Anti-Terror-Konzept: SO kämpft Facebook gegen den Terror

Online-Netzwerke verlassen sich bei verbotenen Inhalten meist auf Hinweise von Nutzern. Beim Kampf gegen Terror-Propaganda setzt Facebook inzwischen auch auf seine selbstlernenden Maschinen. Eine Einschätzung durch Menschen wird aber auch weiterhin gebraucht.

Facebook setzt künstliche Intelligenz ein, um terroristische Inhalte auf seiner Plattform zu entdecken. Bild: picture alliance / Matt Rourke/AP/dpa

Facebook setzt künstliche Intelligenz ein, um terroristische Inhalte auf seiner Plattform zu entdecken. Dabei gehe es unter anderem darum, bereits bekannte Bilder und Videos beim erneuten Hochladen zu stoppen, erklärte die zuständige Facebook-Managerin Monika Bickert in einem Blogeintrag am Donnerstag.

Software soll terroristische Ambitionen erkennen

Zugleich experimentiere das weltgrößte Online-Netzwerk aber auch mit Software, die automatisch eine terroristische Einstellung in Texten erkennen solle. Aktuell würden dafür Einträge ausgewertet, die wegen der Unterstützung von Terror-Organisationen wie Isis oder Al-Kaida bereits gelöscht wurden. Mit den Ergebnissen dieser Analyse wird ein Algorithmus gefüttert, der gerade lerne, Posts mit solcher Ausrichtung selbst zu erkennen. Neben Englisch laufe die Arbeit auch in weiteren Sprachen, auch aus dem arabischen Raum, sagte Bickert.

Schnelles Erkennen von radikalen Einstellungen

"Wir wollen terroristische Inhalte sofort entdecken, bevor Menschen in unserer Community sie zu sehen bekommen", betonte die Managerin, die zuvor unter anderem Staatsanwältin in den USA war. Das gelinge jetzt in einigen Fällen, sagte Brian Fishman, der sich beim Online-Netzwerk mit Terrorbekämpfung beschäftigt. "Wir arbeiten daran, diese Systeme schneller und verlässlicher zu machen." Zugleich sei es Katz-und-Maus-Spiel: "Wenn wir verhindern, dass Terroristen unsere Plattform erreichen, versuchen sie, neue Wege zu finden." Es gebe "keinen Schalter, mit dem man Terrorismus einfach abstellen kann".

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