Zu wenig Beteiligung Facebook schafft Mitsprache endgültig ab

Mark Zuckerberg und Co.
Jung, innovativ und steinreich

Facebook-Mitglieder konnten seit 2009 über vorgeschlagene Regel-Änderungen abstimmen. Doch die Beteiligung ist schon zum zweiten Mal so niedrig, dass das Online-Netzwerk die Mitsprache-Möglichkeit demnächst abschaffen kann.

Die Facebook-Nutzer werden ihr Mitsprache-Recht bei Regel-Änderungen im weltgrößten Online-Netzwerk verlieren. Facebook wird das bisherige Abstimmungsverfahren wie geplant abschaffen können. Am Montag war wenige Stunden vor Ablauf der wohl letzten Nutzer-Abstimmung bereits klar, dass Facebook seine neuen Regel durchsetzen kann.

Bis Montagnachmittag hatten sich rund 650.000 Mitglieder an der Abstimmung beteiligt. Das entspricht einem Anteil von 0,06 Prozent der Facebook-Nutzer. Damit das Ergebnis einer Abstimmung für das Netzwerk bindend ist, wäre eine Beteiligung von mindestens 30 Prozent erforderlich. Das wären aktuell rund 300 Millionen Mitglieder.

Mehrheit der Teilnehmer gegen Abschaffung

An der vergangenen Abstimmung im Juni hatten nur 0,04 Prozent der Nutzer teilgenommen. Facebook beschloss daraufhin, die Abstimmungen abzuschaffen. Stattdessen soll es zusätzliche Möglichkeiten geben, den Verantwortlichen für Datenschutz Fragen zu stellen.

Blamieren im Netz
Peinlich, peinlicher, Facebook

In der aktuellen Abstimmung sprach sich eine klare Mehrheit von mehr als 567.000 Teilnehmern gegen die vorgeschlagenen Regel-Änderungen aus. Die Stimmen konnten noch bis 21 Uhr deutscher Zeit abgegeben werden.

Das Online-Netzwerk, das oft von Datenschützern kritisiert wird, hatte die Abstimmungen immer wieder als einzigartiges Beispiel für Demokratie im Verhältnis zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden hervorgehoben. Das Verfahren war 2009 eingeführt worden, als Facebook noch rund 200 Millionen Nutzer hatte. Kritiker hielten Facebook vor, die Abstimmungen seien angesichts der unrealistisch hohen 30-Prozent-Hürde eine Farce gewesen. Facebook hatte diesmal jeden Nutzer per E-Mail auf die Möglichkeit zur Meinungsäußerung hingewiesen.

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zij/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Konstantin
  • Kommentar 2
  • 07.02.2013 17:26

Ich habe im Verbandsorgan RehaTreff 4/2010 einen Artikel zu S21 gefunden und gcnaesnt. Der Artikel heidft d6ffentlichkeitsarbeit nach Lesart der Bahn AG Herzlich willkommen im 21. Jahrhundert! Untertitel: Bahn Bund und Land werben ffcr das umstrittene Grodfprojekt Stuttgart 21 mit Argumenten, die Behinderte nur als Hohn empfinden kf6nnen. Autor: Werner Pohl, S.40 und 41. Wem kann ich den Scan wohin senden?Heike Bickelmann

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  • R.A.
  • Kommentar 1
  • 15.12.2012 08:36

Ich erfahre heute das erste mal, dass es so etwas wie eine Abstimmungsmöglichkeit überhaupt gegeben hat. Bin nur gelegentlicher Facebook nutzer und habe immer updates über alte Posts bekommen, die ich bereits gelesen habe und über neue Posts von denen, die ich als Freunde eingeladen hatte, aber ich kann mich an keinen Hnweis erinnern, der mich auf die Möglichkeit eines Mitspracherechtes hingewiesen hätte. Schon merkwürdig. Und warum muss das Mitrspracherecht überhaupt abgschafft werden?

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