«Forsthaus Falkenau» Küblach ist überall

Mehr als 20 Jahre lang hat der Förster der beliebten ZDF-Serie Forsthaus Falkenau seinen Dienst im fiktiven Örtchen Küblach im Bayerischen Wald verrichtet – jetzt zieht es ihn an den Ammersee. Ansonsten bleibt in der 22. Staffel alles beim Alten: Es passiert nicht viel Böses.

«Forsthaus Falkenau» zieht um (Foto)
Schauspieler Hardy Krüger junior und Gisa Zach in Niederpöcking am Starnberger See. Bild: dpa

Licht und Schatten, Gut und Böse, Schutz und Gefahr: Das liegt im Wald dicht nebeneinander. Er ist das Sinnbild einer archaischen Welt, die den Gesetzen der Natur ausgeliefert ist – in der ZDF-Serie Forsthaus Falkenau mit dem Oberförster (Hardy Krüger junior) als Gott. Abenteuer muss er nicht nur in seinem Job, sondern auch als alleinerziehender Vater und als Liebhaber bestehen.

Das ist der Schlüssel für den Erfolg dieser Vorabendserie, die den Generationswechsel nach dem Ausstieg des langjährigen Oberförsters Christian Wolff im Jahr 2006 nahezu unbeschadet überstanden hat. Vermutlich ist es der längste Fortsetzungs-Heimatroman der Welt. Sogar in den Iran und nach China, nach Kanada und in die USA hat das ZDF die Serie exportiert.

Rund fünf Millionen Zuschauer sitzen jeden Freitag um 19.25 Uhr vor der Glotze, wenn der Förster mit seinem Geländewagen durch sein Revier kurvt, um nach dem Rechten zu schauen. Der Erfolg beruht auf einer Mischung aus heiler Welt und «ganz vielen Tiergeschichten», sagt Anja Kronen-Praxl, die Sprecherin der Produktionsfirma. «Das Forsthaus ist eine Familienserie, da passiert nicht viel Böses.»

Die Fans werden der Serie sicher auch erhalten bleiben, wenn der Förster umzieht. Mehr als 20 Jahre lang hat er seinen Dienst im fiktiven Örtchen Küblach im Bayerischen Wald verrichtet - jetzt zieht es ihn an den Ammersee, in das fiktive Dorf Störzing. Doch auch dort bleibt Stefan Leitner seinem Beruf treu und zieht in ein Forsthaus direkt am Wasser. Dadurch soll die Kulisse «einen neuen Look» bekommen, berichtet Kronen-Praxl.

Gedreht werde unter anderem am Starnberger See bei München. «Das neue Forsthaus ist ein Traum», sagt Schauspieler Hardy Krüger junior, der selbst am Starnberger See lebt. «Ich habe noch nie so nah an meinem Arbeitsplatz gewohnt», erzählt der 42-Jährige.

In Störzing bekommt Leitner nicht nur ein neues Revier, sondern soll auch der Leiter eines geplanten Naturparks werden. Für Probleme sorgt dabei die Besitzerin einer Molkerei, die mit diesen Plänen gar nicht einverstanden ist.

Dafür gibt es ein Happy End in der Liebe: Nach ihrer Trennung finden Tierärztin Marie und Leitner wieder zusammen. Wann die 22. Staffel ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest. Die Dreharbeiten laufen noch bis November. Frühestens Anfang 2011 könnten die 15 neuen Folgen nach Angaben der Produktionsfirma über die Bildschirme flimmern.

Ob er der Serie genauso lange erhalten bleibt wie sein Vorgänger, weiß Hardy Krüger junior noch nicht so genau. Fast 18 Jahre lang hatte Christian Wolff den Förster Martin Rombach verkörpert. «Man darf nicht stagnieren», sagt Krüger. «Ich könnte nie für immer an einem Ort sein.» Momentan laufe aber alles «so gut, dass es keinen Grund gibt, nicht weiterzumachen.»

Forsthaus Falkenau, freitags, 19.25 Uhr, ZDF.

car/ivb/news.de/dpa

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