Surface-Tablet Microsoft will auf Apple-Niveau

Surface
Hoffnung auf den Durchbruch
Video: dpa

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Surface ist zwar nicht das erste Tablet von Microsoft. Doch es ist das Gerät, mit dem der Software-Riese endlich den Durchbruch im Markt schaffen will. Dabei gibt sich Microsoft großspurig: Der Preis für das Tablet liegt auf Apple-Niveau.

Apple hat den Tablet-PCs zum Durchbruch verholfen. Doch der Begriff für die flachen Computer mit berührungsempfindlichem Display stammt von Microsoft. Und nun will der Redmonder Konzern endlich beweisen, dass nicht nur Software aus dem eigenen Hause erfolgreich sein kann.

Mit dem Surface-Tablet plant Microsoft Ende Oktober in den USA im Markt durchstarten. Wohlgemerkt mit dem Motto: Klotzen statt kleckern. Denn in Sachen Preis will Microsoft offenbar Apple Konkurrenz machen: Die kleine Version des Tablets soll 499 Dollar kosten, dafür aber mit 32 Gigabyte internem Speicher ausgerüstet sein. Doppelt so viel wie bei der kleinsten Version des iPad. Die Surface-Variante mit 64 Gigabyte will Microsoft für 699 Dollar verkaufen. Wie das Wall Street Journal berichtet, will Microsoft noch in diesem Quartal drei bis fünf Millionen Stück des neuen Tablets produzieren.

In Deutschland ist Surface bislang nur mit Windows RT als Betriebssystem vorzubestellen. Die 32-Gigabyte-Version kostet hier ohne schwarzes Touch-Cover 479 Euro, mit Touch-Cover sind es 579 Euro. Mit 64 Gigabyte internem Speicher muss der Kunde 679 Euro zahlen. Die Auslieferung erfolgt hier ab dem 26. Oktober.

Mit seinem 10,6-Zoll-HD-Display ist Surface etwas größer als das iPad und soll nur 680 Gramm wiegen. Die Auflösung beträgt 1366 mal 786 Pixel. Zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sollen dafür sorgen, dass alle Programme und Funktionen des Tablets flüssig laufen. Videokameras sind front- und rückseitig installiert und sollen jeweils HD-Aufnahmen mit 2720p leisten können.

Wer trotz Touch-Display nicht auf eine Tastatur verzichten will, kann dieses als Zubehör kaufen. Bislang hat der Kunde die Wahl zwischen einem Touch-Cover und einem Type-Cover. Das Touch-Cover dient gleichzeitig als Schutzhülle, ist 3,25 Millimieter dünn, wiegt laut Hersteller 208 Gramm und ist in fünf Farben verfügbar. Preis: 119,99 Euro. Das Type-Cover kostet 10 Euro mehr, ist mit 6 Millimeter Dicke recht stabil, aber 250 Gramm schwer und nur in Grau erhältlich.

Das sogenannte Surface Pro mit Windows 8 kann bislang noch nicht vorbestellt werden. Laut technischem Datenblatt sind hier aber zwei Varianten mit 64 beziehungsweise 128 Gigabyte internem Speicher geplant. Anders als die Windows-RT-Version wird das Windows-8-Surface mit einem 10-Punkt-Multi-Touch-Display ausgestattet sein. Die Display-Größe bleibt gleich, allerdings beträgt die Auflösung hier 1920 mal 1080 Pixel. Im Inneren taktet ein Intel Core i5-Prozessor. Zudem gibt es 4 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Das Microsoft jetzt bereits mit den Preisen herausrückt, dürfte nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Tatsache stehen, dass Konkurrent Apple für den 23. Oktober einen Präsentationstermin angekündigt hat. Spekuliert wird, dass der US-Konzern ein iPad Mini vorstellen wird.

Update (19. September 2012): Die Preise des Surface-Tablet scheinen die US-Amerikaner nicht vom Kauf abzuschrecken. Die erste Charge des Geräts mit 32 Gigabyte Arbeitsspeicher scheint dort bereits ausverkauft. Wer noch ein Surface mit Windows RT bestellen will, wird darauf hingewiesen, dass die Auslieferung frühestens in drei Wochen erfolgt. In Deutschland scheint dieser Erfolg bislang auszubleiben. Dort heißt es für Vorbesteller: «Das Produkt wird möglicherweise früher versandt, damit es zum Veröffentlichungsdatum verfügbar ist.»

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loc/sca/news.de/dapd

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