Die größten Gefahren im Netz: So schützen Sie sich vor Abzocke im Internet

Ob Ransomware, Phishing oder Adware - so reich das Internet an Möglichkeiten ist, so zahlreich sind auch die Gefahren und digitalen Stolperfallen, die im Netz lauern. Doch niemand ist ihnen schutzlos ausgeliefert - wenn er die Bedrohungen erkennt.

Im Internet lauern zahlreiche Gefahren. So schützen Sie sich gegen Ransomware und Co. Bild: Sebastian Kahnert/dpa

Ransomware ist eine noch junge Bedrohung, aber derzeit wohl auch die gefährlichste. Versteckt in E-Mail-Anhängen und Software-Downloads oder hinter Links kommt die Schadsoftware auf den PC und verschlüsselt dort wichtige oder gleich alle Daten.

Internetnutzer erpresst! Das steckt hinter Ransomware

Um diese wieder nutzen zu können, soll das Opfer an die kriminellenUrheber der Ransomware ein Lösegeld zahlen - blanke Erpressung also. Auch und vor allem die Ransomware Locky macht in zahlreichen Varianten von sich reden. Insgesamt ist die Bedrohung so akut, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eigens ein Themenpapier zu Ransomware veröffentlichte.

Darin raten die Experten, Verschlüsselungsangriffe anzuzeigen und nicht auf Lösegeldforderungen einzugehen: Zahlungen motivierten die Erpresser nur weiter. Und ohnehin gebe es keinerlei Garantie, dass man nach einer Zahlung den Schlüssel erhält, um die eigenen Daten wieder nutzen zu können.

Antivirensoftware bietet Tool, um verschlüsselte Daten zu retten

"Wenn die Ransomware eine gute Verschlüsselung nutzt, kann man nur darauf hoffen, dass ein Tool zur Entschlüsselung entwickelt wird", sagt Dennis Schirrmacher vom Fachdienst "Heise Security". Für die ein oder andere Ransomware bieten Hersteller von Antivirensoftware schon solche Tools an. Die betroffene Festplatte sollte zur Sicherheit entfernt werden, um nicht noch andere Speicher zu gefährden. Hilfe und Informationen finden Opfer etwa auf Botfrei.de.

Trojaner gefährlicher als Computer-Viren

Auch wenn Ransomware momentan das Gros an Trojanern im Umlauf ausmacht, bedeutet das mitnichten, dass es nicht noch andere Trojaner gibt. Diese Schadsoftware verbirgt sich in scheinbar harmlosen Dateien, und spioniert dann etwa das Gerät, denNutzer und seine Daten aus. "Trojaner haben den klassischen Computer-Virus fast vollständig ersetzt, da sie einfacher zu verteilen sind", erklärt Schirrmacher. Als sogenannte Drive-by-Infektion kann eine Trojaner unter Ausnutzung einer Browser-Sicherheitslücke auch direkt auf den Rechner kommen, allein indem man eine manipulierte Webseite öffnet. Einziger möglicher Schutz hier: Den Browser immer aktuell halten.

Erfahren Sie mehr: Passwort vergessen? So merken Sie sich all ihre Passwörter.

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