22.11.2016, 16.31 Uhr

Auflösung von Computerbildschirmen: 4K oder Full HD? Worauf es beim neuen Monitor ankommt

Was früher Full HD war, ist bei neuen Computerbildschirmen nun 4K. Doch was hat es mit der höheren Auflösung eigentlich auf sich? Kann man die Pixelwunder an jeden PC anschließen? Und wer braucht eigentlich so viele Bildpunkte?

Monitore mit 4K-Auflösung (3.840 zu 2.160 Pixel) bringen mehr Platz für eine detailliertere Darstellung mit. Sie stellen den angeschlossenen Computer aber auch vor neue Herausforderungen. Bild: Andrea Warnecke/dpa

Schärfer, mehr Farben und mehr Pixel. Mit immer höheren Auflösungen preisen viele Hersteller ihre neuen Monitore an. Die Arbeit soll dadurch übersichtlicher, die Arbeitsfläche größer werden. Aber was muss ein Rechner eigentlich können, um mit den höheren Auflösungen auch klarzukommen?

Monitore mit 4K-Auflösung in Ultra High Definition (UHD)

Das Schlagwort vieler Hersteller lautet momentan "4K". Das steht für eine Auflösung von 3.840 zu 2.160 Pixeln - auch UHD, Ultra High Definition genannt, erklärt Matthias Metzler, von der Fachzeitschrift "PCGo". 4K bietet die vierfache Pixelzahl im Vergleich zu Full HD (1.920 zu 1.080 Pixel). Nicht jeder Computer kann das Potenzial solcher hochauflösenden Monitore auch ausnutzen. Ein mehrere Jahre alter Rechner oder Laptop kann bei 4K schon in die Knie gehen.

Leistungsstarke Grafikkarte und passendes Kabel wichtig für 4K

"Eine zwingende Voraussetzung ist daher eine leistungsstarke Grafikkarte und ein kompatibles Kabel, das die hohe Auflösung unterstützt", erklärt Timm Lutter vom IT-Verband Bitkom. "Vor dem Kauf eines 4K-Monitors sollte man sich unbedingt von der Leistungsfähigkeit der eingebauten Hardware überzeugen." Denn: "Ältere Rechner verfügen zwar oft über HDMI-Schnittstellen, können aber meist nur eine Full-HD-Auflösung darstellen." Auch bei neueren Geräten spielt nicht jede Bildquelle mit: "So liefern etwa Notebooks oder Desktop-PCs mit der weit verbreiteten Intel HD-Graphics-4000-Lösung maximal 2.560 zu 1.440 Pixel", sagt Matthias Metzler.

Mindestens DisplayPort 1.2 oder HDMI 2.0 für 4K-Auflösung bei 60 Hertz nötig

Ist der PC mit entsprechend leistungsstarker Grafik-Hardware ausgestattet, sollte das 4K-Display über DisplayPort Version 1.2 (oder höher) oder HDMI ab Version 2.0 angeschlossen werden. Nur dann kann der angeschlossene Monitor Bilder auch extrem flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde (60 Hertz) darstellen. "Über HDMI 1.4 sind nur 30 Hz möglich, was eine erhebliche Einschränkung selbst im reinen Windows-Betrieb darstellt", so Metzler.

Notebooks bieten meist nur Full HD oder Quad HD

Bei Notebooks ist ein 4K-Bildschirm selbst im Hochpreis-Segment immer noch eine Seltenheit. "Die meisten Mobilrechner mit Bildschirmdiagonalen zwischen 12 und 15 Zoll beherrschen Full-HD oder Quad-HD - 2.560 mal 1.440 Pixel - was für das Gros der Anwender vollkommen ausreicht", sagt Rainer Müller von der Fachzeitschrift "Connect". Und die hohe Auflösung ist auch längst nicht überall schon angekommen. "Viele Programme müssen erst noch angepasst werden, um alle Bedienelemente richtig darzustellen", sagt Matthias Metzler. Auf kleineren Bildschirmen mit hoher Auflösung geraten Symbole und Schriften sonst schnell so klein, dass man sie nur schwer lesen oder - falls es ein Touchscreen ist - antippen kann.

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