Tricks zum Geld sparen Hier verstecken sich die Stromfresser im Haushalt

Claudia LöweVon news.de-Redakteurin
Stromfresser lauern überall im Haushalt - ebenso wie Sparpotenziale. Wie Sie Ihre Strom- und Energierechnung auf einen Schlag verschlanken können, ohne auf Komfort zu verzichten, verrät news.de.

Zu oft wird Strom durch überflüssig brennendes Licht vergeudet. Gerade in Hausfluren oder im Eingangsbereich lässt sich mit Bewegungsmeldern Strom sparen - die Beleuchtung wird nur dann angeschaltet, wenn sie tatsächlich benötigt wird.

Der Umstieg von herkömmlichen Glühlampen auf Energiesparlampen sollte inzwischen auch Nostalgikern nicht mehr schwerfallen. Das Argument, energiesparende Leuchtmittel würden unangenehm grelles Licht abgeben, haben sich die Hersteller zu Herzen genommen. Verbraucher können zwischen mehreren kalten und warmen Abstufungen der Lichtfarbe wählen. Auch die Mär, dass Energiesparlampen erst eine gewisse Aufwärmzeit brauchen, um optimales Licht abzugeben, ist überholt: schnell startende Leuchtmittel erhellen einen Raum inzwischen so schnell wie einst die Glühbirne.

Richtig Kochen spart bares Geld

Auch Küche birgt eine Menge Sparpotenzial - immerhin verbraucht ein fünfköpfiger Haushalt hier rund 9 Prozent seines Gesamtstrombedarfs. Clever kochen ist nicht schwer: Mit Töpfen, die genau auf die jeweilige Kochplatte passen, nutzen Sie die Energie optimal.

Wer nicht mit Gas, sondern auf Kochplatten sein Essen zubereitet, sollte die Kochplatte vor Ende des Garvorganges abschalten und die Nachwärme nutzen. Ein Deckel hält die Hitze im Topf und lässt sie nicht in die Küche entweichen. Verbeulte Töpfe mit unebenem Boden sollten Sie ausrangieren - sonst macht sich bei jedem Kochvorgang wertvolle Energie aus dem Staub.

Spülmaschine contra Handwäsche

Sie denken, Abwaschen mit der Hand spart Energie und Wasser? Irrtum - Spülmaschinen arbeiten effektiver und sparsamer. Voraussetzung ist allerdings, dass die Maschine mit einem Label der Energieeffizienzklasse A+++, A++ oder mindestens A+ ausgezeichnet ist. Beim Kauf einer neuen Maschine ist es zudem ratsam zu vergleichen, wie viel Wasser die einzelnen Modelle pro Spülgang verbrauchen. Außerdem kommt es auf die richtige Befüllung an: Zu wenig schmutziges Geschirr verbraucht unnötig Strom und Wasser, bei einer übervollen Ladung wird das Geschirr mitunter nicht richtig sauber. Für den normalen Abwasch reichen Sparprogramme bei niedrigen Temperaturen völlig aus.

Kleine Helfer enttarnen Stromfresser

Haushaltselektronik, die sich nicht durch ein kleines Lämpchen als Stromfresser im Stand-by-Modus zu erkennen gibt, können Sie mit einem Energiekostenmonitor als untätige Stromverbraucher entlarven. Die kleinen Messgeräte mit Display kosten im Fachhandel um die 20 Euro oder können kostenlos bei Verbraucherberatungsstellen oder Stadtwerken ausgeliehen werden. Zwischen Steckdose und Netzstecker des potenziellen Stromfressers gesteckt, zeigen die Geräte sofort an, wie viel Energie im Leerlauf verbraucht wird.

Stromverbrauch am PC
Was Sie einsparen können

So heizen Sie energiesparend

Der weitaus größte Teil der verschwendeten Energie fällt jedoch bei der Heizung an. Veraltete Heizungsanlagen sind nur ein Punkt, der zum erhöhten Energieverbrauch beiträgt.

Im Schnitt sollte die empfohlene Raumtemperatur 20 Grad Celsius nicht übersteigen - jedes weitere Grad macht rund sechs Prozent zusätzlich benötigte Energie aus. In der Küche beispielsweise sorgen der Herd und die Abwärme von Kühlschrank und Geschirrspüler für eine angenehmen Temperatur, sodass hier oftmals nicht zusätzlich geheizt werden muss.

Vor allem bei längerer Abwesenheit, zum Beispiel während einer Urlaubsreise, muss die Heizung nicht auf Hochtouren laufen. Regeln Sie die Raumtemperatur einfach auf kühle 15 Grad herunter oder stellen sie den Thermostat auf Frostschutzposition.

Bei der Wohnungseinrichtung lässt sich ebenfalls bares Geld für Heizenergie sparen. Wie das geht? Stellen Sie Möbelstücke einfach so auf, dass sie den Heizkörper nicht verdecken - so kann sich die Wärme des Heizkörpers ungehindert im Raum verteilen. Das gilt auch für Vorhänge und Gardinen, die nicht über den Heizkörper hängen sollten.

Gut gelüftet ist halb gespart

Richtiges Lüften ist in der Heizperiode ebenfalls unerlässlich. Je nachdem, wie lange sich Personen täglich in einem Raum aufhalten, sollte zwei- bis viermal am Tag das Fenster zum Stoßlüften geöffnet werden. Verbraucherschützer geben außerdem zu bedenken, dass wenig genutzte Räume kühler sind und deswegen häufiger gelüftet werden müssen, sonst drohe Kondensation und schlimmstenfalls Schimmelbefall.

Die Heizung wird derweil am besten ganz abgestellt - bei kalten Außentemperaturen springt die Heizung im Frostschutzmodus sonst trotzdem an und wertvolle Wärmeenergie geht verloren. Dauerhaft angekippte Fenster sind nicht zu empfehlen - der Luftaustausch geht nur zögerlich vonstatten, dafür strömt die Heizungswärme ungehindert nach draußen.

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loc/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • gemd
  • Kommentar 2
  • 26.10.2012 10:37

Eine anspruchsvolle Überschrift - und viel viel Luft.

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  • Vincent
  • Kommentar 1
  • 25.10.2012 20:32

Energiesparlampen sind der größte Schrott, der jemals eingeführt wurde. Quecksilber und Umwelt? Außerdem wird am wenigsten Energie im Haushalt für Licht benötigt, weshalb das die falsche Stelle zum vermeindlichen Sparen ist.

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