Sony Xperia S Sonys preiswerter Wechselkandidat

Mit seinem 1,5-Gigahertz-Dualcore-Prozessor ist das Xperia S leistungsstark - und trotzdem inzwischen preisgünstig verfügbar. (Foto)
Mit seinem 1,5-Gigahertz-Dualcore-Prozessor ist das Xperia S leistungsstark - und trotzdem inzwischen preisgünstig verfügbar. Bild: Sony Ericsson

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Besser als iPhone und Samsung Galaxy S III? Sony mag mit seinen Geräten zwar nicht zur Elite der Smartphones gehören. Technisch hat das Xperia S den großen Konkurrenten allerdings einiges voraus. Und auch beim Preis weiß das HD-Smartphone endlich zu überzeugen.

Haptik, Optik und Bedienung: Dezentes Design, nur wenig mehr Gewicht als eine Tafel Schokolade - es scheint fast, als wolle Sony nicht, dass das Xperia S auffällt. Charakter hat der Bolide trotzdem: Statt fließender Linien herrschen ausgeprägte Kanten vor. Kühle Sachlichkeit dominiert das Design, nur unterbrochen von einem Plexiglasstreifen, den interne LEDs beleuchten, sobald das Smartphone aus dem Ruhezustand erweckt wird.

Mehr lenkt nicht ab vom dem 4,3-Zoll großen HD-Display, das in einen mattschwarzen Plastikkorpus eingefasst ist. Der Stabilität des Geräts tut das keinen Abbruch. Nur das Spaltmaß, das sich nach dem Einstecken der Micro-SIM-Karte zwischen Korpus und Geräterückwand abzeichnet, ist der Linie des Xperia S abträglich. Setzen sich hier doch - wie in der offenen Kopfhörerbuchse - gern mal Sandkörnchen ab, die ins Gehäuse wandern können.

Das Display des Xperia S ist nur knapp kleiner, aber deutlich schmaler als der Bildschirm des Galaxy S III. Trotzdem lässt sich das Gerät bequem bedienen. Alle Display-Bereich sind - auch bei kleineren Händen - mit dem Daumen der Hand gut zu erreichen, die das Gerät festhält.

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Die Sensorfelder zwischen Plexiglasleiste und Display zeigten sich im news.de-Test bisweilen reaktionslos. Zwei bis drei Antippversuche waren nötig, bis das Smartphone die gewünschte Reaktion ablieferte. Auf dem Display erlaubt sich Sonys Bolide solche Hänger nicht. Allerdings werden bei App-Icons mit längeren Namen einfach Buchstaben abgeschnitten. Das ist zu verschmerzen, zeigt aber, dass das Konzept nicht ganz durchdacht ist.

Herzstücke: Die wahren Werte des Xperias S sind im Inneren des Smartphones versteckt. Mit dem 1,5-Gigahertz-Dualcore-Prozessor spielt Sonys Entwicklung in der Oberklasse mit und erlaubt den schnellen Zugriff auf Apps, flüssige Video- und Musikwiedergabe sowie angenehme Offline-Navigation. Trotzdem bockte das Xperia S im Test etwa bei Lizenzvereinbarungen, die zur Nutzung einzelner Programm bestätigt werden müssen. Flüssig ließ sich durch diese nicht scrollen. War die Nutzung aber erst einmal aktiviert, funktionierten die Apps reibungslos.

Aus der Masse heraus sticht das Xperia S jedoch mit zwei anderen Elementen, die bei der Konkurrenz noch längst nicht zur Standardausstattung gehört: Das Gerät verfügt über einen HDMI-Anschluss, was qualitativ hochwertige Bildübertragung auf Flachbildschirme ermöglicht. Und das Xperia S ist mit einem Chip für Near Field Communication (NFC) ausgestattet. Das erlaubt nicht nur den datennetzungebundenen Austausch von Fotos. Mit diesem Chip gehört das Smartphone auch zu jenen Geräten, die künftig als digitales Portemonnaie genutzt werden können.

Als ärgerliches Detail erweist sich allerdings, dass sich der interne 32-GB-Speicher nicht mithilfe einer zusätzlichen Speicherkarte erweitern lässt. Entsprechendes ist beim Xperia S schlicht nicht vorgesehen. Wer häufiger fotografiert, Videos mit dem Gerät dreht oder es als mobilen Musikabspieler nutzt, muss sich früher oder später entscheiden, was auf dem Gerät bleiben darf und was nicht.

Klangqualität: Beim Telefonieren ist Sony Smartphone ein angenehmer Vertreter seiner Klasse. Die Tonqualität ist gut, es gibt kaum Hintergrundgeräusche und die Stimmen der Telefonpartner klingen fast naturgetreu. Selbst bei einer lauteren Umgebung gibt es keine Verständnisprobleme.

Doch obwohl das Xperia S den Eindruck erweckt, einen Fokus auf Multimediaqualität zu setzen, hapert es bei der Klangqualität des Lautsprechers gewaltig. Egal ob Video oder Musikstück: Tiefen und Bässe sind bei der Wiedergabe nur eine blasse Erscheinung ihrer selbst, lautere Sequenzen - etwa Gitarrenriffs - scheppern unangenehm. Nur bei den Höhen ist das Xperia S präsent.

Natürlich werden die wenigsten Smartphones für audiophile Ohren gebaut. Doch gerade wenn Apps wie YouTube, Walkman, UKW-Radio und Music unlimited - die Direktverbindung zu Qriocity - vorinstalliert sind, darf mehr Qualität erwartet werden. Wer sich darüber nicht ärgern will, greift am besten gleich zu den mitgelieferten Kopfhörern.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Leserkommentare (7) Jetzt Artikel kommentieren
  • Die Redaktion
  • Kommentar 7
  • 28.02.2013 10:15

Hallo Denker, vielen Dank für den Hinweis - wir arbeiten dran. Herzlichst, die Redaktion

Kommentar melden
  • denker
  • Kommentar 6
  • 27.02.2013 23:33

Repariert mal eure Umfrage aus. Die Ergebnisdarstellung sieht total scheiße aus. Oder ist das hier 'ne news-Farm?

Kommentar melden
  • 007
  • Kommentar 5
  • 03.01.2013 13:20

über dieser dursichtigen leisten sind drei schwach beleuchtete punkte das sind die knöpfe auf der leiste sind nur die symbole auf gezeichnet

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
Umfrage
Hier an weiteren Umfragen teilnehmen!
Mobil telefonieren
WELCHES SMARTPHONE WüRDEN SIE SICH KAUFEN?

news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige