Behörde stellt Ultimatum: Ist WhatsApp HIER bald verboten?

Millionen Menschen auf der ganzen Welt nutzen den Messenger-Dienst WhatsApp. Doch zumindest einer Behörde ist die Datensammelwut des Programms ein Dorn im Auge. Wird WhatsApp HIER bald verboten?

Französische Datenschützer haben WhatsApp ein Ultimatum gestellt. Bild: Martin Gerten/dpa

Französische Datenschützer haben den elektronischen Kurznachrichtendienst WhatsApp aufgefordert, beim Weitergeben von Nutzerdaten an das Mutterunternehmen Facebook gesetzliche Regelungen einzuhalten. Dafür gebe es nun eine Frist von einem Monat, teilte die Pariser Datenschutzaufsicht CNIL am Montag mit. Facebook hatte WhatsApp im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden Dollar übernommen.

WhatsApp: Französische Datenschützer bemängeln Datenweitergabe an Facebook

Die Datenschützer bemängelten, Nutzer könnten sich gegen das Weiterleiten von Telefonnummern und anderer Daten zur Analyse von Nutzerverhalten nur per App-Abschaltung wehren. Es gebe rund 10 Millionen französische WhatsApp-Nutzer.

Welche Sanktionen drohen WhatsApp jetzt in Frankreich?

Laut Behörde bedeutet die Entscheidung keine Bestrafung. Falls das Unternehmen jedoch nicht die Vorgaben erfülle, könnte ein Sanktionsverfahren eingeleitet werden. CNIL hatte im Mai bereits gegen Facebook wegen Gesetzesverstößen beim Datenschutz eine Strafe in Höhe von 150.000 Euro verhängt.

Deutschland geht gegen Facebook vor

Auch das deutsche Bundeskartellamt wirft Facebook in einem Verwaltungsverfahren missbräuchliche Datensammlungen vor. Die Behörde moniert in einer vorläufigen Einschätzung vor allem, dass das soziale Netzwerk in Deutschland "unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammelt" und mit dem Facebook-Konto zusammenführt. Demnach nimmt das US-Unternehmen in Deutschland eine marktbeherrschende Stellung ein. Facebook bestreitet das.

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jat/news.de/dpa

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