Kinox.to-Streaming: Miese Abzocker verschicken Fake-Abmahnung

Streaming auf kinox.to ist illegal. Das schlechte Gewissen einiger Internet-Nutzer versuchen sich derzeit Betrüger zunutze zu machen. Dabei kann jeder auf die Abmahnung hereinfallen!

Ein gefälschtes Anwaltsschreiben der Kanzlei Zühlke verunsichert gerade viele Internet-Nutzer. Bild: dpa

Betrüger versuchen momentan, ihre Opfer mit "Abmahn"-Mails abzuzocken. Sie teilen in einer Mail mit, dass durch das Nutzen der illegalen Streaming-Seite "kinox.to" eine Strafe fällig wird. Das Schreiben stammt von der fiktiven Anwaltskanzelei Zühlke. Der Empfänger wird in der Mail aufgefordert, 467,35 Euro innerhalb von fünf Tagen zu überweisen. Das Portal "mimikama.at" berichtete zuerst über den Fall.

Gut gemacht! Gefälschtes Anwaltsschreiben sieht täuschend echt aus

Denn das Schreiben ist Fake! Betrüger versuchen damit, verängstigte Nutzer abzuzocken. Das Problem: Die Abmahnung wirkt äußerst echt. Es handelt sich um eine "Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung" und ist sogar mit einer persönlichen Anrede an den E-Mail-Empfänger versehen. Auch auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes wird darin verwiesen.

Echte Kanzlei diente als Vorlage

Vor allem die im Schreiben verlinkte Internetseite verleiht Glaubwürdigkeit. Denn tatsächlich wurde diese fast eins zu eins von der realen Kanzlei Komning kopiert. Wieso gerade diese als Vorbild missbraucht wurde, ist derzeit noch unklar. Es wurden sowohl Logo, Image-Video, als auch Texte und Bilder übernommen und nur auf die eigene erdachte Kanzlei umformuliert. Der fiktive Anwalt Dr. Henner Zühlke hat übrigens auch ein reales Pendant: den Rechtsanwalt und AfD-Bundestagsabgeordneten Enrico Komning.

Es wird dringend davon abgeraten, auf das Schreiben zu reagieren. Sie können die Mail ignorieren und den Vorfall an die Verbraucherzentrale melden.

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gea/jat/news.de

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