Hard- und Software So sparen Schüler und Studenten

Preisrabatte für Schüler und Studenten (Foto)
Teure Soft- oder Hardware? Schüler und Studenten können mit Education-Programmen Geld sparen. Bild: pixelio.de/Alexandra H.

Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Ob Schule oder Studium - ohne Computer geht heute nur wenig. Doch die Preise für Soft- und Hardware sprengen oft das nur kleine Budget, über das Schüler und Studenten verfügen. Wie es preisgünstiger geht, zeigt news.de.

Ein Computer, das passende Betriebssystem und Office-Programm - wer sich diese Ausstattung als Schüler oder Student neu anschaffen muss, steht schnell vor einer privaten Finanzkrise. Immerhin kann eine solche Komplettausstattung je nach Bedarf und persönlichen Wünschen mehr als 1000 Euro kosten.

Zumindest teilweise bekommen Schüler und Studenten Preisnachlässe. Dafür sorgen Hersteller wie Microsoft und Apple mit besonderen Bildungsangeboten - aber auch unabhängige Anbieter.

Das bietet Microsoft

Schüler bekommen die Software Office Professional Plus 2010 über cotec.de für 69 Euro als Download-Version, die auf nur einem Rechner und nur einmal installiert werden kann. Auf einem Datenträger ist dieses Produkt für 89 Euro zu haben. Anders als die im normalen Handel erhältliche Version Office Home and Student 2010 für rund 90 Euro, bietet Office Professional Plus 2010 nicht nur Word, Excel, Powerpoint und One Note, sondern auch Outlook, Publisher, Access, Lync, InfoPath und SharePoint Workspace.

Zugriff auf Office Professional Plus 2010 haben nur Schüler an allgemein- und berufsbildenden Schulen - unter anderem an Grund-, Real-, Mittel- und Förderschulen sowie Gymnasien, staatlichen und privaten Berufsschulen. Schüler an Volkshochschulen bekommen diese Lizenzen nicht.

Die Bestellung kann online erfolgen. Es muss jedoch ein Schulnachweis erbracht werden, der zum Abschluss der Bestellung hochzuladen ist. Das kann die Kopie eines Schülerausweises sein, aber auch eine Bescheinigung der Schule oder ein Schulzeugnis aus dem aktuellen Jahr. Außerdem gibt es ein Formular von cotec, das von der Schule ausgefüllt werden muss und ebenfalls akzeptiert wird.

Für Studenten bietet Microsoft die Software Office Professional Academic 2010 ab 99 Euro an. Bei Sammelbestellungen reduziert sich der Preis für eine einzelne Lizenz noch einmal. Enthalten sind die Programme Word, Excel, PowerPoint, Outlook, One Note Access und Publisher. Auch in diesem Fall ist ein Nachweis notwendig, zum Beispiel eine Immatrikulationsbescheinigung.

Einige Hochschulen kooperieren zudem mit Microsoft, sodass der Bezug der Software über die Hochschule erfolgen kann. Dafür gibt es einen eigenen Microsoft Store für Studenten und Lehrende. Das gilt für das Office University 2010 für PC oder Mac, das - abhängig von der Plattform - unter anderem jeweils eine Lizenz für Excel, Outlook, Word und Powerpoint enthält, aber auch für ein Upgrade auf Windows 7 Professional. Letzteres setzt den Besitz einer Lizenz von Windows Vista (32- oder 64-Bit-Version) oder Windows XP (32- oder 64-Bit-Version) voraus. Verfügbar ist zudem eine Option auf das Office Language Pack 2010.

Um die Option über die Hochschule nutzen zu können, muss die Bildungsstätte bei Microsoft registriert sein. Ob das für die eigene Alma Mater zutrifft, lässt sich im Internet prüfen. Alternativ muss eine Immatrikulationsbescheinigung eingereicht werden. Ordern lassen sich die Produkte zum Beispiel über den Cotec-Store. Dort müssen sich Studenten mit der E-Mail-Adresse anmelden, die sie von der Hochschule erhalten haben, das Produkt bestellen und anschließend per PDF oder Fax den Beleg des studentischen Status einreichen.

