Computer Zeitung: US-Handelsriesen preschen beim mobilen Bezahlen vor

New York - Das Rennen um das zukunftsträchtige Bezahlen mit dem Smartphone gewinnt an Fahrt. Nach Banken, Kreditkartenanbietern, Telekommunikationskonzernen, Onlinebezahldiensten und dem Internetschwergewicht Google nehmen sich nun offenbar auch die beiden US-Handelsriesen Wal-Mart und Target des Themas an.

Das berichtete das «Wall Street Journal» am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Personen. Mit einem eigenen mobilen Bezahlsystem von Wal-Mart und Target hätten es alle anderen Anbieter deutlich schwererer, sich zu etablieren. Die beiden Konzerne spielen mit ihren Supermärkten im Einzelhandel in den Vereinigten Staaten eine äußerst wichtige Rolle. Neben Lebensmitteln bieten sie auch Kleidung, Elektronik oder Autozubehör an.

Das Bezahlen per Smartphone läuft typischerweise über einen sogenannten NFC-Funkchip, der im Handy steckt. Der Chip kommuniziert mit der Kasse. Eine Kredit- oder Bankkarte ist damit zum eigentlichen Bezahlen nicht mehr nötig. Der Einkaufsbetrag wird automatisch vom Konto des Kunden abgebucht oder landet auf der nächsten Kreditkartenrechnung. Die USA sind einer der Vorreiter in Sachen mobilem Bezahlen.

Google hatte sein eigenes System namens Wallet im September vergangenen Jahres gestartet. Als derzeit größter Konkurrent gilt Isis, hinter dem die großen Mobilfunkanbieter der USA stecken. Auch der Online-Bezahldienst PayPal ist in dem Geschäft aktiv. Während viele Kassen bereits die grundlegende Funktechnik beherrschen, fehlt es aber noch an einer weiten Verbreitung von Smartphones, die mit NFC-Chips ausgerüstet sind.

WSJ-Bericht

Google-Blog zum Wallet-Start

Isis-Gründungsmitteilung

news.de/dpa

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