Völlig versexte Welt: Neue Sex-App mit Vertrag: Jetzt wirds bürokratisch!

Man triff sich in einer Bar, es kommt zum Sex und später behauptet einer der beiden zum Tete-a-Tete gezwungen worden zu sein. Eine App soll nun dabei helfen, dass aus einem One-Night-Stand keine Gefängnisstrafe wird. Ob diese tatsächlich dabei hilft, darf stark bezweifelt werden.

Mit einer App kann man nun eine Art Vertrag abschließen, bevor es zum Sex kommt. Bild: fotolia/photographee.eu

Es kommt häufiger vor als man glauben mag. Mann trifft Frau in einer Bar, sie mögen sich, später kommt es zu Sex. Danach behauptet jedoch einer der beiden, er habe den Sex gar nicht gewollt und wurde genötigt. Mit der App We-Consent wäre das nicht passiert. Denn diese App ist etwas Einzigartiges. Sie ist eine Art Vertrag, den die Beteiligten vorher abschließen mit der Einverständnis Sex zu haben.

Neue Sex-App sorgt vor! Beide Seiten müssen ein 20-sekündiges Video aufnehmen

Über die offiziellen App-Stores ist We Consent nicht zu bekommen. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung müssen sich Interessenten über die Website von We-Consent anmelden. Danach können Sie die App auf dem Smartphone installieren. Was nun noch fehlt ist ein Sexpartner. Bevor es zum Akt kommt, müssen beide Seiten vorher noch ein 20-sekündiges Video aufnehmen, indem beide ihren Namen nennen und die Einvernehmlichkeit des nahenden sexuellen Aktes bestätigen. Die App soll dabei sicherstellen, dass es sich um zwei echte Personen und keine Fotos handelt. Andernfalls wird der Prozess beendet.

Sex-App eine Datenkralle? Infos werden sieben Jahre lang gespeichert

Was wie nach einem erneuten Tinder-Ableger klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Eines der Ziele von We Consent ist es, sexuelle Übergriffe vor allem an US-Hochschulen zu reduzieren. Immer wieder sind in Amerika populäre Sportler wie College-Football-Spieler des Öfteren Ziel von Anklagen. Auf der Website von We-Consent wird angegeben, dass das Video für die Dauer von sieben Jahren verschlüsselt hinterlegt ist. Nur staatliche Behörden, wie zum Beispiel die Polizei sollen Zugriff auf die Daten haben.

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Zweifelhafte Lösung - Teil eines sozialen Experiments

Es ist allerdings fraglich, ob sich das gespeicherte "Ja" auch vor Gerichten als Beweis durchsetzen kann. Die Zustimmung beider Parteien in dem kurzen Video ist nur eine Momentaufnahme. Es wird weder berücksichtigt, dass ein Partner auch nach der Aufnahme seine Meinung wieder ändern kann, noch dass dieser vielleicht sogar zu der Einwilligung gezwungen wurde.

Nutzer der App sollen übrigens Teil eines sozialen Experiments sein, dass sich das sich der Verhaltensforschung in einer Zeit "verschobener Sittenvorstellungen" verschrieben hat. Das berichtet zumindest die "Bild"-Zeitung. Die Erfinder der App, das "Institute for the Study of Coherence and Emergence", erwähnt jedoch an keiner Stelle, ob und wann und in welcher Form eine Auswertung stattfinden wird.

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jko/Ife/news.de

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