news.de-Fern-Seher Die Nacht der Nächte

Diese Woche steht ganz im Zeichen wichtiger Preisverleihungen. In Berlin wird am Samstag der Musikpreis Echo vergeben. Und am Sonntag fiebert ganz Hollywod den Oscars entgegen. Wie an jedem Freitag präsentiert news.de die Höhepunkte der Fernsehwoche.

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Die TV-Höhepunkte der Woche - jeden Freitag frisch im News.de-Fern-Seher. Bild: news.de

Passend zum momentanen karnevalesken Ausnahmezustand zeigt Vox am Freitag (20.15 Uhr) die beschwingte Komödie In den Schuhen meiner Schwester. Maggie (Cameron Diaz) springt als dreistes Partyluder von Bett zu Bett, ihre Schwester Rose (Toni Collette) bastelt dagegen an ihrer Karriere und verpasst dabei das Leben. Erst als Maggie mit Roses Liebhaber schläft, wacht diese auf. Regisseur Curtis Hansons zeigt das Duell und die Wiederannäherung der beiden ungleichen Schwestern mit viel Feingefühl und Sinn für Selbstironie. Am Ende wartet dann die Moralkeule auf den Zuschauer - der einzige wahre Schwachpunkt eines sonst sehr sehenswerten Films.

Eine Show der Superlative erwartet den Zuschauer am Samstag. Die ARD überträgt ab 20.15 Uhr die Vergabe des Musikpreises Echo. Barbara Schöneberger und Oliver Pocher führen als Moderatoren durch die Veranstaltung in der restlos ausverkauften O2 Arena in Berlin. Die Riege der musikalischen Stars kann sich sehen lassen: Die irischen Stadionrocker U2 treffen auf Katy Perry. Amy MacDonald hat eine Begegnung der dritten Art mit Udo Lindenberg. Und Coldplay dürfen sich darüber hinwegtrösten, dass sie bei den Brit Awards vor wenigen Tagen leer ausgingen.

Am Sonntag blickt die filminteressierte Welt nach Los Angeles. Im Kodak Theatre moderiert Hugh Jackman die Oscar-Gala. Ab 1 Uhr nachts lädt Annemarie Warnkross bei Pro Sieben zum Oscar-Countdown und wartet am roten Teppich auf die geballte Hollywood-Starpower. Die eigentliche Zeremonie startet dann um 2 Uhr. Wer nicht so lange aufbleiben kann, sollte sich wenigstens mit dem oscargekrönten Drama Brokeback Mountain (Pro Sieben, 20.15 Uhr) trösten. Heath Ledger (posthum für einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert) und Jake Gyllenhaal spielen zwei Cowboys, die ihre Gefühle füreinander entdecken. Ang Lees Film gehört zu den Kino-Meisterwerken, die man unbedingt gesehen haben sollte.

Völlig überdreht und dennoch höchst unterhaltsam ist Jennifer Garner in dem Komödienklamauk 30 über Nacht ( Montag, 20.15 Uhr, Sat1). Das 13-jährige Mauerblümchen Jenna erwacht eines Morgens im Körper einer dreißigjährigen Frau. Jennifer Garner erhält in dem Ulk reichlich Gelegenheit, ihr humoristisches Potenzial auszuspielen.

Mit reichlich Süßstoff angereichert ist die Sat1-Romanze Claudia - Das Mädchen von Kasse 1 (Dienstag, 20.15 Uhr, Sat1). Supermarktkassiererin Claudia (Sophia Schütt) versauert in einem Einkaufszentrum und schreibt sich den Frust in ihren Tagebüchern von der Seele. Eines Tages begegnet sie ihrer Jugendliebe Martin (Ralf Bauer) wieder, einem abgehalfterten Sänger. Klar, dass es zwischen den beiden vom Leben Vernachlässigten funkt. Trotz der üblichen Romantikklischees darf man sich an dieser Kasse aber getrost anstellen.

Am Mittwoch werden Fußballbegeisterte den Auftritt der Münchner Bayern in der Champions League bei Sat1 (20.15 Uhr) nicht verpassen wollen. In Portugal gastiert der deutsche Rekordmeister bei Sporting Lissabon, einem Gegner, der den Bayern liegt. Bereits vor zwei Jahren trafen beide Mannschaften an gleicher Stelle aufeinander. Die Münchner siegten mit 1:0. Als Alternative empfiehlt sich die TV-Satire Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno (ARD, 20.15 Uhr). Regisseur Xaver Schwarzenberger präsentiert eine ironisch gebrochene Sicht auf die Geschehnisse um den nach Bayern eingewanderten Problembären Bruno, der im Sommer 2006 den damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zu verbalen Höchstleistungen animierte.

Mit einem Klassiker geht am Donnerstag die Fernsehwoche zu Ende. The Green Mile nach dem Roman von Stephen King zählt zu den Filmen, die fast jeder schon gesehen haben dürfte. Trotzdem beeindruckt das Knastdama um einen Gefängniswärter (Tom Hanks) und einen mit einer ganz speziellen Begabung ausgezeichneten angeblichen Vergewaltiger (Michael Clarke Duncan) immer wieder.

ruk

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