Bankautomat ausrauben: Hacker-Software für Geldautomaten online zum Kauf angeboten

Rohe Gewalt ist heute offensichtlich nicht mehr nötig: Im Internet ist eine Schadsoftware aufgetaucht, mit der Geldautomaten auch von kriminellen Laien gehackt und ausgeraubt werden können.

Software zum Hacken von Geldautomaten im Internet angeboten. Bild: dpa

Um Bankautomaten auszurauben, braucht man heute nicht mehr nur rohe Gewalt: Die Experten von Kaspersky Lab haben im Darknet Schadsoftware gefunden, die für 5000 US-Dollar angeboten wurde und mit der praktisch auch kriminelle Laien einen Geldautomaten ausrauben könnten.

Software zum Ausrauben von Geldautomaten im Internet angeboten

Auf der Verkaufsplattform AlphaBay im Darknet hatten die Experten die Software entdeckt, die unter dem Namen "Cutlet Maker" seit Mai 2017 erhältlich war. Mit Hilfe der Malware können Geldautomaten manipuliert und ausgeraubt werden. Das kommerzielle Software-Kit, das für 5000 US-Dollar zum Angebot stand, enthält eine Gebrauchsanleitung und besteht aus drei Teilen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Malware Cutlet Maker ermöglicht Laien Geldautomaten zu hacken

Neben einem USB-Stick, auf dem sich die Malware Cutlet Maker-Software befindet, gibt es zudem ein Passwort, das eingegeben werden muss, um zu verhindern, dass andere Kriminelle dieselbe Software nutzen. Darüber hinaus gehört eine weitere Anwendung dazu, mit der Informationen und Details zum Inhalt der Geldkassette geliefert werden. In einem Tutorial-Video wird das Vorgehen Schritt für Schritt erklärt. "Cutlet Maker benötigt kaum tiefgehenderes Wissen oder professionelle Computerkenntnisse seitens des Kriminellen", erklärt Konstantin Zykov, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab.

Unklar ist, ob die Schadsoftware irgendwo zum Einsatz gekommen ist. Laut den Recherchen von Kaspersky Lab gibt es Hinweise darauf, dass ein ukrainischer Multiscanner-Anbieter bereits im Juni 2016 eine Lieferung von "Cutlet Maker" erhalten hat.

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kad/fka/news.de

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