iPad Mini Apple lüftet das Tablet-Geheimnis

Tablets
Das iPad und seine Konkurrenten

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Kommt es, das iPad Mini oder kommt es nicht? Am Abend will Apple das Geheimnis lüften. Was ein iPad Mini bieten könnte, hat news.de zusammengetragen. Und wir verraten, was außer einem iPad Mini noch vorgestellt werden könnte.

Mit den Worten «Wir haben euch noch eine Kleinigkeit zu zeigen», hat Apple zur Präsentation heute Abend eingeladen. Und das Wortspiel «Kleinigkeit» hat die Gerüchteküche nur noch mehr befeuert, die seit Monaten um ein potenziell kleineres Tablet aus Cupertino brodelt.

Doch wie sähe so ein iPad Mini aus? Experten vermuten, dass das Display eines potenziellen iPad Mini bei 7,85 Zoll liegen könnte. Eine Bildschirmauflösung mit 1024 mal 768 Pixeln wird gemeinhin angenommen. Zweifel bestehen daran, dass das iPad Mini über ein Retina-Display verfügt. Macerkopf.de setzt auf das Gerücht, Apple könnte ein IGZO-DisplayIGZO: Indium-Gallium-Zink Oxid, ein Halbleitermaterial. Es ersetzt in LCD-Bildschirmen amorphes Silizium und kann auch eine schnellere Reaktionszeit des Bildschirms ermöglichen. verbauen. Die Technologie stammt von Sharp, ermöglicht es, die Displays dünner zu bauen und verbraucht weniger Energie als andere Displays.

Um dem Begriff «Mini» gerecht zu werden, könnte Apple beim verfügbaren Speicher sparen. Eine Modell mit 8 Gigabyte wäre denkbar, für Apple aber ein ungewöhnlicher Schritt. Denn mit weniger als 16 Gigabyte Speicher ist bislang keine iPad-Generation ausgeliefert worden. Auf dem Markt dürfte eine 8-Gigabyte-Version zudem nicht ganz unproblematisch sein, denn Tablets werden vor allem für Videos und Spiele genutzt. Und die brauchen bekanntermaßen deutlich mehr Speicher als E-Mails.

iPad Mini ohne Mini-Preis

Sollte sich Apple tatsächlich für ein solch kleines Speichermodell entscheiden, wird es mindestens eine Version mit mehr Speicher geben. Bei den Tablets hat sich Apple bisher nie auf eine einzige Variante der Speicherkapazität beschränkt. Unwahrscheinlich ist dagegen, dass Apple neue Farbe bekennt - obwohl die Einladung des Konzerns regenbogenbunt daher kommt. Mehr als Schwarz oder Weiß wird aber wohl beim iPad Mini nicht drin sein. Dabei fände ein schickes Rot durchaus seine Liebhaber.

Als Betriebssystem dürfte das erst vor wenigen Wochen veröffentlichte iOS 6 dienen. Surfen wird über WiFi möglich sein, auch auf Bluetooth wird Apple nicht verzichten. Ob aber auch Mobilfunk an Bord ist, appleinsider.com spekuliert über 3G und 4G LTELong Term Evolution (LTE) ist ein Mobilfunkstandard, der die Nachfolge von UMTS angetreten hat. LTE ermöglicht die Übertragung von deutlich mehr Daten als UMTS oder HSPA. , bleibt abzuwarten.

Da Apple das iPad 3 derzeit ab 479 Euro und das iPad 2 ab 399 Euro verkauft, könnte ein iPad Mini preislich zwischen beiden Geräten liegen oder gar etwas günstiger sein. Experten sind überzeugt, dass sich Apple hier dem Konkurrenzkampf mit dem Nexus 7 von Google und dem Kindle Fire HDHD steht für High Definition - also hochauflösende Videosignale. Mehr Bildzeilen (720 oder 1080) machen das Bild deutlich schärfer und detailreicher als beim normalen Fernsehen (576 Bildzeilen). von Amazon stellen wird. Im Handel könnte das iPad Mini Anfang bis Mitte November verfügbar sein.

Sollte Apple am Abend tatsächlich ein iPad Mini vorstellen, wird das Unternehmen zeitgleich vermutlich das iPad 2 aus dem eigenen Handel nehmen. Es ist bei Apple üblich, die Produktpalette von älteren Gerätetypen zu bereinigen, sobald mindestens zwei neuere Generationen zur Verfügung stehen. Gänzlich aus dem Handel verschwinden würde ein iPad 2 allerdings nicht. Denn auf dem Gebrauchtmarkt sind auch Apples ältere Geräte noch einiges wert - und gefragt. Selbst das iPad 1 mit 64 Gigabyte - im Apple-Store schon lange nicht mehr zu bekommen - wird etwa bei eBay oder im Amazon Marketplace noch angeboten. Der Preis liegt um 250 Euro.

Zeigt Apple neue Macs oder gar eine Spielekonsole?

Unabhängig von einem potenziellen iPad Mini gehen Experten davon aus, dass Apple vielleicht auch ein neues 13 Zoll großes MacBook Pro mit Retina-Display sowie einen neuen Mac Mini vorstellen wird. Das MacBook Pro könnte laut allthingsd.com ein ebenso dünnes Gehäuse wie die 15-Zoll-Version haben und eine Display-Auflösung von 2560 mal 1600 Pixel bieten. Die beiden derzeit in Deutschland verfügbaren 13-Zoll-Geräte kosten zwischen 1249 und 1549 Euro. Ein neues Gerät wird Apple vermutlich in eben dieser Preisklasse ansiedeln.

In Sachen Mac Mini sind scheinbar zwei Standardversionen geplant. Das berichtet zumindest 9to5mac.com mit Bezug auf ungenannte Quellen. Unterscheiden sollen sich die Versionen durch Speichergröße und Prozessortyp. Eine dritte Variante könnte mit OS X Server ausgeliefert werden.

Genauso gut könnte Apple überraschend einen Fernseher vorstellen, über den seit langem diskutiert wird. Und auch eine Spielekonsole wäre nicht ganz abwegig. Dass Apple auch im Spielemarkt Fuß fassen will, ist kein neues Gerücht, wurde aber dadurch befeuert, dass Tim Cook im Frühjahr dem Spieleunternehmen Valve einen Besuch abgestattet haben soll.

Ob am Ende etwas dran ist, wird sich am Abend zeigen. Denn was im Vorfeld von Apple-Präsentationen als fast sicher galt, hat Apple noch längst nicht immer gehalten.

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loc/news.de

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