Strom sparen Ziehen Sie die Kostenbremse!

Stromverbrauch am PC
Was Sie einsparen können

Viele Energieversorger verschicken dieser Tage unangenehme Post: Preiserhöhungen stehen ins Haus - dank erhöhter Ökostromumlage. Wenn möglich, sollten Sie Energieschleudern im Haushalt schnell ersetzen. Wie Sie Ihr Geld trotzdem zusammenhalten, verrät news.de.

Ein Leben ohne Fernseher, Leselampe oder Kühlschrank mag sich niemand vorstellen. Angesichts steigender Strompreise - auch dank erhöhter Ökostromumlage - wird Strom sparen immer mehr zur Notwendigkeit. Auch ein erneuter Wechsel des Stromanbieters sollte bedacht werden.

Der Kühlschrank als Energieräuber

Ein Stromfresser, der im Haushalt unbemerkt über Jahre hinweg die Stromrechnung in die Höhe treibt, ist der Kühlschrank. Selbst wenn das Gerät seinen Dienst zuverlässig verrichtet, ist der Stromverbrauch unnötig hoch. Prüfen Sie deshalb, wie alt Ihr Kühlschrank ist und welche Energieeffizienzklasse er hat. Über kurz oder lang hilft nur die Anschaffung eines neuen Gerätes, das mindestens das Label A+ erhalten hat. Mit der Energieeffizienzklasse A+++ sparen Sie am meisten Strom, wodurch sich die Anschaffungskosten schnell amortisieren.

Allerdings sparen Sie bereits Energie, wenn Sie Ihren Wocheneinkauf übersichtlich im Kühlschrank verstauen. So sparen Sie sich die zeitraubende Suche nach Butter, Marmelade und Co. bei weit geöffneter Kühlschranktür. Das Gerät muss also nicht mehr mit hohem Energieaufwand das Kühlschrankinnere herunterkühlen - die Stromrechnung verschlankt sich schneller.

Nennen Sie einen Kühlschrank mit eingebauten Frostfach Ihr Eigen, sollten Sie dieses regelmäßig abtauen. Um bei einer dicken Eisschicht eine konstant niedrige Temperatur zu halten, wird viel Energie verbraucht. Nicht zuletzt, weil die Tür sich nicht mehr richtig schließen lässt.

Nutzen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht

Wenn alle Stricke reißen, steht Verbrauchern der Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter offen - selbst wenn der aktuelle Vertrag noch nicht ausgelaufen ist. Sobald Post vom Stromversorger ins Haus flattert und eine einseitige Änderung der Vertragsbedingungen ankündigt, dürfen Stromkunden in der Regel die Notbremse ziehen. In solchen Fällen haben Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht, da eine Preissteigerung wesentlich in die vertraglich vereinbarten Bedingungen eingreift.

Allerdings ist bei einer solchen außerordentlichen Kündigung Schnelligkeit gefragt, gibt Erik Huebel, Energieexperte beim Verbraucherportal preisvergleich.de zu bedenken. «In der Regel haben Stromkunden eine zweiwöchige Frist, um bei einer Strompreiserhöhung ihren Vertrag vorzeitig zu kündigen. Diese beginnt, sobald die Preiserhöhung dem Kunden auf dem Postweg mitgeteilt wurde. Mit einer schriftlichen Kündigung sind Verbraucher auf der sicheren Seite - unbedingt angegeben werden sollten neben der Kundennummer auch die Nummer des Stromzählers.» Am besten sei es zudem, die Kündigung per Einschreiben zu verschicken, rät Erik Huebel, denn so kann das Versanddatum am besten nachgewiesen werden.

Wenn Sie eine außerordentliche Kündigung bei Ihrem Energieversorger einreichen wollen, sollten Sie sich frühzeitig nach einem günstigeren Anbieter umsehen. Mit Vergleichsrechnern, die Sie beispielsweise auf preisvergleich.de finden, können Sie sich mit wenigen Klicks einen Überblick über alle in Frage kommenden Anbieter verschaffen. Für einen Vergleich benötigen Sie lediglich Ihre Postleitzahl sowie Ihren jährlichen Stromverbrauch. Alternativ können Sie auch die Größe Ihres Haushaltes als Grundlage angeben.

Zuvor ist jedoch ein genauer Blick in den bestehenden Vertrag unerlässlich. Mitunter haben Stromanbieter nämlich eine Klausel integriert, die eine außerordentliche Kündigung bei steigenden Steuern und Abgaben ausschließt.

Der Strom der Zukunft
Wo es bei der Energiewende hapert

Das Vergleichsportal preisvergleich.de ist Teil der Unister Unternehmensgruppe, zu der auch news.de gehört.

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loc/ham/news.de

Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • Volker Siebert
  • Kommentar 4
  • 30.11.2012 23:27

Wir betreiben unseren 5 Liter Boiler unter der Spüle mit der Fernansteuerung Thermo - Stop und sparen ca. 50 Euro Strom pro Jahr. Unser Boiler hält nicht mehr 24 Stunden Wasser heiß, sondern heizt per Knopfdruck das Wasser nur noch auf, wenn wir es brauchen. Der Thermo - Stop kostet ca.25 Euro. Der hat sich also in einem halben Jahr bezahlt gemacht und der Boiler hält noch viele Jahre länger. Leider ist die Energiesparidee nicht so bekannt.

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  • Martin
  • Kommentar 3
  • 22.11.2012 21:10
Antwort auf Kommentar 2

Warum so negativ? Ich bewundere Sie für Ihren niedrigen Stromverbrauch. Wir haben für 2 Personen unseren Stromverbrauch von 4100 auf 1600 kWh senken können. Wie man es anstellt und welche Maßnahmen man ergreift, sollte jedem selbst überlassen sein. Ich kenne jemanden, der gar keinen KuehlschrNk hat und im Sommer mit Verdunstungskälte seine Sachen kühl hält. Mein Fall wäre es nicht. Aber ich denke, dass positive Beispiele motivierend sind. Sie sollten aber auch positiv rübergebracht werden. Andernfalls ist es bestenfalls Selbstzweck. Überzeugen wird man dann kaum jemanden.

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  • Michael Schmidt
  • Kommentar 2
  • 19.11.2012 16:26

Was für ein Witz, neuen Kühlschrank kaufen.......... Damit macht man nur die Industrie reich. Bei uns ist der Kühlschrank im Winter immer aus und alles befindet sich in einer Box auf dem Balkong. So ein Schwachsinn, wenn man für viel Stromgeld im Kühlschrank das Klima erzeugt, das in der kalten Jahreszeit sich vor der Tür befindet. Letztes Jahr lag der Stromverbrauch bei uns 2 Personen bei 760 KWH. Neuen Kühlschrank kaufen, lächerlich.....................

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