Zum Todestag Der King of Pop kommt zurück

Michael Jackson auf fast allen Kanälen: Am 25. Juni 2009 starb der einstige Megastar. Zahlreiche Fernsehsender lassen ihn nun auferstehen und erinnern an seine großen Hits, sein Leben und Leiden. Einige Rätsel rund um den King of Pop werden trotzdem bleiben.

Michael Jackson (Foto)
Vor einem Jahr starb Michael Jackson: Zum ersten Todestag widmen die TV-Sender dem King of Pop zahlreiche Dokumentationen. Bild: dpa

Genie oder Freak? Der König ist tot. Am 25. Juni 2009 starb Michael Jackson – seelisch und körperlich zerrüttet, medikamentenabhängig. Dass er tatsächlich der King of Pop war, zeigten nicht zuletzt die Reaktionen, die weltweite Anteilnahme und der reißende Plattenabsatz nach seinem Tod. Zum Jahrestag haben sich Filmteams für verschiedene Fernsehsender auf die Spuren des Ausnahmemusikers und -tänzers begeben, der mehr als eine Generation mit seiner Musik und seinem Tanzstil berührte und beeinflusste.

Den Anfang des Dokumentationsreigens macht am 18. Juni um 23.55 Uhr das ZDF mit der Reportage Michael Jackson – King of Pop. Im Untertitel heißt es «Spurensuche mit Markus Lanz in Kalifornien» – und genau darum geht es. Der TV-Moderator war mit seinem Team in dem US-Bundesstaat, um etwas über Jackos Leben zu erfahren. Dazu besuchte er die zentralen Orte im Leben des exzentrischen Künstlers, allen voran die Neverland Ranch, die Michael Jackson mit unzähligen Millionen Dollar zu einem Fantasiereich samt Privatzoo und Vergnügungspark ausbaute und die ihn finanziell an den Rand des Ruins brachte.

Trauer um Michael Jackson: Nicht von dieser Welt

Das filmische Porträt lässt auch Jacksons Karriere Revue passieren – von den Jackson Five über seine künstlerischen Höhepunkte bis zur Ankündigung seines Comebacks wenige Wochen vor seinem Tod. In den 60 Minuten sind Konzertausschnitte, Videoclips und Fernsehauftritte zu sehen. Michael-Jackson-Fans dürften sich vor allem auf bisher unveröffentlichtes Material freuen, so von Jacksons Berlin-Besuch im Jahr 2002 und von einer Geburtstagsparty auf der Neverland-Ranch. Dazu gibt es Interviews mit Weggefährten, Freunden und Bekannten des Stars.

Mit der ZDF-Dokumentation von Markus Lanz eröffnet auch ZDFneo am 20. Juni, 21.55 Uhr, seine Michael-Jackson-Nacht. Direkt im Anschluss, um 22.55 Uhr, zeigt der neue Digitalkanal des ZDF erstmals im öffentlich-rechtlichen Fernsehen das imposante München-Konzert aus dem Jahr 1997, mit dem Michael Jackson während seiner HIStory-Tour das Olympiastadion zum Beben brachte. Vor 70.000 Zuschauern bot der King of Pop seine größten Hits in einer atemberaubenden Live-Bühnenshow, eine Reise durch mehr als 20 Jahre Pop-Geschichte. Im Anschluss an das Konzert (das am 24. Juni um 1.05 Uhr im ZDF wiederholt wird) beleuchtet um 0.30 Uhr die Sendung Kult am Sonntag – Michael Jackson den Werdegang des Musikers.

Am eigentlichen Todestag, dem 25. Juni, sendet das ZDF um 17.45 Uhr ein Leute heute spezial. Moderatorin Karen Webb zeigt, wie Fans, Familie und Freunde den Gedenktag begehen, und blickt auf das Leben des einstigen Megastars und die vielen emotionalen Momente des vergangenen Jahres zurück.

