«Germany's Next Topmodel» Das Camp der Leiden hat wieder geöffnet

«Germany's Next Topmodel» geht in die vierte Runde (Foto)
Heidi Klum (M), Barbara Meier (2.v.r), Jennifer Hof, (2.v.l) sowie die Jurymitglieder Rolf Scheider (l) und Peyman Amin. Bild: dpa

21.000 Mädchen haben sich beworben, 2400 wurden bei Castings begutachtet, doch nur eine der Schönheiten kann «Germany's Next Topmodel» werden. Ab Donnerstag zeigt Pro Sieben die vierte Staffel der Show. Die Siegerinnen der Vorjahre sind gut im Geschäft.

Am Ende wird Heidi Klum wieder mit schriller Stimme den Namen einer jungen Frau verkünden, den heute noch keiner kennt. Dann wird wieder ein schönes Mädchen mit langen Beinen und Kleidergröße 34/36 seine zitternden, wohlmanikürten Hände vors Gesicht schlagen, fassungslos den Kopf schütteln und wahrscheinlich vor Freude weinen. Ob sich nach zwei Blondinen und einem Rotschopf nun einmal eine Dunkelhaarige als Germany's next Topmodel durchsetzen wird, ist eigentlich die einzige offene Frage.

Doch wie die neue Staffel der Pro Sieben-Casting-Show, die an diesem Donnerstag (20.15 Uhr) startet, ausgeht, ist Nebensache. Der Weg ist das Ziel, die Fangemeinde hofft ungeduldig auf Zickenkrieg, Tränen und den inzwischen vielzitierten Satz: «Ich habe leider kein Foto für dich.»

Die vierte Runde der Model-Show soll noch härter werden, hat Jurychefin Klum bei der Präsentation in München gesagt. «Wir machen natürlich die allerhärtesten Sachen mit den Mädchen. Es wird nicht so einfach für sie sein.» Aber was kann noch kommen nach Fotoshootings mit Affen, Vogelspinnen und einem toten Tintenfisch? Was könnte den tränenreichen Abschied von Sarah und Gina Lisa toppen oder Giseles Anschlag auf die australische Kakerlaken-Population? Pro Sieben hält sich da noch bedeckt. «Shootings, Catwalks, Castings und Challenges» hätten die Jurymitglieder Klum, Peyman Amin und Rolf Scheider sich ausgedacht für die nach Senderangaben mehr als 21.000 Bewerberinnen, die 2009 in die Fußstapfen von Vorjahresgewinnerin Jennifer Hof treten wollen.

«Während der Show hätte ich so ziemlich alles gemacht», sagt die 17-Jährige, die sich Jenny KL nennt, seitdem sie Model ist. «Es sind sicher manchmal extreme Sachen dabei, aber eigentlich kann da nie etwas passieren. Da passen die schon auf.» Für die damals 16-Jährige sei besonders die Trennung von ihrer Familie schwierig gewesen - und der ständige Konkurrenzdruck. «Natürlich haben wir uns bei Germany's next Topmodel eigentlich alle gut verstanden, aber wir waren eben nicht nur Freundinnen, sondern in gewisser Weise auch Konkurrentinnen und da habe ich mir schon manchmal überlegt, was ich wie sage. Man war da vorsichtig», erzählt sie.

Dass die junge Frau, die im Mai volljährig wird und gerade ihren Führerschein macht, sich auch bei den offenen Castings, die in diesem Jahr erstmals gezeigt werden, beworben hätte, glaubt sie nicht. Dabei werden «die Mädels», wie die Jury die Teilnehmerinnen einheitlich nennt, ohne Vorauswahl auf Klum, Scheider und Amin losgelassen. «Es war schon so schwer genug und hart für mich am Anfang», sagt Jenny. «Wenn ich mir vorstelle, gleich am Anfang direkt vor Heidi und der richtigen Jury zu stehen... Nein, das hätte ich mir nicht zugetraut.»

Die mehr als 2400 Mädchen, die nach Pro Sieben-Angaben bei den offenen Castings in Düsseldorf und München begutachtet wurden, ließen sich davon nicht abhalten. Klar, dass diesmal auch Teilnehmerinnen im Fernsehen zu sehen sein werden, die nicht unbedingt für den Laufsteg geboren wurden. Dass es hier darum geht, sich über diese Mädchen lustig zu machen, glaubt Jenny nicht. «Heidi, Peyman und Rolf wollen sich einfach selbst ein Bild von allen Bewerbern machen», sagt sie. Jury-Mitglied Scheider sagte dazu: «Ein Mädchen, das dicke Beine hat und nur eins fünfzig groß ist, kann kein Model sein. Das merken die Leute schon selbst, dazu müssen wir uns nicht lustig machen.»

Neben Vorjahressiegerin Jennifer Hof sind auch Barbara Meier und Lena Gercke gut im Geschäft. Die rothaarige Ambergerin hat ihr Mathematik-Studium in Regensburg an den Nagel gehängt, um sich ganz dem Modeln zu widmen. Meier besitzt einen Vertrag bei einer renommierten Modelagentur und lief schon in den Modemetropolen Mailand und Paris. Zuletzt reiste sie für zwei Monate nach Istanbul - der Arbeit wegen natürlich.

Auch Gercke kann nicht über mangelnde Beschäftigung klagen. Die 20 Jahre alte Niedersächsin, die 2006 die erste Staffel gewann, durfte zuletzt gar in Heidi Klums Fußstapfen treten. Für den österreichischen Privatsender Puls 4 moderierte Gercke zuletzt Austria's Next Topmodel, die österreichische Version der Castingshow.

tko

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Kommentar 1
  • 05.05.2009 21:36

ich habe eine frage und zwar woher habt ihr immer die großen schuhe für die models ?? ich habe auch etwas größer füße und bräuchte schuhe in 43 !! wo gibts denn solchene ?? danke

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