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Facebook: Datenschutz-Streit? WhatsApp-Gründer verlässt Facebook

Nach Brian Acton hat auch Jan Koum, der zweite Mitgründer von WhatsApp, bei Facebook Lebewohl gesagt - offenbar wegen eines Streits um das Thema Datenschutz.

Jan Koum auf dem Mobile World Congress in Barcelona Bild: catwalker / Shutterstock.com/spot on news

Für rund 19 Milliarden US-Dollar hatte Facebook 2014 den beliebten Messenger WhatsApp übernommen. Mitgründer Jan Koum (42) blieb dem Unternehmen trotz seines neu gewonnenen Reichtums allerdings erhalten - bis jetzt. Während der zweite WhatsApp-Mitgründer Brian Acton bereits im vergangenen Jahr bei Facebook ausgestiegen ist, hat nun auch Koum den Hut genommen.

"WhatsApp: Die verständliche Anleitung zur aktuellen Version" gibt es hier

Es sei nun Zeit für ihn, zu neuen Ufern aufzubrechen, schreibt Koum bei Facebook. Er wolle sich eine Auszeit nehmen, um Dinge außerhalb des IT-Bereichs zu tun. Facebook-Chef Mark Zuckerberg (33) antwortete auf den Post und erklärte unter anderem, dass er es vermissen werde, mit Koum zusammenzuarbeiten. Dieser habe ihm viel beigebracht, auch "über Verschlüsselung und deren Fähigkeit, zentralisierten Systemen die Macht zu nehmen und diese zurück in die Hände der Menschen zu legen."

Trennten sie sich im Streit?

Dieses nach außen hin harmonische Bild wird allerdings von einem Bericht der "Washington Post" durchbrochen. Insider hätten demnach berichtet, dass Koum im Streit gegangen sei. Der Unternehmer sei nicht mit der Richtung einverstanden gewesen, die die Mutterfirma Facebook mit dem Messenger in Sachen Verschlüsselung und Datenschutz gehen wolle.

In einem Blog-Eintrag machte Koum 2014 bei der Übernahme von Facebook klar, wie wichtig ihm die Privatsphäre der Nutzer sei. Aufgewachsen in der USSR der 1980er Jahre, wisse er wie es ist, wenn man nicht frei kommunizieren könne. "Der Respekt für deine Privatsphäre ist in unseren Genen und wir haben WhatsApp um das zentrale Prinzip, so wenig, wie möglich von dir zu wissen, aufgebaut", hieß es damals. Und weiter: "Wenn die Zusammenarbeit mit Facebook bedeutet hätte, dass wir unsere Werte hätten ändern müssen, hätten wir es nicht getan." Ob Koum wohl auch jetzt seine Werte nicht ändern wollte?

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