Von news.de-Volontärin Anne Geyer - 16.04.2016, 09.50 Uhr

Nervige Verkaufsstrategie: Telefon-Terror! So schützen Sie sich vor Werbeanrufen

Wenn das Telefon klingelt, meldet sich manchmal ein eifriger Callcenter-Mitarbeiter, der einem unbedingt irgendwas gaaaanz Tolles verkaufen will. Wir erklären, wie Sie sich vor den lästigen Anrufen schützen können.

Werbeanrufe können ziemlich lästig sein. Bild: Oliver Berg/dpa

Eigentlich wurde sie mit der Verabschiedung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb im Jahr 2013 bereits verboten. Doch manchmal klingelt sich doch noch das ein oder andere Callcenter durch und erzählt von fantastischen Schnäppchen. Doch erlaubt ist das eigentlich nicht - und der Anruf könnte sogar mit einem Bußgeld geahndet werden.

Seit 2013 sind unerwünschte Werbeanrufe eigentlich verboten

Doch ein wirklicher Trost ist das Gesetz nicht, wenn das Telefon trotzdem nicht stillsteht und ständig ein anderer Werbe-Vertreter uns etwas andrehen will. Im Gesetz ist verankert, dass der Verbraucher vorher seine Einwilligung für die Werbe-Anrufe gegeben haben muss. Und die Einwilligung darf auch nicht erst während des Gesprächs eingeholt werden, sondern im Vorfeld erteilt worden sein. Und Nummer unterdrücken ist erst recht nicht erlaubt.

Was tun bei unerwünschten Werbeanrufen?

  • Vermeiden Sie es, in ein Gespräch verwickelt zu werden. Wird die Situation unangenehm, werden Sie zum Kauf gedrängt, legen Sie einfach auf.
  • Verlangen Sie die Löschung Ihrer Daten.
  • Merken Sie sich den Namen der anrufenden Firma und legen Sie gegebenenfalls Beschwerde ein. Ein entsprechendes Formular finden Sie hier.

Widerrufsrecht für Käufer binnen zwei bis vier Wochen

Widersetzen sich Firmen gegen das Gesetz und terrorisieren potenzielle Kunden auch ohne deren Einwilligung, kann dies mit einem Bußgeld von bis zu 300.000 Euro geahndet werden. Wenn es aber einmal doch zu einem eigentlich ungewollten Kauf am Telefon gekommen ist, können Sie diesen binnen zwei bis vier Wochen nach schriftlicher Widerrufrechts-Belehrung durch das Unternehmen wieder rückgängig machen. Der Rücktritt vom Kauf bedarf dabei noch nicht einmal einer Begründung.

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gea/bua/news.de

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