Analsex, Leberwurst, Nazigold: Das verrät Google über die Deutschen

Das Vice-Magazin analysierte sie Google-Suchanfragen der Deutschen seit 2004 und verglich die Bundesländer miteinander. In welchem Land man besonders oft nach Analsex, Einhörnern, Bier, Steuerbetrug und Drogen sucht, verraten wir hier.

16 Bundesländer und noch mehr Interessenbereiche. Eine Untersuchung des Vice-Magazins analysierte die Suchanfragen der Bewohner aller deutschen Bundesländer. Heraus kam, dass wir Deutsche uns für ziemlich unterschiedliche Dinge interessieren.

Psychogramm mit Hilfe von Google-Suchanfragen

Inspiriert wurden die Vice-Redakteure von einem US-amerikanischen Forschungsprojekt. Mittels einer Tiefenanalyse mit Google-Trends versuchten sie herauszufinden, was die Menschen wirklich bewegt. Und am besten geht das natürlich mit den Suchanfragen beim Internetgiganten Google. Das Ergebnis: Das erste Psychogramm der Bundesrepublik Deutschland mit Hilfe der Suchhistorie von 2004 bis heute.

Unabhängiges Süddeutschland

In Baden-Württemberg sind die Menschen eher nachdenklich, zumindest wenn man den Suchanfragen glaubt. Sie fragen extrem oft nach dem Sinn des Lebens. Die sparsamen Schwaben suchen aber auch sehr gern nach Intimrasur, Komasaufen und natürlich nach Steuerbetrug. Die Bayern sind eher praktisch veranlagt. Weibliche Internetnutzer suchen nach Mitteln gegen Cellulitis, Männer unter den Stichworten «Wie finde ich eine Freundin?» nach der Frau fürs Leben. Eines verbindet die beiden Geschlechter aber schon einmal und zwar die Suche nach Bier, Schnaps und Nazigold. Ansonsten bestätigt die Google-Analyse, dass die Bayern wirklich an ein unabhängige Süddeutschland glauben.

Redtube, Porno und Boxen in Hessen

In der Mitte der Bundesrepublik lässt man es hingegen ordentlich krachen. Hessen ist ein hartes Land. Das lassen zumindest die Begriffe Boxen, Redtube, Ultimate Fighting Championship, Metallica und Porno vermuten. Doch Konkurrenz droht aus dem Osten. Im Nachbar-Bundesland versucht man den Hessen, den Titel «Härtestes Bundesland» mit Kettensägen, Ritterburgen und den Böhsen Onkelz streitig zu machen.

Im hohen Norden sitzen die Menschen scheinbar nicht allzu oft vor dem PC. Sie surfen vermutlich lieber in der Nord- oder Ostsee. Die Schleswig-Holsteiner sind Fantasie-Fans. Sie suchen den Herr der Ringe-Zauberer Gandalf und Einhörner. Besonders kurios ist die Suchanfrage «Was ist Facebook?». In MeckPomm stehen die Menschen eher auf Piraten, Nutten und Leberwurst.

In Sachsen sind Zombies, Eiskunstlauf und Judenwitze ganz hoch im Kurs und im Westen, in Nordrhein-Westfalen, haben die Menschen scheinbar die Schnauze voll. Auf der Suche nach einem Auftragsmörder, Geld und Gras, scheint der einzige Ausweg zu sein, Drogen zu verkaufen.

FOTOS: Suchmaschinen Alternativen zu Google
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Niedersachsen sehr experimentierfreudig

Glaubt man Google, so ist Rheinland-Pfalz ein Mekka der Vogelbeobachter. Doch wie der Klapperstorch und Atomkrieg zusammenpasst, ist bisher noch unklar. Die Niedersachsen sind wohl das experimentierfreudigste Land, was Deutschland zu bieten hat. Ihre Sexualpraktiken suchen sie zumindest bei Google.

Betrachtet man die Studie genauer, ist Berlin das wahre Problemkind in Deutschland. Drogen, Paranoia und Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit NSA, BND, Zionisten und Chemtrails lassen sich die Berliner erklären. Aber wieso suchen Berliner nach «Ich hasse Berlin». Komisch!

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bua/fro/news.de

3 Kommentare
  • Rohim

    11.07.2014 09:33

    Dieser Beitrag wurde entfernt, da er gegen die Kommentar-Richtlinien verstößt.

  • Hein Pongel

    04.07.2014 14:15

    Hi bua/fro! Da gab's mal eine Berlinerin, die hat 100 mal Berlin verflucht, 100 mal weit weg ihr Glück gesucht Das ist für Berliner mit ein bisschen Hirn keineswegs komisch den Laden zu hassen und trotzdem nicht davon loszukommen. Für Nicht-Berliner ist das auch so ein Ding. Wer sich vollständig auf die Berliner Mentalität einlässt, wird dasselbe Problem haben.

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  • pecochia

    04.07.2014 13:59

    Bescheuert !!

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