Youtube: Steinmeiers Wutausbruch wird zum Youtube-Hit

Seinen Kurzauftritt auf dem Berliner Alexanderplatz hatte sich Außenminister Frank-Walter Steinmeier sicher anders vorgestellt.

Steinmeiers Wutrede wurde zum Hit auf Youtube

Bild: imago/Metodi Popow/spot on news

Fast könnte man meinen, Außenminister und SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier habe sich bei seiner Rede auf dem Berliner Alexanderplatz die über Jahre hinweg angestaute Wut aus der Kehle gebrüllt. "Kriegstreiber, Kriegstreiber", haben ihm etwa hundert Demonstranten immer und immer wieder entgegengerufen. Zuviel für den sonst so besonnen wirkenden Politiker: Mit hochrotem Kopf platzt aus Steinmeier daraufhin eine Brandrede heraus, die es binnen kürzester Zeit zum absoluten Youtube-Hit schaffte.

Über 1,3 Millionen Aufrufe kann das Video bereits vorweisen. "Ihr solltet euch überlegen, wer hier die Kriegstreiber sind", wettert Steinmeier darin gegen die mit Trillerpfeifen und Protestschildern bewaffneten Demonstranten. "Wer eine ganze Gesellschaft als Faschisten bezeichnet, der treibt den Konflikt in Richtung Krieg. Der Sozialdemokratie muss niemand sagen, warum sie für den Frieden kämpft", schmettert er weiter.

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Was sich zum Internet-Phänomen mauserte, begann dabei als ganz normaler Wahlkampfauftritt, als kleine Vorrede für Europa-Politiker Martin Schulz. Doch die Spott- und Schmährufe der Protestgruppe verleiteten Steinmeier zum gänzlich ungeplanten Gegenangriff. Dabei dürfte es vor allem die schonungslose und nicht einstudierte Ehrlichkeit in Anbetracht der Ukraine-Krise sein, die das Video zum Youtube-Hit machte. "Die Welt besteht nicht nur aus Friedensengeln auf der einen und Bösewichten auf der anderen Seite. Die Welt ist leider komplizierter", fasst Steinmeier die Schwere des aktuellen Konflikts zusammen.

Seine Wutrede endet mit tosendem Applaus und den Worten: "Es waren Leute wie die da hinten, die immer die ganz einfachen Lehren hatten. Raus mit Griechenland, raus mit Portugal, zurück zur D-Mark, oder diesen ganzen anderen Blödsinn. Hätten wir auf Leute wie die da hinten gehört, wäre Europa heute kaputt."

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