Galaxy S III Brillante iPhone-Konkurrenz

Eines ist das Samsung Galaxy S III nicht: ein Spielverderber. Das brillante Super-Amoled-Display bringt das Blut begeisterter Mobilzocker in Wallung - auch bei schlechten Blickwinkeln. Hinzu kommt Stehvermögen. News.de hat das Smartphone dem Alltagstest unterzogen.

Teuer, aber derzeit eines der besten Smartphones auf dem Markt: das Samsung Galaxy S III. (Foto)
Teuer, aber derzeit eines der besten Smartphones auf dem Markt: das Samsung Galaxy S III. Bild: Samsung

Leichtgewicht oder großes Display - in Zeiten von Handys war das noch eine Entscheidung, die beim Kauf eine wichtige Rolle spielte. Die aktuelle Smartphone-Generation hat diesem Gewissenskrieg jedoch ein Ende gesetzt. Leichtgewicht und große Displays sind keine Widersprüche mehr - das beweist Samsungs Klassenprimus.

Das Galaxy S III bringt - inklusive Akku - nur rund 130 Gramm auf die Waage. Konkurrenzgeräte wie das HTC Titan oder iPhone 4S haben deutlich mehr Speck auf den Rippen. Doch während diese Geräte mit einem Metallkorpus ausgestattet sind, setzt Samsung bei seinem aktuellen Zugpferd auf ein stabiles, metallic-glänzenden Kunststoffgehäuse. Samsung verbaut beim Galaxy S III kratzstabiles, fast witterungsbeständiges Polycarbonat. Plastik bleibt jedoch Plastik. Ob es gefällt, ist Geschmackssache des Verbrauchers.

Doch das Wesentliche an diesem Gerät ist der Bildschirm: Das 4,8 Zoll große Super-Amoled-Display gehört derzeit zum brillantesten auf dem Markt. Das eignet sich prima für Videos und Fotos, wird aber erst bei Videospielen so richtig zum Erlebnis - etwa beim auf der Gamescom von Electronic Arts vorgestellten Need for Speed für Smartphones. Bei vielen Spielen mit Bewegungssteuerung erleben Smartphone-Nutzer oft eine schlechte Bildqualität, sobald der direkte Blickwinkel verändert wird. Nicht so beim Galaxy S III. Auch wenn's unterwegs mal ruckelig wird, der Spielgenuss wird nicht gemindert. Da verpasst man beim Spielen in der Straßenbahn schon mal eine Haltestelle.

Galaxy S III beweist langen Atem

Wer intensiv Multimedia-Anwendung nutzt, zwingt sein Smartphone - gerade solche mit großen Displays - schnell in die Knie. Mehr als fünf Stunden Dauerbetrieb sind selten drin. Mit knapp sieben Stunden bei mittlerer Beleuchtungsstärke trumpft das südkoreanische Zugpferd hier jedoch auf. Zudem lässt sich der Akku im Fall eines Defekts tauschen. Gerade beim Preis von derzeit rund 600 Euro kann der Käufer das jedoch erwarten.

Überzeugend auch: Das Tempo, mit dem Programme gestartet werden. Flüssige Starts, kaum Ruckler und rasante Anmeldung etwa in einem heimischen Wlan sind dem Quad-Core-Prozessor zu verdanken, der sich im flachen Gehäuse versteckt. Selbst bei Fotos fällt das S III positiv auf. Scharfe Aufnahmen, leuchtende Farben und eine brauchbare Ausleuchtung per Blitz auch bei weniger Umgebungslicht sorgen für Spaß bei der Nutzung des Smartphones. Wer auf die Beleuchtungshilfe verzichtet, muss jedoch Bilder mit einem ordentlichen Bildrauschen hinnehmen. Doch ein Smartphone ist eben keine Spiegelreflexkamera.

Dass das Gerät von den meisten Nutzern wohl zum Surfen, aber noch häufiger zur Unterhaltung genutzt wird - davon geht Samsung beim Zugpferd standardgemäß aus. Game-, Music- und Video-Hub sind bereits auf dem Gerät vorinstalliert. Umständlich ist allein die Anmeldung. Für jedes dieser Angebote muss eine eigene Anmeldung her - genauso wie auf dem Galaxy Tab 2 7.0.

Bei den klassischen Funktionen macht das S III nichts verkehrt. Die Sprachqualität ist gut, Hintergrundrauschen gibt es kaum. Auch Freisprechen ist möglich, bei Smartphones aber eigentlich keine notwendige Voraussetzung. SMS und E-Mails lassen sich fix und ohne komplizierte Bedienung schnell versenden.

Fazit: Auch wenn Apple mit aller Macht versucht, Samsungs Smartphones weitestgehend aus dem Verkehr zu ziehen - das Galaxy S III gehört zu den Geräten, die dem iPhone locker das Wasser reichen können. Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut - auch wenn ein Plastikkorpus durchaus streitbar ist. In Sachen Leistung gibt es nichts zu bemängeln. Wer seinen Augen etwas Gutes tun will, der ist mit dem großen Super-Amoled-Display bestens ausgestattet.

Am Ende ist es also der Preis, der über Kauf oder Nicht-Kauf entscheidet. Rund 600 Euro können die meisten Verbraucher nicht mal eben aus der Tasche schütteln. Wer mit dem Gerät nur spielen will, bekommt mit der Playstation Vita eine bessere Alternative mit ähnlichem Leistungsspektrum. Wer dagegen auch beruflich auf das Smartphone angewiesen ist, findet im S III jedoch einen mehr als praktischen Begleiter.

Hinweis (Stand: September 2012): Apple versucht derzeit, dass Samsung Galaxy S III aufgrund von angeblichen Lizenzverletzungen verbieten zu lassen.

Gerät: Samsung Galaxy S III
Hersteller:
Samsung
Farbvarianten:
Pepple-Blue, Marble-White
Gerätevarianten: 16 GB, 32 GB
Preis: 530 bis 660 Euro (Hersteller-UVP: 699 Euro)
Lieferumfang: Stromkabel, USB-Kabel, Headset, Headset-Aufsätze, Bedienungsanleitung

loc/sca/news.de

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