Harald Schmidt: Uli-Hoeneß-Prozess sorgt für Gag-Duelle auf Twitter

Witz reiht sich an Witz: Unter dem Hashtag #hoenessindenknast geben sich Twitter-User ein Gag-Duell der besonderen Art. Sie alle haben sich den derzeit stark unter Druck befindlichen Uli Hoeneß als Zielobjekt für ihre Häme ausgesucht.

Uli Hoeneß am Montag beim Betreten des Gerichtssaals Bild: ddp images

Er ist stark in der Defensive. Nachdem während des Prozesses von Uli Hoeneß (62) zutage kam, dass der Bayern-Macher nicht nur 3,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen hatte, sondern unglaubliche 27,2 Millionen, ließ der Spott in den sozialen Netzwerken nicht lange auf sich warten. Unter dem Hashtag #hoenessindenknast twittern die User allerlei amüsantes zum Thema Hoeneß.

Ein Twitter-User zum Beispiel stellt in seinem Post die Frage, wer denn der Betriebsprüfer von Hoeneß sei. Etwa Wolfgang Schäuble? Andere berichten von einem Transferhammer. Hoeneß wechsele für 27,2 Millionen in die JVA München und erhalte dort einen Fünf-Jahres-Vertrag. Neben einigen harschen Kommentaren, die teilweise derbe unter die Gürtellinie gehen, übertreffen sich manche User mit Ironie und Witz gegenseitig.

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Bezüglich des Champions-League-Finals 2012 in München, dass die Bayern als "Finale dahoam" bezeichneten, bemerkt ein User: "Auftakt zum Hoeneß-Prozess - oder wie es beim FC Bayern heißt: 'Finale dahoam'". Ein weiterer Twitterer wünscht sich, dass die Trikots des FCB ja auch in schwarz/weiß quergestreift produziert werden könnten und der User Krümelmonster kommentiert in Anspielung auf die Körperfülle des Angeklagten hämisch: "Das Runde muss ins Eckige".

Doch nicht nur im Netz bekommt Hoeneß geballten Spott ab. Auch Harald Schmidt sah sich in seiner Late-Night-Show genötigt, den Prozess durch den Kakao zu ziehen. Alle paar Minuten erreichten gefakte Eilmeldungen den Entertainer während seiner Show. Mit "Hoeneß gesteht: Ich bin ADAC-Mitglied" oder "Hoeneß gesteht: Meine Glatze ist nicht echt" stellte der Entertainer seine verloren geglaubte Bissigkeit unter Beweis.

Die Krone der Häme bringt allerdings ein Bild zum Ausdruck, das bereits seit längerem durch das Internet geistert. Es zeigt einen Uli Hoeneß, der in einer Zelle sitzt, die über und über mit Borussia-Dortmund-Fanutensilien ausgeschmückt wurde. Außerdem prangt von der ansonsten kahlen Wand ein Konterfei des Trainers des Erzrivalen, Jürgen Klopp. Überschrieben ist das Bild mit: "Höchststrafe für Uli Hoeneß".

Trotz der vielen Witze im Netz scheint eines jedoch dennoch klar: Der Sache liegt eine durchaus ernste Angelegenheit zu Grunde. Höchstwahrscheinlich entscheidet das Münchner Landgericht am Donnerstag, ob Uli Hoeneß aufgrund der hohen hinterzogenen Summe und einer womöglich missglückten Selbstanzeige tatsächlich hinter Gitter oder mit einem blauen Auge und einer Bewährungsstrafe davon kommt.

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