Abzocke im Netz Vorsicht vor diesen Kostenfallen!

Internet-Kostenfallen (Foto)
Versteckte Kosten stehen oft im Kleingedruckten. Bild: dpa

Es ist so einfach: Nur wenige Klicks und schon gehört einem ein DSL-Vertrag, eine neue Internetdomain oder ein neuer Song. Das Internet macht aber nicht nur Kunden glücklich, sondern öffnet auch Gaunern virtuell Tür und Tor. Wo versteckte Kosten und Zusatzgebühren im Kleingedruckten lauern, erfahren Sie hier.

Wer gerne bequem per Mausklick Verträge abschließt, sollte zuvor sehr aufmerksam das Kleingedruckte lesen. Bei vielen Internetverträgen lauern versteckte Kostenfallen und Zusatzgebühren. Computerbild hatte die Angebote von 23 bekannten Unternehmen im Internet für DSL, Strom, E-Mail, TV, Musik und Netzwerke getestet. Fazit der Untersuchung: Mit irreführenden Versprechen wie Gratisoptionen, Rabatten und Abschlussboni gehen viele Firmen im Internet auf Kundenfang.

Der DSL-Anbieter Tele2 zum Beispiel bewirbt sein «Tele2 Komplett»-Paket mit einer Monatsgebühr von 29,95 Euro. Dieser Tarif verteuert sich nach einem halben Jahr allerdings automatisch um fünf Euro. Außerdem müssen Kunden für einen obligatorischen Router monatlich weitere drei Euro zusätzlich bezahlen. Dadurch beträgt der Monatspreis für dieses Angebot nach einem halben Jahr tatsächlich 37,95 Euro. Dieser Tarif sei dann für mindestens weitere 18 Monate fällig, bemängeln die Tester.

Technik-Abkürzungen
Mobiles Internet verstehen
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Auf der Bestellseite im Internet wird zudem als «Empfehlung» ein Sicherheitspaket beworben. Nach einer Gratistestphase schlägt das Paket ab dem vierten Monat mit zusätzlich 3,95 Euro pro Monat zu Buche.

Ein anderer Testkandidat, der Stromanbieter Eon, verspricht laut Computerbild bei Vertragsabschluss im Internet einen Bonus von 125 Euro, der mit der ersten Rechnung nach Vertragsbeginn verrechnet wird. Wie das Magazin berichtet, werden die Abschlagszahlungen monatlich abgebucht. Die erste Abrechnung erfolgt aber erst nach einem Jahr, sodass der Kunde lange auf den Bonus warten muss.

Kunden sollten Widerrufsrecht nutzen

Unter die Lupe genommen haben die Fachredakteure auch Partnerbörsen, die mit großem Werbeaufwand Singles für sogenannte Premium-Mitgliedschaften gewinnen wollen. Der Anbieter Elitepartner etwa verspreche «1 Monat gratis». Wie der Test der Zeitschrift ergab, gelangt der Kunde nach der Registrierung zur Tarifauswahl, wo aber ein 12-Monatsvertrag zum Standardpreis bereits im Voraus ausgewählt ist. Dieser sowie ein alternativ zur Auswahl stehender vergünstigter 12-Monatstarif böten keineswegs einen Gratismonat als Testphase. Vielmehr starten die Verträge laut Computerbild sofort.

Der versprochene Gratismonat entpuppe sich lediglich als Rabatt auf den Jahrespreis. Werde der Vertrag mit der Partnerbörse nicht frist- und formgerecht gekündigt, verlängere er sich um ein weiteres Jahr zu einem deutlich höheren Preis. Einen Einblick in diese konkreten Konditionen erhalte der Kunde nur, wenn er sich diese mit einem Mausklick gesondert anzeigen lässt.

Computerbild macht darauf aufmerksam, dass solche Lockangebote und versteckten Kostenfallen zwar verbraucherunfreundlich, aber in der Regel rechtens sind, wenn die Bedingungen schriftlich festgehalten sind - etwa in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Kunden sollten vor dem Vertragsabschluss im Internet deshalb das «Kleingedruckte» sehr sorgfältig lesen. Im Zweifelsfall könnten Kunden zudem das 14-tägige Widerrufsrecht nutzen, um einen Vertrag rückgängig zu machen. Erhöht der Anbieter während der Vertragslaufzeit den Preis, gibt es meist ein Sonderkündigungsrecht

rzf/sca/ham/news.de/dapd

Leserkommentare (13) Jetzt Artikel kommentieren
  • cleverle
  • Kommentar 13
  • 19.07.2012 20:10
Antwort auf Kommentar 9

Ihr Leute, müsst nur das machen. Geht im Internet auf www.natuerlicheperson.de und macht die personen stands Erklärung und lasst sie zumindestens in euerem Einwohnermeldeamt eintragen. Besser ist natürlich das volle Programm. Dann können diese Politiker ihre Schulden selbst bezahlen. Und dann noch zu www.arbeitsgemeinschaft-staseve.de gehen und der "Freien Republik" beitreten . Damit lasst ihr dann dieses ganze "Politiokergesindel" hinter Euch. Ihr glaubt garnicht was das für ein Gefühl ist. Oder wollt ihr den "Wulff" weiter füttern?

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  • Max
  • Kommentar 12
  • 04.07.2012 13:10

Versteckte Kosten, intransparente Angebote, irreführende Verbraucherschutzsiegel, Selbstbeweihräucherung durch Qualitätssiegel innerhalb der Unternehmensgruppe, hohe Stornokosten, überraschende verbindliche Buchungen, doppelte Abbuchungen von Abobeiträgen sowie aggressives Online Marketing unter Verletzung fremder Markennamen. Unister ist hier ganz vorne mit dabei und damit news.de - nehmt bitte mal Stellung hierzu. In diesem Zusammenhang ist ein solcher Beitrag eine einzige Farce denn news.de ist Unister.

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  • Bettina Schmidt
  • Kommentar 11
  • 26.03.2012 11:45
Antwort auf Kommentar 6

Diese Praktik geistert schon seit einigen Wochen durch diverse Foren. Widerrufe werden einfach ignoriert- die Fa stellt sich tot. Statdessen die vollkommen überhöhte Rechnung sowie weitere dieser Nutzlos Hefte. Beste Art damit umzugehen- schlichtweg ignorieren. Jeder Brief kostet unnötig Zeit und Geld- und wenn man nur stur genug bleibt geben die irgendwann auch auf- denn Mahnbescheide sind teuer- ausserdem führen die dazu das DIESE Leute das Risiko eingehen vor Gericht ihre haltlosen Forderungen glaubhaft darlegen müssten- und seid sicher- SIE können das nicht. ;)

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