Anbieterwechsel Nur 24 Stunden Internet-Zwangspause

Wer seinen Internetanbieter wechseln, muss auf die neue Leitung nicht länger als einen Tag warten. (Foto)
Wer seinen Internetanbieter wechseln, muss auf die neue Leitung nicht länger als einen Tag warten. Bild: dpa

Einen Tag - länger müssen Kunden künftig nicht mehr warten, wenn sie ihren Telefon- oder Internetanbieter wechseln. Gelingt das dem neuen Provider nicht, muss der alte wieder die Versorgung übernehmen. Was Verbraucher wissen sollten, erklärt news.de.

Bei fristgemäßer Kündigung und neuem Vertragsabschluss müssen Kunden nicht länger als einen Kalendertag ohne DSL- oder Telefonleitung sein. Das sieht das Gesetz seit Anfang Dezember vor. Klappt das aus technischen Gründen nicht, «muss der Altanbieter seinen Kunden wieder mit einem Telefon- beziehungsweise Internetanschluss versorgen», erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW). Die Regelung gilt seit Anfang Dezember.

Bis der Wechsel funktioniert, falle über das Vertragsende hinaus nur noch die Hälfte der ursprünglichen Grundgebühren an. Dies gelte allerdings nicht, wenn die Kunden das Scheitern des reibungslosen Ablaufs nachweislich selbst verursacht haben. Der neue Anbieter könne zudem erst die Grundgebühr einfordern, wenn der Wechsel erfolgreich abgeschlossen wurde.

Für einen reibungslosen Ablauf rät die Verbraucherzentrale, zunächst die genauen Bedingungen für eine Kündigung zu ermitteln. Diese sei nur zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit möglich, die meist 12 oder 24 Monate beträgt. Dabei sei eine Kündigungsfrist von höchstens drei Monaten zu beachten. Wer nicht genau wisse, wann die nächste Frist endet, könne dies den Allgemeinen Geschäftsbedingungen entnehmen oder direkt beim Anbieter erfragen.

Anspruch auf die alte Rufnummer

Der neu gewählte Versorger sollte bei Vertragsabschluss mit der Kündigung beim alten Anbieter beauftragt werden. Dies habe gegenüber einer eigenen Kündigung den Vorteil, dass die Anbieter sich unmittelbar über die nahtlose Umschaltung des Anschlusses verständigen können.

Ebenso könne der neue Anbieter bei Bedarf mit der Portierung der gewohnten Rufnummer beauftragt werden. Festnetzkunden haben zum Vertragsende, Mobilfunkkunden hingegen jederzeit das Recht, ihre Rufnummern auszulösen. Geklärt werden sollte zuvor allerdings, ob der neue Anbieter es tatsächlich erlaubt, dass Kunden ihre Rufnummern mitbringen.

Falls der Anbieterwechsel innerhalb eines Kalendertages trotz aller Vorkehrungen scheitert, sollte dies neben einer Beschwerde an die betroffenen Anbieter schriftlich oder per E-Mail der Bundesnetzagentur gemeldet werden. So kann sichergestellt werden, dass die Versorgungsunterbrechung nur wenige Tage andauert, berichtet die Verbraucherzentrale NRW. Denn eine gesetzeswidrige Unterbrechung der Leitung könne von der Bundesnetzagentur mit einer Geldbuße bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

ham/news.de/dapd

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • R.Reimann
  • Kommentar 1
  • 11.12.2012 12:54

Statt 6000 k/bits Download nur 1157 k/bits ! (Gem. Telecom ist die Leitung mit 3600 k/bits störungsfrei zu betreiben) Techniker ohne Motivation ! Ständige Wartezeit in der Hotline (trotz 5,00€ Servicegebühr) von mindestens 30 Minuten ! Fazit Kunden unfreundlich, mise Technik und schlechter Service ! V E R S A T E L !!!

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