Telekommunikation Mobilfunkanbieter speichern gern und viel - Daten abfragen

Berlin - Handyanbieter wissen genau, wo ihre Kunden wohnen, einkaufen oder wen sie besuchen. Dabei dürfen sie laut Gesetz nur für die Abrechnung relevante Daten speichern.

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Mobilfunkanbieter speichern gern und viel - Daten abfragen Bild: dpa

Was Verbraucher tun können, um den Druck auf die Anbieter zu erhöhen - hier mehr dazu.

Mobilfunkanbieter speichern so viele Positionsdaten ihrer Kunden, dass daraus umfangreiche Bewegungsprofile erstellt werden können. Das kritisiert die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Dies sei ein bedenklicher Eingriff in die Privatsphäre. Denn laut Telekommunikationsgesetz dürften nur Verbindungsdaten gespeichert werden, wenn sie für die Abrechnung oder Beseitigung technischer Störungen erforderlich sind.

Viele Anbieter speichern den Angaben zufolge zudem Daten zu eingehenden Gesprächen und Nachrichten, Anrufe zu kostenfreien Telefonnummern oder erfolglose Anrufversuche - die alle nicht relevant für die Abrechnung seien. Gleiches gelte für die individuelle Gerätenummer (IMEI) des Handys und die auf der SIM-Karte gespeicherte internationale Mobilteilnehmerkennung (IMSI), die unabhängig von der zugeordneten Telefonnummer ist.

Die Verbraucherschützer empfehlen Handynutzern deshalb, einmal bei ihrem Anbieter Auskunft über die zu ihnen gespeicherten Daten zu verlangen, insbesondere zu Bewegungsdaten (Funkzellen-ID), erfolglosen Anrufversuchen ankommender und abgehender Verbindungen sowie Gesprächen zu kostenlosen Rufnummern. Eine Briefvorlage kann im Netz abgerufen werden. Die Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass die Auskunftsersuchen vielleicht nicht immer erfolgreich sind. Sie erhöhten aber den Druck auf die Anbieter, datenschutzkonform zu arbeiten.

Verbindungsdaten können für die Anbieter laut vzbv von kommerziellem Interesse sein, weil sie damit personalisierte Angebote machen oder neue Tarife konzipieren können.

vzbv-Projektseite Verbraucherrechte in der digitalen Welt

news.de/dpa

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