Indoor-Maps Google führt durchs KaDeWe

Ein neuer Schachzug im Kampf der Giganten: Apple hat sich von den Google-Karten verabschiedet, jetzt übt Google mit einem neuen Kartendienst für Android Rache. Indoor-Maps zeigt große öffentliche Gebäude auch von innen - zur Orientierung im KaDeWe, dem Deutschen Museum oder dem Signal-Iduna-Park.

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Digitale Kartendienste für mobile Geräte sind in diesem Jahr zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor geworden. Nach der Einführung eines eigenen Geodienstes bei Apple und der Vorstellung der neuen Nokia-Plattform «Here» bring Google heute seine Innenraumkarten nach Deutschland. Zum Start der «Indoor Maps» stehen Karten für Flughäfen, Museen, Einkaufszentren und Veranstaltungshallen zur Verfügung - zunächst für die Nutzung auf Smartphones und Tablet-Computern mit dem Google-System Android.

Indoor-Maps führt zum Beispiel durch das Berliner Nobelkaufhaus KaDeWe, zu den Lieblingsausstellungsstücken im Deutschen Museum in München oder das Dortmunder Fußballstadion.

«Für uns ist es ganz wichtig, diese neuen Möglichkeiten so breit wie möglich verfügbar zu machen», sagte Produktmanager Cedric Dupont. «Wir wollen so viele Nutzer wie möglich erreichen, auch auf dem Desktop und anderen Plattformen.» Zu Berichten, dass Google eine spezielle Maps-App für Apples Mobil-Plattform iOS entwickeln könnte, gebe es noch keine konkreten Informationen, sagte Dupont.

Apple hat in diesem Jahr die bisherigen Google-Karten auf iPhone und iPad durch einen eigenen Dienst ersetzt, der bei Nutzern zunächst auf Kritik stieß und nun zügig weiterentwickelt werden soll. Auch Nokia treibt nach dem Verlust der Marktführerschaft bei Handys das Geschäft mit Geo-Software voran. Konzernchef Stephen Elop stellte Mitte November eine neue Online-Kartenplattform mit dem Namen «Here» vor, die auch Smartphones mit Android oder das iPhone unterstützt.

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Für seine «Indoor Maps» stellte Google auch ein Software-Werkzeug bereit, mit dem Gebäudebesitzer selbst Innenraumkarten hinzufügen können. «Wir erwarten, dass so die Reichweite der Indoor Maps schnell zunehmen wird», sagte Dupont.

Bei der Orientierung in der Stadt hätten digitale Kartendienste für mobile Geräte gedruckte Stadtpläne bereits weitgehend abgelöst, sagte der Manager. Nur innerhalb eines großen Gebäudes sei dies bislang kaum möglich gewesen. «Das ändern wir jetzt. 2012 ist das Jahr, in dem Indoor Maps Realität geworden sind.» In den USA wurde diese Funktion vor einem Jahr mit der Google-Maps-Version 6.0 eingeführt, in den vergangenen Monaten kamen auch mehrere europäische Länder hinzu.

iwi/news.de/dpa

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