Einige Hochschulen haben den Shop direkt auf den eigenen Intranetseiten integriert oder bieten andere Wege, um entsprechende Software-Lizenzen zur Verfügung zu stellen. Erste Anlaufstelle für Studenten ist in der Regel das Rechenzentrum der jeweiligen Hochschule.

Das bietet Apple

Apple verfügt in seinem Online-Shop über einen eigenen Store für den Bildungsbereich. Wer hier einkaufen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein. Beispiel: Einen 25-Zoll-iMac mit 2,5 GHz können Studenten und Schüler schon ab 1080 Euro bekommen, im normalen Store kostet dieser iMac 1149 Euro. Ein 27-Zoll-iMac wird im Education-Store ab 1550 Euro angeboten, im normalen Shopping-Bereich ab 1649 Euro. In beiden Fällen sind höhere Preise möglich, wenn Sonderwünsche in der Rechnerkonfiguration gewählt werden.

Letztlich bekommen Schüler und Studenten lediglich Mac-Produkte günstiger. Auf mobile Geräte gewährt Apple keinen Preisnachlass.

Gut zu wissen: Auch bei den Preisnachlässen gibt es Unterschiede. Schüler erhalten nur einen geringen Rabatt. Studenten mehr - insbesondere, wenn die Hochschule mit Apple einen eigenen Vertrag geschlossen hat. Um auf diesem Weg einen Mac günstiger zu bekommen, ist ein Zugang nötig. Der erfolgt meist über das Intranet der jeweiligen Hochschule. Ob die eigene Hochschule dabei ist, lässt sich online bei Apple nachschlagen.

Wer direkt über den Education-Apple-Store sucht, sieht nur die Preise. Kaufen lässt sich auf diesem Weg nichts. Denn die Nutzung der Rabatte ist an einen Nachweis gebunden: Schülerausweis, Studentenausweis, Immatrikulationsbescheinigung und ähnliches. Tipp für Schüler und Studenten, deren Lehrstätte keine Kooperation mit Apple betreibt: Auf der Internetseite schauen, welcher Mac es sein soll, dann die kostenlose Hotline des Apple-Education-Store (0800) 000 31 68 anrufen. Dort wird die Bestellung aufgenommen und eine E-Mail-Adresse genannt, an die der Nachweis gemailt werden kann. 

Das bietet Unimall

Hard- und Software gleichermaßen offeriert der Webshop Unimall speziell für Studenten, Schüler, Auszubildende und Lehrer. Neben Apple-Produkten und Software von Microsoft, gibt es hier Hardware von der Computermaus bis zum Laptop sowie verschiedene Software-Angebote, darunter auch Photoshop oder InDesign, die als Studenten- oder Lehrerversion vergünstigt angeboten werden.

Entscheidend ist aber auch hier: Wer als Student oder Schüler die günstigeren Versionen erwerben möchte, muss seinen Status nachweisen können. In der Regel genügt es, eine digitalisierte Kopie von Studenten- oder Schülerausweis bei der Bestellung hochzuladen.

Sparfüchse verlassen sich jedoch nicht nur auf die Angebote auf den Internetseiten der Hersteller. Der Preisvergleich zwischen normalen und Education-Stores ist zu empfehlen. Ebenso der Blick in andere Shopping-Portale, denn auch in diesen sind die Schüler- und Studentenversionen häufig bei entsprechender Suche zu finden. Außerdem sollten Interessierte immer kontrollieren, ob Versandkosten im Preis bereits enthalten sind oder zusätzlich berechnet werden.

Alle Preise und Informationen zu den Education-Programmen der benannten Anbieter beziehen sich auf den Stand Januar 2012.


Mehr lernen und wissen - lesen Sie auch:

- Digitale Helfer für das Sprachenlernen
- Lerntipps für Studenten

kat/sca/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Martin
  • Kommentar 1
  • 12.02.2013 14:18

Erwähnenswert für Mitglieder der MINT-Fakultäten ist definitiv noch Microsoft Dreamspark, denn hier bekommt man als Student z.B. Windows in den Versionen 7 und 8 kostenlos. Ob man Windows 8 tatsächlich haben möchte, ist natürlich eine andere Frage ;).

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