Jahreswechsel Marktforscher: Welle günstiger Smartphones in 2012

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Marktforscher: Welle günstiger Smartphones in 2012 Bild: dpa

Das neue Jahr wird nach Einschätzung der Marktforscher von Gartner eine Welle günstigerer Smartphones bringen. Davon werde vor allem das Google-Betriebssystem Android profitieren, sagte Gartner-Analystin Roberta Cozza der Nachrichtenagentur dpa.

Berlin (dpa) - Das neue Jahr wird nach Einschätzung der Marktforscher von Gartner eine Welle günstigerer Smartphones bringen. Davon werde vor allem das Google-Betriebssystem Android profitieren, sagte Gartner-Analystin Roberta Cozza der Nachrichtenagentur dpa.

«Mit dem wachsenden Anteil preiswerter Smartphones wird Android der dominierende Spieler auf dem Markt bleiben», so Cozza. Den Trend dürften unter anderem die chinesischen Hersteller Huawei und ZTE anfeuern. Auch der südkoreanische Samsung-Konzern setze auf «aggressive Preise».

Bei den teuren Computerhandys werde das iPhone von Apple der stärkste Konkurrent von Android bleiben, sagte Cozza. Zugleich könnten aber auch günstig angebotene ältere iPhone-Modelle den Android-Vormarsch etwas bremsen. Die Android-Plattform, die von vielen Herstellern genutzt wird, stieg in kürzester Zeit zum Spitzenreiter im Smartphone-Markt auf und hatte im dritten Vierteljahr einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Im wichtigen Weihnachtsquartal dürfte Apple mit dem Start des neuen iPhone 4S wieder Boden gutgemacht haben. «Aber letztlich ist Apple nicht an Marktanteilen um jeden Preis, sondern nur an profitablem Wachstum interessiert.»

Der Vormarsch günstiger Smartphones werde auch in Märkten wie Westeuropa und den USA spürbar sein, sagte die Gartner-Analystin. Die preiswerten Geräte dürften dort den Abschied von einfachen Handys beschleunigen, prognostizierte sie. In den entwickelten Märkten war zuletzt gut jedes zweite verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone, es wurde bereits eine Sättigung spürbar, mit der frühere Wachstumsraten von mehr als 50 Prozent nicht mehr erreicht wurden. «Die Zeit der Riesen-Sprünge geht vorüber», sagte Cozza.

Jüngste Marktzahlen von Gartner

news.de/dpa

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