuf√ľhren. Danach wird der Schwestersender Vox immer dienstags um 20.15 Uhr zeigen, wie die Jury die Kandidaten siebt.

bla/ivb/news.de

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1 Kommentare
  • Ilona Weigt

    21.08.2010 17:28

    Sarah ist f√ľr mich die beste Pops√§ngerin in Deutschland und kann es l√§ssig mit jeder ausl√§ndischen Konkurenz aufnehmen. Ich mag sie sehr und fand es nicht gut,da√ü sie ihr Privatleben so im Fernsehen offenbart hat, das wird sie hoffentlich nie wieder tun.So wie es jetzt ist ist es gut,sie braucht nichts mehr beweisen,sie ist eine hervorragende S√§ngerin.

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