Phishing und Tracking So werden Sie nicht beklaut

Datenklau im Netz ist keine Seltenheit, denn beim Surfen im Internet hinterlässt jeder Spuren. Doch es gibt ein paar Regeln, wie man Profile und Zugangsdaten schützen kann. News.de hat die wichtigsten für Sie zusammengestellt.

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Achtung! Phishing-Attacken sind keine Seltenheit. Passwörter und Zugangsdaten werden ausspioniert und mißbraucht.    Bild: iStockphoto

1. Verwenden Sie für jedes Nutzerkonto und Profil unterschiedliche Benutzernamen und Passwörter und ändern Sie diese in regelmäßigen Abständen.

2. Verwenden Sie Passwörter, die aus mindesten acht Zeichen bestehen, die Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen und Ziffern enthalten. Wer sich Passörter schlecht merken kann, für den sind Eselsbrücken hilfreich. Beispiel: Denken Sie sich einen Satz aus und bilden Sie jeweils aus den ersten Zeichen der Wörter das Passwort. So ergibt der Satz «Wie soll ich mir 5 Passwörter merken?» das Passwort: Wsim5Pm?.

3. Ein Benutzername sollte keinen Hinweis auf die eigene Identität geben. Vermeiden Sie daher Namen, Wohnort, Altersangaben und Ähnliches.

4. Sind Sie in einem sozialen Netzwerk angemeldet, empfiehlt es sich, besondere Einstellungen für die Privatsphäre vorzunehmen. Stellen Sie das Profil so ein, dass es nicht über eine Suchmaschine gefunden wird. Ratsam ist es auch, darauf zu achten, dass nur ausgewählte Besucher beziehungsweise Freunde bestimmte Einträge sehen können.

5. Schließen Sie Kommunikationsschnittstellen wie Wlan oder Bluetooth, sobald Sie diese nicht mehr brauchen. Zusätzlich sollten die Geräte mit einem Passwort geschützt sein.

6. Wer einen Wlan-Router der Modelle Speedport W 504V, Speedport W 723 Typ B und Speedport W 921V besitzt, sollte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Wie die Telekom berichtet, sind durch eine Schwachstelle unerlaubte Zugriffe auf das interne Netzwerk möglich. Besitzer sollten vorerst die WPS-Funktionalität über die Konfigurations-Weboberfläche des Geräts deaktivieren. Das ist allerdings bei dem Modell Speedport W 921V nicht möglich. Verwenden Sie hier ein Lankabel und schalten Sie die Wlan-Funktion aus.

7. Online-Banking wird immer wieder zum Ziel sogenannter Phishing-Attacken. Deshalb sollten User darauf achten, verschlüsselte Verbindungen zu verwenden. Gesicherte Seiten erkennt man an dem Schlosssymbol, dass in der Statuszeile des Browsers erscheint sowie an dem Kürzel «https» in der Adresszeile.

8. Übertragen Sie niemals sensible Daten in einem öffentlichen Wlan-Netz, zum Beispiel in einem Restaurant.

9. Seriöse Firmen und Banken fordern ihre Kunden niemals per E-Mail auf, via mitgeliefertem Link auf die Webeite zu klicken und Login-Daten einzugeben. Sollten Sie eine entsprechende E-Mail erhalten, folgen Sie nicht dem Link. Sind Sie unsicher, rufen Sie Ihre Bank oder den Geschäftskontakt an und klären den Sachverhalt.

10. Tippen Sie URL-Namen immer manuell ein.

11. Datendiebe sind gewieft und nutzen auch andere Wege, um an vertrauliche Daten zu kommen. Geben Sie auch bei Telefonanrufen niemals Ihre Nutzerdaten, Pins und Tans heraus.

12. Öffnen Sie E-Mails nur, die Ihnen vertrauenswürdig erscheinen. Das gilt auch für E-Mail-Anhänge.

13. Die Funktion «aktive Inhalte ausführen» sollte ausgeschaltet sein. Oder: Sie stellen sicher, dass ihr Browser Sie in jedem Einzelfall fragt, ob aktive Inhalte ausgeführt werden dürfen.

14. Firewall und Anti-Schadsoftware sichern den Computer. Installieren Sie diese und bringen Sie sie immer auf den aktuellsten Stand.

15. Stillgelegte Nutzerkonten sollten vollständig gelöscht werden. Wer den Verdacht hegt, dass Dritte Zugang zu einem Konto haben, sollte den Account sofort sperren lassen.

16. Verwenden mehrere Familienmitglieder den selben Computer, empfiehlt es sich, einen Administrator festzulegen und die Benutzer mit eingeschränkten Rechten zu versehen. So behält man einen Überblick über die installierten Programme. Der Administratorzugang sollte zudem nicht für die generelle Arbeit am PC genutzt werden. Anderenfalls können Schadprogramme noch mehr Unheil anrichten. Vor allem beim Surfen gilt es, nach Möglichkeit auf Administratorrechte zu verzichten.

17. Obacht bei Downloads von Webseiten. Wer Programme aus dem Internet lädt, sollte sich vergewissern, ob die Quelle vertrauenswürdig ist.

18. Wer sich rundum sicher fühlen will, richtet seinen Browser in einer virtuellen Umgebung ein. Es gibt auch die Möglichkeit, auf ein entsprechendes Sicherheitsprodukt zurückzugreifen, das den Browser vom Rest des Betriebssystems «kapselt».

19. Wer sich bei Facebook einloggt und in einem anderen Fenster im Internet surft, sollte bedenken, dass ein Facebook-CookieKleine Textdatei, die das Surfverhalten registriert und übermittelt. das Surfverhalten mittracken kann. Webseiten, die den Facebook-Button eingebaut haben, übermitteln die Daten an Facebook. Deshalb: Lieber ausloggen und surfen, ohne Daten weiterzugeben.

rzf/ham/news.de

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