Elias und Inga vermisst: Mit diesen Apps und Gadgets können Sie Ihre Kinder schützen

Die Horrorvorstellung vieler Eltern wurde für sie wahr: Die Eltern von Elias und Inga wissen nicht, wo ihre Kinder sind. Was können Sie tun, wenn ihr Kind plötzlich weg ist und sie sich fragen: Ist es nur bei einem Freund oder braucht es Hilfe?

Es ist klar, dass Eltern nicht 24 Stunden am Tag bei ihren Kindern seien können. Doch eine Verbindung zu ihnen aufrecht zu halten und im Ernstfall schnell einen Notruf aktivieren zu können, kann in vielen Fällen Leben retten. Diese Apps und Gadgets können Ihnen helfen, Ihre Kinder zu schützen.

"Tabaluga SOS"

Diese App ist ein wahrer Helfer in der Not. Die zentrale Funktion ist ein großer SOS-Knopf. Wird dieser gedrückt, kann schnell und unkompliziert Hilfe gerufen werden. Einrichten sollten die App auf jeden Fall die Eltern, denn zunächst einmal muss ein medizinisches Notfallprofil des Kindes angelegt werden. Dabei ist relevant, ob es Allergien hat oder bestimmte Medikamente benötigt. Diese Informationen, zusammen mit dem aktuellen Standort des Kindes, sehen die Mitarbeiter der 24 Stunden besetzten Notfallzentrale, wenn der SOS-Knopf gedrückt wird. Sie rufen sofort zurück. Ist das Kind nicht erreichbar, geben sie die Meldung an Polizei oder Rettungsdienst weiter. Es lässt sich mit Hilfe der App außerdem leicht Kontakt zu den Eltern herstellen. Darüber hinaus verschickt ein GPS-Dienst eine Nachricht, wenn Ihr Kind an einem bestimmten Ort, etwa in der Schule, ankommt.

Die App gibt es für iOS und Android. Der Preis beträgt 5,95 pro Monat, die Laufzeit beträgt 12 Monate.

"Little Nanny"

"Little Nanny" besteht aus zwei unterschiedlichen Apps: einer für die Eltern und und einer für ihre Kinder. Der Vorteil der Zweiteilung besteht darin, dass die Kinder-Version sehr einfach aufgebaut ist. Es gibt gerade mal drei Schaltflächen: "Alles okay", "Abholen" und "Hilfe". Ergänzt wird die Schrift durch einfache Symbole. Dadurch können die App auch Kinder nutzen, die noch nicht lesen können. Eltern können über ihre Version eine Spielzone definieren und werden benachrichtigt, wenn ihr Kind diese verlässt. Dieser Service kostet allerdings 99 Cent monatlich. Für den selben Betrag erhält man auch eine Ortungshistorie. Diese speichert und zeigt alle Orte an, an denen das Kind war.

"Little Nanny" gibt es für iOS und Android. Der Preis liegt bei 2,99 Euro.

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Familonet

Mit dieser App können Kinder mit einem einfachen Tippen ihren Standort mitteilen oder auf Wunsch in Echtzeit anzeigen lassen. Als weitere Besonderheit gibt es die "Geozaun"-Funktion: Bestimmte Orte werden per GPS definiert, beispielsweise Ihr Zuhause, die Schule oder Ihr Arbeitsplatz. Die App verschickt nun eine Benachrichtigung, sobald eines ihrer Familienmitglieder einen der definierten Orte erreicht oder verlässt. Auch Hilferufe sind über Familonet möglich. Dabei wird man mit einem Familienmitgleid oder einer Notrufzentrale verbunden.

Für: iOS und Android. Die App ist als einzige in diesem Vergleich kostenlos.

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"Wo ist Lilly?"

Es ist natürlich auch möglich, dass Sie Ihrem Kind noch kein Smartphone kaufen möchten. Dann ist vielleicht dieser GPS-Tracker etwas für Sie. Es handelt sich um ein GPS-Armband für Kinder. Das Gerät kann auf Wunsch die Position des Kindes an das Smartphone der Eltern senden, wenn dieses einen bestimmten Ort oder Bereich verlässt. Ursprünglich war "Wo ist Lilly" ein Anhänger für Hundehalsbänder um entlaufene Vierbeiner wiederzufinden. Inzwischen hat es der Tracker aber auch in ein Kinderuhrengehäuse in knallgrün oder rosa geschafft.

Neben den Ortungshinweisen können mit dem Armband dann auch Gespräche aufs Smartphone der Eltern geführt werden. Dabei ist eine Prepaid-Karte nötig, dann funktioniert der Tracker aber weltweit - also auch im Urlaub im Ausland. Das ist ein Vorteil gegenüber den Apps, denn diese arbeiten meist nicht ohne Daten-Roaming. Ein Nachteil ist, dass jede einzelne Standortabfrage und jeder Hinweis Geld kostet. Beim Kauf sind zwar schon fünf Euro auf die Preipaidkarte geladen, aber bei regelmäßiger Nutzung muss es schon bald wieder aufgeladen werden.

Die App für die Eltern ist kompatibel mit iOS und Android. Das Armband mit dem GPS-Tracker kostet 179 Euro, es entstehen weitere Mobilfunkkosten.

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"Geocare"

Auch bei "Geocare" handelt es sich um einen GPS-Tracker. Mit ihm lässt sich der Aufenthaltsort ihres Kindes punktuell oder fortlaufend abfragen. Per SOS-Taste kann außerdem eine Verbindung zu den Eltern oder gleich zu einer Notrufzentrale hergestellt werden. Eltern haben auch die Möglichkeit, auf dem "Geocare"-Tracker anzurufen. Das Gespräch wird auch dann hergestellt, wenn das Kind nicht abnehmen kann, da das Gerät über eine automatische Rufannahme verfügt. Weiterhin gibt es auch beim "Geocare" die Geozaun-Funktion, die Nachrichten an die Eltern schickt, sobald das Kind einen als sicher definierten Bereich verlässt, aber auch, wenn es einen als verboten vergegebenen Bereich betritt.

Auf die Funktionen kann beim "Geocare" nicht nur von der Smartphone-App aus zugegriffen werden, es gibt auch eine PC-Software und ein Web-Portal, die es ermöglichen, von jedem Rechner auf die Daten zugreifen zu können. Dafür ist der Preis aber auch ziemlich happig: Die Miete für das Gerät und den Service betragen je nach Umfang 24,90 bis 44,90 pro Monat.

Für: Android, PC und Webbrowser. Preis: ab 24,90 Euro pro Monat.

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räc/zij/news.de

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