«Bauer sucht Frau» «Hallo Frauen, ich bin der Heinrich»

Schäfer Heinrich, Ziegenwilli oder Narumol haben sich schon verliebt. Gemeinsam mit Inka Bause ziehen nun 13 neue Singlefarmer und eine Bäuerin aus, um Kult zu werden. Zu verdanken haben das die spröden Gesellen den Autoren der Sendung.

Schäfer Heinrich (Foto)
Schäfer Heinrich hat Glück mit Schafen. Bei Frauen klappt's noch nicht so. Bild: RTL/Stefan Gregorowius

Zwei Frauen haben bereits Reißaus vor Bauer Heinrich genommen. Auch durch die Diskothekenauftritte mit dem Schäferlied konnte der Sauerländer die große Liebe nicht herbeisingen. Mit Melanie soll nun alles anders werden. Durch seinen jungfräulich-grobmotorischen Charme und den Aufruf «Hallo Frauen, ich bin der Heinrich und suche nun endgültig die passende Frau» hat er die mittlerweile dritte Dame auf seinem Hof. Die von RTL als «patente» oder wahlweise «aufgeregte Raumpflegerin» betitelte Melanie will sich dann auch gleich mit Wurstgulasch in sein Herz kochen. Der quotenträchtige Dauerbezirzer Heinrich ist seit zwei Jahren Gast bei Bauer sucht Frau.

Und auch sonst wird in der sechsten Staffel, die RTL mit einer Spezial-Vorstellungs-Sendung einläutet, nach altem Rezept verfahren. 13 Bauern und eine Bäuerin werden in Szene gesetzt und von den Autoren der Sendung mehr oder weniger gemäß ihrer Attribute betitelt.

Marktgleich werden sie im Staffelauftakt angepriesen. Da geht der muntere Milchbauer Volker mit dem Hund am Strand spazieren und beschreibt seine Traumfrau als schlank und sportlich. Der 60-jährige einsame Kleinbauer Norbert fährt Fahrrad und stellt klar, wie wichtig ihm die Landwirtschaft ist: «Mit Tieren mag ich.» Der junge Rinderwirt Lukas wundert sich selbst, warum er keine Partnerin hat, denn er verstehe sie doch, die Frauen. «Das mögen Frauen ganz gerne, wenn ein Mann zuhört und nicht immer dazwischenredet», sagt der 21-Jährige.

Dann sind da noch der gemütliche Gemüsebauer, der ehrliche Schäfer und der lustige Ackerbauer, der mit seinen 48 Jahren noch nie eine Freundin hatte. «Mein Liebesleben hat nicht stattgefunden», gibt er unumwunden zu. Eine Mischung aus Mitleid und Kitsch soll die Frauen ans Telefon locken, um sich um die Gunst der Bauern zu bewerben.

Die ländlichen Accessoires in den Einspielfilmen sind Trecker und Löwenzahn. Ersterer um zu zeigen, dass es sich hier um seriöse Vertreter ihrer Zunft handelt, die mit großem Gerät umgehen können. Die Blüte, in der Hand gedreht oder in den Bach geworfen, symbolisiert, untermalt durchs Starren in die Ferne, die Einsamkeit und Sehnsucht. Der schüchterne Schwabe Martin hält, während er seinen Aufruf startet, ein Huhn im Arm, der rüstige Hühnerwirt Gerhard ein Lamm. Löwenzahn kommt dennoch zum Einsatz.

Die einzige Frau im Bunde der Singlefarmer, Kuhbäuerin Karina aus der Eifel, stellt ebenso klar, worum es in ihrem Leben geht: «An meinem Beruf mag ich am liebsten die Kühe.» Die flotte Pfälzerin lässt die Zuschauer dann noch wissen, wie ihr potenzieller Partner sein soll: groß, kräftig und mit vollem Haar.

«Ein tolles Geschenk vom Herrgott»

Und dann werden auch die bisherigen Kuppelerfolge des Quotendauerbrenners gezeigt. Bauer Bruno umsorgt seine Anja, die er im vergangenen Jahr geheiratet hat. Josef kocht für die Thailänderin Narumol zum ersten Mal Weißwürste. «Narumol ist ein tolles Geschenk vom Herrgott», lässt man den «frommen Bayern» sagen. Die beiden verbindet scheinbar nicht nur die Tatsache, dass RTL sie untertitelt.

Jürgen und seine Julia können bereits ihren sieben Monate alten Sohn in den Armen halten. Auch der Ackerbauer kocht im Auftrag des Fernsehens zum ersten Mal für seine Auserwählte - Kartoffeln und Tiefkühl-Hühnerfrikassee. «Kochen ist ja Schwerstarbeit», muss Jürgen dann feststellen.

So schnell die etwas dröge Vorstellungsrunde bei Bauer sucht Frau vorbei ist, so gespannt werden die Zuschauer auf die folgenden Sendungen seien. Denn erst wenn die Frauen auf den munteren Milchbauern, den feschen Friesen und den herzlichen Hessen losgelassen werden, entwickeln sich Geschichten, wie sie nur Fernsehautoren und vielleicht auch ein bisschen das Leben schreiben können.

Das Wurstgulasch war übrigens ein Erfolg. Heinrich hat Melanie einen verstohlenen Schmatz auf die Lippen gedrückt. «Ich denke schon, dass wir in Zukunft öfter küssen werden», sagt sie. Vielleicht gibt’s ja im dritten Anlauf ein Happy End für den Schäfer. Für RTL steht das gute Ende außer Frage.

Die sechste Staffel von Bauer sucht Frau startet im Herbst 2010 auf RTL; der Sendetermin steht noch nicht fest.

cvd/ivb/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • zuschauer gerda
  • Kommentar 1
  • 22.07.2010 12:21

Heinrich schafft es nicht, eine Frau zu bekommen. Er ist ein unerfahrener Macho. Die Mutter hat sich ja mit Melanie gut verstanden, wie man sah, aber leider reicht es nicht. Er muß Feuer und Flamme für eine Frau sein und nicht denken: Laß mal kommen.

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