Apple: Darum ist auch das neue iPad Pro kein Laptop-Ersatz

Schon mutig, was Apple da über das neue iPad Pro spekuliert: "Der beste Computer ist vielleicht keiner." In der Realität dürfte das Tablet den Laptop oder Desktop-PC allerdings bei weitem nicht für alle Menschen ersetzen können. Warum, und was das neueste Schmuckstück alles kann, das lesen Sie hier.

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

Im Herbst stellte Apple das iPad Pro vor und wollte es als Laptop-Ersatz verstanden wissen: "Das iPad Pro ist für viele, viele Menschen ein Ersatz für Notebook oder Desktop-PC", erklärte Apple-Chef Tim Cook damals dem britischen "Telegraph". Und er fragte, warum man heute überhaupt noch einen PC kaufen sollte.

Auch das neue iPad Pro wird den Laptop nicht ersetzen

Aber so gut das 12,9-Zoll-Tablet auch ist: Nur wenige Kreative und Bildschirmarbeiter dürften es mittlerweile als tatsächlichen Ersatz benutzen. Und auch die meisten Gamer sind vermutlich noch immer vorrangig mit Maus und Tastatur unterwegs, oder greifen zum Gamepad.

Auch beim neuen, kleineren iPad Pro dürfte dies der Fall sein, selbst wenn Cook bei der Präsentation im März davon sprach, dass "uns viele Menschen erzählt haben, dass das iPad Pro ihr primäres Computergerät" geworden sei.

Pixar und Walt Disney: iPad Pro und Apple Pencil sind die Favoriten

John Lasseter, Chief Creative Officer von Pixar und den Walt Disney Animation Studios, erklärte zwar, dasiPad Pro und Apple Pencil kämen bei allem, was sie bislang in der digitalen Welt ausprobiert hätten, dem tatsächlichen Zeichnen auf Papier am nächsten. Doch in den meisten Fällen dürften beide iPad-Pro-Varianten wie auch andere Tablets besonders für Surfen, zum Schauen von Filmen oder für Social Media herhalten.

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Wer will 700 Euro und mehr für ein Tablet ausgeben?

Auf der Präsentation des neuen iPad Pro hieß es, derzeit seien 600 Millionen PCs, die älter als fünf Jahre sind, im Einsatz und dies sei "wirklich traurig", da "diese Nutzer sehr vom iPad Pro profitieren" könnten. Für diese Menschen sei das Tablet "der ultimative PC-Ersatz".

Nur stellt sich die berechtigte Frage, wer fast 700 Euro und mehr für ein Tablet ausgeben soll, wenn er sich keinen Mittelklasse-PC leisten kann, den er zum gleichen Preis, oder darunter, in jedem Technikmarkt bekommt. Denn je nach Ausstattung kostet das neue 9,7-Zoll-Tablet zwischen 689 Euro und 1.199 Euro. Damit ist es nicht viel billiger als die bereits erhältliche größere Variante, die zwischen knapp 900 Euro und 1.419 Euro kostet.

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