Von news.de-Volontär Thomas Jacob - 13.03.2016, 08.00 Uhr

Der 25-Dollar-Computer: Raspberry Pi - Wie ein britischer Mini-Computer die Welt erobert

Warum mehrere 1.000 Euro für einen PC ausgeben, wenn man bereits einen ab 5 Euro haben kann? Der britische Kleinst-Computer Raspberry Pi macht's möglich. Wir verraten Ihnen, warum der "Taschen-Rechner" so erfolgreich ist.

Ausführungen wie der Raspberry Pi 2 Model B bieten die Leistung eines Heim-Computers schon für unter 35 Euro. Bild: kritsadaj / pixabay.com

Der technologische Fortschritt und die Miniaturisierung von Mikro-Elektronik schreitet weiter voran. Mittlerweile wird die Rechenleistung, die Neil Armstrong und Buzz Aldrin für die Mondlandung zur Verfügung stand, von jedem handelsüblichen Smartphone getoppt. Auch wenn Computer & Co. inzwischen zu erschwinglichen Preisen verfügbar sind, muss man immer noch mehrere 1.000 Euro für ein vernünftiges Gerät ausgeben. Dies führt besonders im Bildungssektor dazu, dass Kindern der Zugang zu neuen Technologien und dem wachsenden Markt der Informatik verwehrt bleibt. Eine britische Stiftung möchte das ändern.

Raspberry Pi Foundation: Der Traum vom 25-Dollar-PC

Die gemeinnützige Organisation Raspberry Pi Foundation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Heranwachsenden einen einfachen und vor allem kostengünstigen Zugang zur Welt des Programmierens zu bieten. Dazu schloss sich am 5. Mai 2009 eine Gruppe von Ingenieuren, Programmierern und Spiele-Designern zusammen, um einen Computer zum Verkaufspreis von unter 25 US-Dollar zu entwerfen. Mit an Bord: Entwickler-Legende David Braben, der in den Achtziger Jahren an der Weltraum-Simulation "Elite" beteiligt war, und Eben Upton, erfolgreicher Ingenieur bei Broadcom, einem Anbieter von integrierten Schaltkreisen.

Auslöser des Projekts war die Beobachtung, dass es immer weniger Informatik-Studenten an der Universität in Cambridge gab, die zudem nur über geringe Programmier-Kenntnisse verfügten. Das Team sah die Ursache darin, dass PCs immer noch zu teuer seien und Eltern ihren Kindern daher nicht erlauben würden, mit dem Familien-Computer zu experimentieren. Daher entschlossen sie sich, einen günstigen und robusten Rechner im Kleinformat zu entwerfen und zusätzlich Lernmaterial für verschiedene Programmiersprachen und Projekte kostenlos anzubieten. Das Resultat: Am 28. Februar 2012 erschien die erste Version des Raspberry Pi zum Preis von umgerechnet 19 Euro.

Lesen Sie auch: Gewerkschaft – IT-Ausstattung der Schulen "mittelalterlich".

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