Computer Googles Wohnzimmer-Kugel Nexus Q kommt später

New York - Erst vor einem Monat hatte Google groß die Wohnzimmer-Kugel Nexus Q angekündigt. Nach skeptischen Rezensionen heißt es jetzt, das Gerät mit dem ungewöhnlichen Design werde sich auf unbestimmte Zeit verzögern.Google braucht für seinen futuristischen Wohnzimmer-Computer Nexus Q mehr Zeit als gedacht.

Googles Wohnzimmer-Kugel Nexus Q kommt später (Foto)
Googles Wohnzimmer-Kugel Nexus Q kommt später Bild: dpa

Der Verkaufsstart werde auf unbestimmte Zeit verschoben, um das Gerät besser zu machen, teilte der Internet-Konzern in einer E-Mail an Vorbesteller mit. Die Ende Juni präsentierte kugelförmige Streaming-Box soll unter anderem Musik und Videos auf Fernseher oder Stereoanlage bringen. Das Gerät greift dabei auch auf Online-Dienste wie Google Play und YouTube zu.

Das Gerät war Ende Juni auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco für den Herbst angekündigt worden. Kunden, die Nexus Q für rund 300 Dollar vorbestellten, sollen den schwarzen Linuxrechner mit eingebauten Hifi-Verstärker jetzt kostenlos erhalten, wie aus der von mehreren US-Medien am Mittwoch (1. August) veröffentlichten E-Mail hervorgeht. Die Streaming-Kugel wurde nur in den USA angeboten.

Nexus Q wird auf starke Wettbewerber treffen. So stellt Microsoft seine Spielekonsole Xbox 360 immer mehr als Abspielgerät für Filme und Musik auf. Apple hat seine Streaming-Box Apple TV für einen Drittel des Nexus-Preises im Angebot, außerdem ist in den USA die Online-Videothek Netflix stark.

In ersten Rezensionen wurde kritisiert, die «Google-Kugel» habe weniger Funktionen bei einem höheren Preis. Google selbst schrieb in der E-Mail, die bisherigen Nutzer wollten, dass Nexus Q «noch mehr kann». Zugleich seien Design und die Hardware begeistert aufgenommen worden.

Google kann sich keinen Fehlschuss bei der Wohnzimmer-Unterhaltung leisten. Der Konzern unternahm bereits einen groß angelegten Vorstoß in den Bereich mit dem Angebot Google TV, das traditionelles Fernsehen und Online-Video verschmelzen sollte. Doch die Bedienung wurde als zu kompliziert kritisiert, Geräte für den Dienst floppten.

news.de/dpa

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