Britney-Doku «Mein Weg zurück» Reue und Tränen fürs Comeback

RTL zeigte gestern Abend die Dokumentation über Britney Spears, die schon vor ihrer Erstausstrahlung für Gesprächsstoff sorgte. Nun kamen auch die deutschen Zuschauer in den Genuss einer reumütigen aber klagenden Britney Spears.

Britney Spears (Foto)
Mit viel Reue zurück an die Chart-Spitze: Britney Spears. Bild: dpa

Ihr Zusammenbruch ist legendär. Bei kaum einem anderen Star war man so nah am totalen Absturz dabei. Lediglich Amy Winehouses Niedergang zeichnet sich durch eine ähnliche mediale Präsenz aus. Eines aber unterscheidet Britney von Amy. Britney Spears war ganz oben, für eine lange Zeit. Preise, Millionen verkaufter Alben, jubelnde Fans auf der ganzen Welt - Britney hatte alles erreicht.

Wie keine andere pflegte sie das Image der keuschen Pop-Prinzessin. Doch dann begann das Image immer mehr zu bröckeln. Die Blitz-Ehe mit ihrem alten Jugendfreund schien wie ein Ausrutscher. Doch die Alkohol- und Party-Exzesse mehrten sich, dann betrat Tänzer Kevin Federline die Bühne und das Leben der Blondine. Ehe, zwei Söhne und ein immer schludrigeres Auftreten folgten. Spears und Federline, die sich gern in Jogginghosen zeigten, wurden als «White Trash» bezeichnet, der besser in einen Trailer Park statt ins noble Beverly Hills passe.

Doch der tiefe Fall war noch längst nicht zu Ende. Drogen, Unten-Ohne-Fotos der Frau, die als Vorzeige-Idol für Amerikas Jugend galt, der Sorgerechts-Entzug nachdem sie sich mit ihrem Sohn im Bad eingesperrt hatte und die Zwangseinweisungen in eine psychiatrische Klinik markierten den wirklichen Tiefpunkt.

Dann übernahm Papa Jamie das Ruder. Und die Karriereplannung. Was er sagt, wird gemacht. Widerspruch zwecklos. Das Gericht entschied das Jamie Spears bis auf ungebegrenzte Zeit als Vormund seiner Tochter über private wie berufliche Entscheidungen das alleinige Sagen hat. Dafür bekommt er eine monatliche Aufwandsentschädigung von 16.000 Dollar. Nicht schlecht für einen Mann, der zuletzt als Caterer gearbeitet hatte.

Warum aber diese Dokumentation? «Ich hatte das Gefühl, dass mich die Leute in einem anderen Licht sahen, als ich bin», erklärt Britney. Das Licht der TV-Dokumentation soll nun die wahre Britney zeigen. Eine leidende, verfolgte und eingesperrte Britney.

Die Dokumentation zeichnet das Bild eines Opfers, das keines sein will. Diese Rolle gefalle ihr nicht, sagt Spears. Dennoch klagt sie. Über die Paparazzi, die ihr auf Schritt und Tritt folgen, ihr weder Privatsphäre noch einen Hauch Normalität lassen. Über ihr Leben im goldenen Käfig und die fehlende Leidenschaft. Langweilig sei es, ihr Leben.

Lesen Sie auf Seite 2, wem Britney noch die Schuld an ihrem Zusammenbruch gibt

In Kevin Federline findet sie einen weiteren Schuldigen für ihren Zusammenbruch. Als «Fehler meines Lebens» bezeichnet sie die Ehe mit Federline, dem Vater ihrer Söhne Sean Preston und Jayden James. Er habe sie im Stich gelassen, als sie ihn brauchte. Das Gefühl ihm nicht vertrauen zu können, brachte sie psychisch ins Wanken.

Dabei dürfte Federline nicht der einzige sein, dem sie nicht vertrauen konnte. Das Verhältnis zu ihrer Mutter lag beinahe während der gesamten Ehe mit dem Tänzer auf Eis. Damals soll sie gefürchtet haben, dass ihre Mutter ihr den Mann ausspannen könnte. Vielleicht waren das die ersten Anzeichen ihres sich verschlechternden geistigen Zustands. Das Vertrauen in ihrer Mutter dürfte aber erneut schwer ins Wanken gekommen sein, als Lynne Spears vor ein paar Monaten ein Buch veröffentlichte. In Through the Storm enthüllte sie, dass die Geschichten mit der jungfräulichen Britney von Anfang an eine Farce war, habe ihre Tochter doch schon mit 14 Jahren mit ihrem damaligen Freund geschlafen. Auch über Britneys Alkoholkonsum mit zarten 13 Jahren sowie den Fund von Kokain bei ihrer Tochter, als diese 15 Jahre alt war, schreibt sie ausführlich. Doch darüber verliert Britney in der Dokumentation kein Wort. Es finden sich auch so genügend Schudlige.

Die Dokumentation lässt Britney Spears wirklich in einem anderen Licht erscheinen. Manchmal wirkt sie geistig klar und mitunter sogar recht tiefsinnig. An anderer Stelle fragt man sich jedoch, ob sie gerade verstanden hat, war der Journalist von ihr wissen wollte. Oder ob wenigstens sie weiß, was sie gerade erzählt. So fragt sie sich wiederholt, warum sie in einer Zeit, als sie sich nach Geborgenheit sehnte nicht zu ihrer Familie nach Louisiana gefahren ist. Vielleicht hat sie vergessen, dass sie damals nichts von dieser wissen wollte. Dann sagt sie, dass es ganz normal sei, wenn man sich die Haare einfach so komplett abrasiert. Dass machen auch viele andere so. Diese Meinung muss man nicht teilen.

Die Dokumentation ist geschickt, zeigt sich Britney doch reumütig und beschämt über ihre vergangenen Taten. Ob es die wirkliche Britney zeigt, so wie sie sich selbst sieht, ist allerdings mehr als fraglich. Wahrscheinlich ist es die Version, die ihr Vater und ihr Manager den Zuschauern zeigen wollen, um ihr großes Comeback einzuläuten. Und so bleibt die Frage, ob Britney schon so kurz nach ihrem Zusammebruch überhaupt auf die Showbühne zurück musste.

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Kommentar 1
  • 18.01.2009 16:13

Dear Ashley it´s time, my sister and mi came to you in the town in New York my mam say: Ashley is a children from smeily :-b it´s 9.00 o´clock it´s bed time now im go to kitchen and eating im soooooooooooooo hungri O.K thats sooo beatefor white you mail back bay bay ,Carolain PS: i love you

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