Telekommunikation Kunde muss Zweifel an Höhe der Handyrechnung belegen

Heidelberg - Zweifel allein genügt nicht: Wer meint, dass der Handyanbieter bei der Rechnung Fehler gemacht hat, muss das auch belegen können. Das bestätigt ein aktuelles Urteil.

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Kunde muss Zweifel an Höhe der Handyrechnung belegen Bild: dpa

Wer die Höhe seiner Handyrechnung anzweifelt, muss konkrete Gründe dafür vorweisen können. Andernfalls ist der Kunde verpflichtet, die Rechnung in voller Höhe zu bezahlen. Das entschied das Landgericht (LG) Heidelberg (Aktenzeichen: 1 S 54/11), wie die «Neue juristische Wochenschrift» berichtet.

In dem Fall hatte ein Mobilfunkanbieter eine Kundin verklagt, nachdem diese mehrere Handyrechnungen nicht bezahlt hatte. In einem Fall argumentierte die Beklagte, dass sie die Tarife nicht gebucht habe. Bei weiteren Rechnungen beanstandete die Kundin pauschal deren Höhe. Gründe nannte sie aber nicht.

Vor Gericht bekam das Mobilfunkunternehmen Recht. Es reiche nicht aus, dass die Kundin die Rechnungshöhe bezweifle, befanden die Richter. Auch der allgemeine Hinweis, bestimmte Tarife seien nicht gebucht worden, sei unzureichend. Kunden müssten ihre Zweifel immer konkret begründen. Denn andernfalls könne jeder Kunde bei seinem Anbieter durch eine pauschale Beanstandung unnötige Kosten verursachen.

Die Entscheidung des LG Heidelberg zum Nachlesen (PDF-Datei)

news.de/dpa

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