Eurovision Song Contest Knackt Lena die Top Ten?

Lena Meyer-Landrut ist Deutschlands «Star für Oslo» (Foto)
Die Anlagen sind da: Ein Experte meint, Lena könnte die Top Ten des Eurovision Song Contest knacken. Bild: dpa

Schafft sie, was nur Schlagersängerin Nicole vor ihr gelang? Grandprix-Experte Irving Wolther bescheinigt Lena Meyer-Landruth gute Bühnenpräsenz und das Talent, sich zu präsentieren. Das könnten entscheidende Faktoren beim Eurovision Song Contest sein.

Der Grand-Prix-Experte Irving Wolther sieht für Deutschland mit Lena Meyer-Landrut gute Chancen auf eine Platzierung in Oslo unter den besten Zehn. Beim Finale des Eurovision Song Contest komme es vor allem darauf an, in Erinnerung zu bleiben, sagte Wolther. Die 18-jährige Meyer-Landrut habe dafür beste Voraussetzungen mit ihrem «eigenständigen Charakter, mit ihrer so ungewöhnlichen Stimme und ihrer Bühnenpräsenz». Sie sei von der ersten Folge der Castingsendung «Unser Star für Oslo» auch seine Favoritin gewesen. Der Titel Satellite im Stile eines britischen Popsongs, den das TV-Publikum für sie gewählt hat, stehe ihr «vorzüglich zu Gesicht».

Wolther, der den Großteil der übrigen europäischen Beiträge für den Eurovision Song Contest im Mai kennt, sagte: «Der deutsche Beitrag hebt sich da sehr positiv ab.» Bei der Platzierung spielten aber immer auch Faktoren wie die Auslosung des Startplatzes eine Rolle und die Frage, welche Songs im Umfeld des deutschen Beitrags präsentiert würden.

Eurovision Song Contest
Lena ist unser Star für Oslo
Unser Star für Oslo Lena Meyer-Landrut Jennifer Braun (Foto) Zur Fotostrecke

Meyer-Landrut hatte sich am Freitagabend im Finale des deutschen Vorentscheids gegen die ebenfalls erst 18 Jahre alte Jennifer Braun aus Hessen durchgesetzt. Nach gängigen Maßstäben habe Braun zwar die bessere gesangliche Leistung geboten. «Es geht aber nicht nur darum, gut zu singen, sondern eher eigenständig zu präsentieren». Dies sei Lena am besten gelungen. Der Song Satellite sei eine «erfrischende Abwechslung» nach den «stark amerikanisierten Beiträgen», mit denen Deutschland in den vergangenen Jahren an den Start gegangen sei.

Für ein «spannendes Lied» hält Wolther auch den diesjährigen russischen Beitrag des Sängers Peter Nalitch. Dieser war über das Videoportal YouTube bekannt geworden. Wolther ist Autor des Buchs Kampf der Kulturen - Der Eurovision Song Contest als Mittel national-kultureller Repräsentation.

Unser Star für Oslo
Ein Format, das Spaß und Hoffnung macht
Video: news.de

cvd/hav/news.de/ddp

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