Die ARD legt am 21. Juni, 21 Uhr, nach: Die elfte Staffel der Porträtreihe Legenden startet mit einem 45-minütigen Film über Jackson und verspricht «Enthüllungen über den wahren Grund» der This-is-it-Comeback-Tour. Mit Hilfe von Menschen, die Jackson nahe standen, erzählt der Film, wie aus dem Kinderstar der King of Pop und schließlich ein kranker, medikamentenabhängiger Künstler werden konnte, der an seinen eigenen Ansprüchen zerbrach. Michael Wech hat den Streifen gedreht, den der ehemalige Jackson-Manager Dieter Wiesner trotz Detailkritik lobt: «Im Ausschnitt ist Michael Jackson sehr gut eingefangen.» Allerdings fehle ihm ein wenig das Lockere, Alberne, das Jackson auch ausgezeichnet habe.

Einen «Michael Jackson Day» schiebt ProSieben am 24. Juni ein: Hauptstück ist die Kinodokumentation This Is It von den Proben zur gleichnamigen Comebackshow, die um 20.15 Uhr erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen ist. «Das werden meine letzten Shows sein», kündete der King of Pop damals an. Mit 50 Konzerten wollte er im Sommer 2009 zeigen, was er noch drauf hat. Doch kurz vorm Start der Tour starb er. Wie akribisch Jackson an den Choreographien und Bühnenbildern feilte, zeigt Kenny Ortega in seiner Dokumentation. Dabei greift er auf Material zurück, das für Jacksons Privatarchiv gefilmt wurde. Jackson singt, er tanzt und spricht. Ein besessener Perfektionist an seinem Arbeitsplatz, der Bühne.

Um 22.15 Uhr folgen ein Focus TV Spezial – Die letzten Tage im Leben des King of Pop und die US-Dokumentation Gone To Soon des Journalisten Ian Halperin. Wem das nicht genug ist, der kann bereits am Nachmittag einen am Boden zerstörten Fan begleiten (We are Family, 14 Uhr) und sich im Magazin taff (17 Uhr) über die letzten Wochen im Leben des Stars informieren.

RTL ist mit 100 Prozent Michael Jackson dabei: Die 45-minütige Dokumentation, die am 25. Juni um 23.15 Uhr ausgestrahlt wird, verfolgt Jacksons Werdegang von seinen Kindertagen bis zum weltweiten Ruhm. Living with Michael Jackson heißt ein Special, das der Nachrichtensender N24 am 25. Juni um 22.05 Uhr sendet. Das Special resümiert seine beruflichen und privaten Höhe- und Tiefpunkte. Viel Musik, darunter der sensationelle Videoclip zu Thriller und viele andere Hits, verspricht der Film Michael Jackson – King of Pop, der an seinem Todestag um 0.35 Uhr auf 3Sat gezeigt wird.

Wer Michael Jackson wirklich war, Jahrhundertkünstler oder vereinsamter Psycho-Freak, kann keine dieser Dokumentationen und Sendungen beantworten, obwohl die Kamera teilweise ganz nah dran ist. Leben und Tod des Musikers bleiben weiterhin ein Rätsel.

bla/reu/news.de

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Manuela Degold
  • Kommentar 2
  • 22.06.2010 18:34

Ja,Michael Jackson war außergewöhnlich,außergewöhnliches Talent und außergewöhlich viel Liebe und Güte war in Michael,das er so nach Außen strahlte ,wie es NIE ein andrere tun kann.Man spührt förmlich seine Liebe und Güte.Michael war KEIN FREAK,MIchael tat NIE etwas schlechtes,dafür waren immer die Profitgeier und Lügner zuzständig .Es ging doch immer nur darum soviel wie möglich mit oder über MIchael zu verdienen.Michael wurde was eigendlich jeder Mensch hat genommen,außerdem wurde Michael viel zu viel Leid zugefügt.DAnke an das ZDF Herr Markus Lanz,eine sehr schöne Doku OHNE LÜGEN.

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  • hpklimbim
  • Kommentar 1
  • 18.06.2010 13:51

War da was???

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