Transsexualität Ein Leben im falschen Körper

Sie fühlen sich männlich, kamen aber als Mädchen auf die Weit, epfinden als Mann, stecken aber im falschen Körper. Eine Vox-Doku schilderte Lebenwege von Transsexuellen wir Balian Buschbaum, der früher deutsche Meisterin im Stabhochsprung war.

Balian Buschbaum (Foto)
Der 29-jährige Balian Buschbaum veröffentlichte vor wenigen Wochen seine Biografie: Blaue Augen bleiben blau - Mein Leben. Ende 2007 hatte sich die ehemalige deutsche Meisterin im Stabhochsprung geoutet. Danach beendete sie ihre sportliche Karriere und be Bild: Vox

Sie werden oft mit Transvestiten und Drag Queens verwechselt, die aus Spaß und Neigung mit Geschlechterrollen spielen und sich kosmetisch sowie textil verwandeln. Doch für Transsexuelle ist die Geschlechteridentität kein Spiel, sondern häufig bitterer Ernst.

Menschen, die unter einer sogenannten Geschlechtsidentitätsstörung leiden, empfinden sich als Mann, obwohl sie als Frau geboren wurden, oder fühlen sich weiblich, stecken aber in einem männlichen Körper. Der Privatsender Vox widmet diesem Phänomen am 15. Mai von 20.15 Uhr an die 230 Minuten lange Dokumentation Endlich Ich - Der richtige Körper für mein Leben.

50.000 Transsexuelle leben Vox zufolge mindestens in Deutschland, das ist die offizielle Zahl. Weit mehr dürften es aber in Wirklichkeit sein, denn viele Betroffene geben ihre innersten Gefühlen nicht preis - keinem Arzt, keinem Freund, keinem Verwandten. Sie leben weiter ihr Leben in einem falschen Körper.

Anders bei Leo, 15 Jahre alt, aus der Nähe von Salzgitter: Als Mädchen geboren gibt es nur einen Wunsch für Leo - endlich ein Junge zu sein. Dazu wird Leo im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf mit männlichen Hormonen behandelt, bereits seit einem Jahr. Vox zeigt, wie Leo und Leos Familie mit der Therapie umgehen.

Balian Buschbaum hat den Schritt der Geschlechtsumwandlung bereits hinter sich. Der 29-jährige Mann hat vor kurzem seine Biografie veröffentlicht - Titel: Blaue Augen bleiben blau. Darin beschreibt er seinen Weg von der Frau zum Mann. Als Yvonne Buschbaum gewann (damals noch) sie die deutsche Meisterschaft im Stabhochsprung. Ende 2007 erklärte sie ihre Transsexualität öffentlich, beendete die sportliche Karriere und begann eine Hormontherapie. «Diese Erfahrung der Freiheit war einzigartig, und ich hatte das Gefühl, endlich bei mir und in mir angekommen zu sein», sagt Balian jetzt.

Die Dokumentation geht auch zurück zu den Anfängen der Therapie Transsexueller: Bereits in den 1950er Jahren wurden die Transgender, wie Transsexuelle auch genannt werden, mit Hormonen behandelt; der US-Soldat George Jorgensen ließ sich operieren, wurde damit zu Christine Jorgensen - eine Geschichte, die um die Welt ging.

Endlich Ich - der richtige Körper für mein Leben, 15. Mai, 20.15 Uhr, Vox

car/news.de/dpa

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Felix Kroll
  • Kommentar 3
  • 16.05.2010 02:31

Fortsetzung zu K2: Die Genesis der Bibel berichtet nur von dem zeitlichen Ablauf der Schöpfung absolut korrekt. Das ¨wie¨ ist nicht in der Bibel, sondern im ¨Popol Vuh¨der INCAS ziemlich genau beschrieben worden. Es musste immer wieder neu begonnen werden, einen Menschen zu schöpfen, der allen Wünschen des Schöpfers entsprach. Der Adam war endlich gelungen, weil er die Grundvorraussetzung erfüllte, seinem Schöpfer zu danken und ihn zu loben. Das soll auch so sein.

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  • Felix Kroll
  • Kommentar 2
  • 16.05.2010 01:54

Wie sollen sich denn die Menschen zu Adams Zeiten fortgepflanzt haben, bevor es die Eva gab? Diese sogenannten ¨Transsexuellen" Menschen sind ein uebrig gebliebener Teil dieser Generation. Die Evolution hat nicht alles auf einmal verändert. Es gab immer Zwischenstadien über lange Zeiträume. So hat sich Adam zum Beispiel aus Molusken entwickelt die man auch heute noch findet. Mit Kopf, Augen und Schnabel. Deren Vorfahren wiederum waren gleichgeschlechtliche Meeresbewohner wie Seesterne bis zurück zum Einzeller. Also kein Grund zur Besorgnis für alle diese Exoten.

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  • Kommentar 1
  • 15.05.2010 20:10

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