Cyber-Kriminalität
Europaweiter Schlag gegen Internet-Kriminelle im Darknet

Bei einer großen Razzia gegen Betreiber und Nutzer illegaler Plattformen im Internet sind neun Verdächtige festgenommen worden. Außerdem wurden 69 Wohnungen und Firmenräume in Deutschland und im Ausland durchsucht. Hier erfahren Sie alles zu den Vorwürfen.

Die Ermittlungen richten sich gegen den Handel mit Waffen, Drogen, Falschgeld, gefälschten Ausweisen und Datenspionage im sogenannten Darknet. Bild: Jana Pape/dpa

Abseits von Facebook, Twitter und Co. tummeln sich im Internet Kriminelle, die abgeschieden von der Öffentlichkeit Straftaten begehen. Im sogenannten Darknet handeln sie anonym mit Waffen und Drogen oder bieten Hacker-Angriffe an. Nun ist den Behörden ein bedeutender Schlag gegen die Betreiber eines solchen Netzwerks gelungen.

Cyber-Kriminalität: Verdächtige handeln mit Waffen und Drogen

Die Ermittlungen richteten sich gegen den Handel mit Waffen, Drogen, Falschgeld und gefälschten Ausweisen, wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) mitteilten.

Außerdem werden den Verdächtigen das Ausspähen von Daten sowie kriminelle Dienstleistungen wie beispielsweise das Infizieren von Computern mit Schadprogrammen, das Anbieten illegaler Streamingdienste und Anleitungen zur Begehung von Straftaten vorgeworfen.

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27-jähriger Bosnier mutmaßlicher Kopf der Internet-Bande

Hauptverdächtiger ist den Angaben zufolge ein 27-jähriger Bosnier, der am vergangenen Mittwoch in Bosnien-Herzegowina festgenommen wurde. Er soll seit 2012 als Chef-Administrator eine Schlüsselrolle beim technischen Betrieb der Untergrund-Foren gespielt haben.

Außerdem gingen den Fahndern zwei weitere mutmaßliche Administratoren ins Netz: ein 21-Jähriger aus dem Münsterland und ein 29-Jähriger aus Niedersachsen. Bei beiden handelt es sich den Behörden zufolge um Deutsche. Weitere Festnahmen gab es in Niederachsen unter dem Verdacht des Drogenhandels. Die internationale Aktion lief am Dienstag und Mittwoch in der vergangenen Woche.

Europaweiter Schlag gegen Cyber-Kriminalität

An den Ermittlungen waren neben deutschen Fahndern auch Polizisten in Bosnien-Herzegowina, der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden, Litauen und Russland beteiligt. Die Fahnder stellten zahlreiche Computer, Speichermedien, Waffen und Bargeld sicher.

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