Asus-Computer gehackt: Schadsoftware verseucht Millionen Rechner - DAS müssen Sie tun!

Der Computer-Hersteller Asus ist Opfer einer riesigen Cyberattacke geworden. Ob auch Sie von der Schadsoftware betroffen sind und was Sie jetzt tun müssen, erfahren Sie hier.

Hacker attackieren Hunderttausende Asus-Computer. Bild: dpa

Der taiwanesische Computerhersteller Asus ist offenbar gehackt worden. Dies geht aus demBlog des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky Lab hervor. Demnach sollen Unbekannte auf mehr als einer Millionen Geräten eine Schadsoftware installiert haben. Mittlerweile hat auch der Computerhersteller Asus die Berichte offiziell bestätigt.

Asus-Computer gehackt! Schadsoftware gelangte durch falsches Asus-Update auf Rechner

Besonders brisant: Offenbar war es den Angreifern gelungen, das offizielle Update der Firma zu kapern und die Schadsoftware über die"Asus Live Update Utility" auf die Rechner zu spielen. Die Nutzer der Rechner dachten demnach, dass sie sich ein gewöhnliches Update für Asus-Geräte herunterladen würden. Die Schadsoftware war zudem mit einem offiziellen Zertifikat von Asus signiert, berichtet "Computerbild". Dass es sich bei dem Update um eine Malware handelte, war für den PC-Besitzer demnach nicht ersichtlich.

Millionen Asus-Computer betroffen

Laut Kaspersky Lab, welches den Hacker-Angriff "ShadowHammer" taufte, lief die Attacke zwischen Juni und November 2018. Entdeckt wurde sie jedoch erst im Januar 2019. Dem IT-Sicherheitsunternehmen zufolge betraf das Problem 57.000 Kaspersky-Kunden, die IT-Sicherheitsfirma Symantec gibt die Zahl ihrer betroffenen Anwender nach einer Anfrage von Motherboard mit 13.000 an. Kaspersky schätzt, dass insgesamt mehr als eine Million Nutzer betroffen gewesen sein könnten. Die meisten Installationen soll es Kaspersky zufolge in Russland gegeben haben, gefolgt von Deutschland und Frankreich. 

Hacker hinterlegten Schadcode, um weitere Malware zu installieren

Ersten Erkenntnissen zufolge sollten nur rund 600 Geräte das eigentliche Ziel sein. Dafür spricht, dass die MAC-Adresse der Systeme in dem Schadcode hinterlegt war. Was die Angreifer damit erreichten? Wenn das Schadprogramm auf einem der gesuchten Geräte landete, dann lud das schädliche Update automatisch weitere Malware von einem Server nach, den die Hacker kontrollierten. 

Sind auch Sie vom Hack-Angriff? Das müssen Asus-Kunden jetzt tun

Ob auch Sie Opfer des Hack-Angriffs sind, können Asus-Kunden mit einem von Kaspersky gebauten Online-Tool überprüfen. Das Tool gleicht Ihre MAC-Adresse mit den in der Schadsoftware hinterlegten Identifikationsnummern ab. Somit erfahren Sie, ob weitere Malware auf Ihrem Rechner landete.

Zudem rät das IT-Unternehmen Asus, sofort ein Backup der Daten durchzuführen und das Betriebssystem auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Dadurch wird die Malware vollständig vom Computer entfernt.

Lesen Sie auch: Laut Stiftung Warentest - DIESE Suchmaschine ist besser als Google!

Asus reagiert auf Sicherheitslücke! So überprüfen Sie ihr System

Um Sicherheitsrisiken beseitigen zu können, hat Asus in der neuesten Version (3.6.8.) eine Fehlerbehebung für die Sicherheitslücke sowie mehrere zusätzliche Mechanismen zur Sicherheitsprüfung implementiert, teilt das Unternehmen mit. "Zudem hat ASUS eine verbesserte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung implementiert und die Server-zu-Endkunden-Software-Architektur aktualisiert und gestärkt, um ähnliche Angriffe in Zukunft zu verhindern.", heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Um potenziell betroffene Systeme zu überprüfen, hat auch Asus ein Online-Diagnose-Tool erstellt, und möchte Nutzer dazu ermutigen es vorsorglich auszuführen.

Das Tool finden Sie hier: https://dlcdnets.asus.com/pub/ASUS/nb/Apps_for_Win10/ASUSDiagnosticTool/ASDT_v1.0.1.0.zip Bei weiteren Fragen können sich Asus-Nutzer auch an den Kundendienst wenden. 

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sba/bua/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser